Der Wähler hat bei der Europawahl eine Stimme. Mit dieser kann er sich alle fünf Jahre für die Liste einer Partei entscheiden. Die Wahl der Abgeordneten des Europäischen Parlaments findet ausschließlich durch Listenwahl statt. Direktkandidaten in Wahlkreisen gibt es nicht. In der Bundesrepublik sind nicht nur deutsche Staatsangehörige zur Stimmabgabe aufgerufen. Auch in der Bundesrepublik Deutschland lebende Staatsangehörige anderer EU-Staaten können aktiv an der Europawahl teilnehmen, wenn sie am Wahltag seit mindestens drei Monaten in der Bundesrepublik Deutschland oder einem anderen Mitgliedsstaat der EU einen Wohnsitz haben und wenn sie das 18. Lebensjahr vollendet haben. Zudem muss der Eintrag in einem Wählerverzeichnis der Bundesrepublik Deutschland vorhanden sein.
Die allgemeine, freie, direkte und geheime Wahl der parlamentarischen Vertretung der Europäer verkörpert die zweitgrößte Demokratie der Welt. 2009 wurden für das Europäische Parlament 736 Abgeordnete gewählt. Davon kommen 99 aus Deutschland.
„So lange Stimmzettel gab´s noch nie!“ - so oder ähnlich dürften viele Wähler reagiert haben, als sie den Stimmzettel für die jüngste Europawahl in Händen hielten. Waren es 2004 noch 22 Parteien, die für ein Kreuzchen an der richtigen Stelle warben, standen 2009 31 zur Wahl. Logische Folge: Mit fast einem Meter Länge (94 Zentimeter) gab es 2009 die längsten Stimmzettel in der 30-jährigen Geschichte der Europawahlen. Der bisherige Höchstwert hatte bei 72 Zentimetern (Europawahl 2004) gelegen.
2009 waren an Ennepe und Ruhr 261.546 Wählerinnen und Wähler zur Wahl des Europäischen Parlamentes aufgerufen. Im Vergleich zur Wahl 2004 stieg die Wahlbeteiligung um 0,7 Prozentpunkte auf 42,1 Prozent. Die Ergebnisse für den Ennepe-Ruhr-Kreis und die neun kreisangehörigen Städte sowie Vergleichszahlen zur Wahl 2004 finden sich hier.
Zu den Ergebnissen der Europawahl 2004 für den Ennepe-Ruhr-Kreis und die neun kreisangehörigen Städte geht es hier.