Anliegen A-Z: Obere Denkmalbehörde

Beschreibung

Die mit dem Vollzug des nordrhein-westfälischen Denkmalschutzgesetzes betrauten Behörden stehen in einem hierarchisch geordneten Verhältnis zueinander. Die jeweils höhere Behörde übt die Fachaufsicht über die nachgeordnete Behörde aus. Es gibt die Oberste Denkmalbehörde sowie die Oberen und Unteren Denkmalbehörden.

Allen Denkmalbehörden sind als Fachdienstleister Einrichtungen des jeweils örtlich zuständigen Landschaftsverbandes als fachlich unabhängige Institutionen zur Seite gestellt. Dies sind in Westfalen-Lippe jeweils ein Amt für Denkmalpflege sowie ein Amt für Bodendenkmalpflege (http://www.lwl.org/LWL/Kultur/WAfD/).

Was bedeuten Denkmalschutz und Denkmalpflege?

Denkmalschutz und Denkmalpflege sind Grundbegriffe des Denkmalrechts mit unterschiedlicher Bedeutung. Hinter beiden gemeinsam verbirgt sich jede Tätigkeit, die bewusst auf die Erhaltung und Sicherung von Denkmälern gerichtet ist. Unter Denkmalschutz sind alle hoheitlichen Maßnahmen zu verstehen, die von der Behörde gegenüber den Beteiligten getroffen werden. Die Denkmalpflege umfasst die helfende, fachlich beratende, unterstützende und vorsorgende Tätigkeit.


I. Oberste Denkmalbehörde:

Die Oberste Denkmalbehörde in Nordrhein-Westfalen ist das für Denkmalangelegenheiten zuständige Ministerium (gegenwärtig das Ministerium für Bauen und Verkehr mit Sitz in Düsseldorf) Der Minister bzw. die Ministerin ist der Oberste Denkmalpfleger/-in des Landes. Zu den vorrangigen Aufgaben der Obersten Denkmalbehörde gehört die Beaufsichtigung der ihr nachgeordneten Oberen und Unteren Denkmalbehörden in Angelegenheiten des Denkmalschutzes und das Erstellen des jährlichen Denkmalförderungsprogrammes.


II. Obere Denkmalbehörde:

Der Ennepe-Ruhr-Kreis ist wie die anderen Landräte in NordrheinWestfalen Obere Denkmalbehörde; daneben sind die fünf Bezirksregierungen mit ihren Sitzen in Arnsberg, Detmold, Düsseldorf, Köln und Münster für die 23 kreisfreien Städte im Land zuständig.

Die Aufgaben der Oberen Denkmalbehörde bestehen darin, die 396 Unteren Denkmalbehörden zu beraten, zu beaufsichtigen und sicherzustellen, dass alle Behörden gesetzeskonform handeln. Die Oberen Denkmalbehörden können Beschlüsse der Unteren Denkmalbehörden beanstanden, aufheben und Weisungen erteilen. In Belangen der Bodendenkmalpflege sind die Oberen Denkmalbehörden zuständig für die Erteilung von Grabungserlaubnissen.

III. Untere Denkmalbehörden:

Das Denkmalschutzgesetz legt fest, dass alle 396 Städte und Gemeinden des Landes Nordrhein-Westfalen Untere Denkmalbehörden sind und überträgt diesen die Verantwortung für den Vollzug, also die unmittelbare Anwendung und Ausführung des Gesetzes. Die Entscheidung, welche Objekte unter Denkmalschutz zu stellen sind, können die Städte und Gemeinden nur im Benehmen mit dem zuständigen Amt für Denkmalpflege bzw. Bodendenkmalpflege treffen. Mit der fachlichen Unterstützung der Denkmalämter prüfen die Städte und Gemeinden den Denkmalwert der Objekte. Erfüllt eine Sache Denkmaleigenschaften im Sinne des Denkmalschutzgesetzes, so ist sie in die Denkmalliste einzutragen, die jede Stadt bzw. Gemeinde in NRW zu führen hat. Für alle Fragen des Denkmalschutzes und der Denkmalpflege sind sie der erste Ansprechpartner für Denkmaleigentümer und stellen auch die Kontakte zu den Dienststellen des Landschaftsverbandes her.

Seitenanfang


Rechtsgrundlagen (Ortsrecht)

Welches Gesetz regelt den Denkmalschutz?

Der Denkmalschutz unterliegt der Landesgesetzgebung, deshalb hat jedes Bundesland ein eigenes Denkmalschutzgesetz mit zum Teil unterschiedlichen Bestimmungen. In Nordrhein-Westfalen richtet sich der Denkmalschutz nach dem Gesetz zum Schutz und zur Pflege der Denkmäler im Land Nordrhein-Westfalen (Denkmalschutzgesetz - DSchG) vom 11. März 1980.

Seitenanfang


Zuständige Organisationseinheit(en)

Seitenanfang


Suchfunktion


Subnavigation