Jagdzeiten in Nordrhein-Westfalen

Jagdzeiten in Nordrhein-Westfalen

Grundlagen:

  • Bundesjagdzeitenverordnung vom 25.04.2002
  • Landesjagdzeitenverordnung vom 09 09.2002
  • Verordnung über die Zulassung von Ausnahmen von den Schutzvorschriften für besonders geschützte Tierarten (Kormoran-VO) 02.05.2006

Jagdzeiten

Rotwild

 

Kälber

1. August bis 31. Januar

Schmalspießer

1. Juni bis 31. Januar

Schmaltiere

1. Juni bis 31. Januar

Hirsche und Alttiere

1. August bis 31. Januar

Dam- und Sikawild

 

Kälber

1. September bis 31. Januar

Schmalspießer

1. Juli bis 31. Januar

Schmaltiere

1. Juli bis 31. Januar

Hirsche und Alttiere

1. September bis 31. Januar

Rehwild

 

Kitze

1. September bis 31. Januar

Schmalrehe

1. Mai bis 31. Mai und

 

1. September bis 31. Januar

Ricken

1. September bis 31. Januar

Böcke

1. Mai bis 15. Oktober

Gamswild

1. August bis 15. Dezember

Muffelwild

1. August bis 31. Januar

Schwarzwild

1. August bis 31. Januar

Frischlinge

ganzjährig

(noch nicht einjährige Stücke)

 

Feldhasen

1. Oktober bis 31. Dezember

Wildkaninchen

1. Oktober bis 28. Februar

Jungkaninchen

ganzjährig

Füchse

16. Juni bis 28. Februar

Jungfüchse

ganzjährig

Waschbären

16. Juli bis 31. März

Jungwaschbären

ganzjährig

Marderhunde

1. September bis 28. Februar

Jungmarderhunde

ganzjährig

Baummarder

ganzjährige Schonzeit

Steinmarder

16. Oktober bis 28. Februar

Iltisse

16. Oktober bis 28. Februar

Hermeline

1. August bis 28. Februar

Mauswiesel

ganzjährige Schonzeit

Dachse

1. August bis 31. Oktober

Rebhühner

ganzjährige Schonzeit

Fasanen

16. Oktober bis 15. Januar

Wildtruthähne

16. März bis 30. April

Wildtuthennen

ganzjährige Schonzeit

Ringel- und Türkentauben

1. November bis 20. Februar

Höckerschwäne

1. November bis 20. Februar

Graugänse

01. August bis 31.August

 

1. November bis 15. Januar

siehe unten angeführte Beschränkung1)

Kanadagänse

1. November bis 15. Januar

siehe unten angeführte Beschränkung1

Nilgänse*

1. August bis 15. Januar
siehe unten angeführte Beschränkung1)

Bläß-, Saat-, und Ringelgänse

ganzjährige Schonzeit

Stockenten

16. September bis 15. Januar

Pfeif-, Krick-, Spieß-, Berg-, Reiher-, Tafel-, Samt- und Trauerenten

ganzjährige Schonzeit

Waldschnepfen

16. September bis 15. Januar

Blässhühner

11. September bis 20. Februar

Lach- und Silbermöwen

1. Oktober bis 10. Februar

Sturm-, Mantel- und Heringsmöwen

ganzjährige Schonzeit

Eichelhäher

ganzjährige Schonzeit

Rabenkrähe

1. August bis 20. Februar

Elster

1. August bis 28. Februar

Kormoran

16. September bis 15. Februar

 

siehe unten angeführte Beschränkung2)

1)          Grau-, Kanada- und Nilgänse genießen Schonzeit vom 15. Oktober bis 15. Januar  innerhalb der Grenzlinien folgender Gebiete:

a.      Unterer Niederrhein:
Schnittpunkt Bahnlinie (außer Betrieb)/Staatsgrenze Bundesrepublik Deutschland/Königreich der Niederlande bei Kranenburg, Staatsgrenze bis B 8, B 8 bis B 220, B 220 bis Staatsgrenze, Staatsgrenze bis Gemeindegrenze Stadt Rees/Stadt Isselburg, Gemeindegrenze bis B 67, B 67 bis L 459, L 459 bis L 468, L 468 bis B 8, B 8 bis L 396, L 396 bis B 8, B 8 bis L 287, L 287 bis A 42, A 42 bis Bahnlinie, Bahnlinie bis Xanten, Bahnlinie (außer Betrieb) über Kleve, Kranenburg bis Staatsgrenze.

b.      Weseraue:
Schnittpunkt B 61/Landesgrenze Nordrhein-Westfalen/Niedersachsen, Landesgrenze bis Bahnlinie, Bahnlinie bis K 39, K 39 bis B 482, B 482 bis Wehr bei Lahde, Wehr, linkes Weserufer bis L 770, L770 bis B 61, B 61 bis Landesgrenze.

2 Kormorane Sachliche Beschränkungen

Bleischrot darf beim Abschuss von Kormoranen nicht verwendet werden. Zur Nachsuche sind brauchbare Jagdhunde zu verwenden.

Nach Absatz 1 getötete Kormorane sind von den Besitzverboten des § 42 Abs. 2 Satz 1 Nr. 1 Bundesnaturschutzgesetz ausgenommen. Die Vermarktungsverbote nach § 42 Abs. 2 Nr. 2 Bundesnaturschutzgesetz bleiben unberührt.

Örtliche Beschränkungen

Nur Kormorane, die sich auf, über oder näher als 100 Meter an einem stehenden oder fließenden Gewässer nach § 1 Abs. 2 des Landesfischereigesetzes Nordrhein-Westfalen (LFischG) befinden.

Nicht erlegt werden dürfen Kormorane

  • in einem befriedeten Bezirk nach § 4 des Landesjagdgesetzes Nordrhein-Westfalen (LJG-NRW),
  • in einem Nationalpark, einem Naturschutzgebiet oder in einem in der Bekanntmachung der Europäischen Vogelschutzgebiete in Nordrhein-Westfalen vom 17. Dezember 2004 (SMBl. NRW. 1000) genannten Gebiet,
  • an oder auf einem Privatgewässer nach § 1 Abs. 4 Landesfischereigesetz sowie einem nach § 2 Landesfischereigesetz einem Privatgewässer gleichgestellten Gewässer, sofern der Nutzungsberechtigte sein Einverständnis zum Abschuss nicht schriftlich erklärt hat.

Zeitliche Beschränkungen

Die Zulassung nach § 1 Abs. 1 ist beschränkt auf die Zeit vom 16. September bis 15. Februar und auf die Tageszeiten, in denen nach den örtlich gegebenen äußeren Umständen die Gefahr der Verwechslung mit anderen Vogelarten nicht besteht.

Personenbezogene Voraussetzungen

Zum Abschuss nach § 1 Abs. 1 ist berechtigt, wer einen gültigen Jagdschein besitzt und

  • in dem jeweiligen Bereich jagdausübungsberechtigt ist oder
  • von der in dem jeweiligen Bereich jagdausübungsberechtigten Person zum Abschuss ermächtigt worden ist.

Der Abschuss nach § 1 Abs. 1 ist der befugten Jagdausübung im Sinne des § 13 Abs. 6 des Waffengesetzes gleichgestellt.

Anlagen zur Fischzucht oder Fischhaltung

Die Inhaberinnen und Inhaber von eingefriedeten Anlagen zur Fischzucht oder Fischhaltung nach § 1 Abs. 3 Landesfischereigesetz , die im Haupt- oder Nebenerwerb betrieben werden, sind, sofern sie einen gültigen Jagdschein besitzen, abweichend von § 4 Abs. 1 Nrn. 1 und 2 zum Abschuss innerhalb der Einfriedung berechtigt, wenn sich Kormorane auf oder über dem Betriebsgelände befinden.

Berichtspflichten

  • Die Jagdausübungsberechtigten haben der Unteren Jagdbehörde bis zum 15. April jeden Jahres auf dem Formblatt „Jährliche Streckenmeldung“ die Zahl der im Vorjahr abgeschossenen Kormorane mitzuteilen.
  • Die Inhaberinnen oder Inhaber von Anlagen im Sinne von § 5 Abs. 1 haben der Unteren Landschaftsbehörde bis zum 15. April jeden Jahres die Gesamtzahl der im Vorjahr in ihren Anlagen abgeschossenen Kormorane schriftlich mitzuteilen. Hierzu ist das Muster der Anlage zu verwenden.
  • Bei beringten Kormoranen haben die Berichtspflichtigen nach Absatz 1 und 2 außerdem das Datum des Abschusses und die Aufschrift des Ringes mitzuteilen.