Im diesjährigen KOMM-IN-Prozess geht es um die Frage, welche Medien wie und wann und wozu von den Hattingern genutzt werden. Im Mittelpunkt der Aktionen steht eine Umfrage, die sich je zur Hälfte an "eingeborene" und "zugewanderte" Bevölkerung richten wird. Mindestens 300 Hattinger Einwohner sollen befragt werden. Die Befragung wird etwa ein Viertelstunde dauern und wurde vom Instituts für soziale Innovation, das im Auftrag der Stadt den Prozess begleitet und für Umfrage und Auswertung zuständig ist, entwickelt.
"Wir wissen, dass die Ergebnisse nicht hundertprozentig repräsentativ sein können, dazu ist die Stichprobe zu klein. Aber wir werden mit Sicherheit Trends herausbekommen und im Laufe der Umfrage wichtige Hinweise erhalten", so Thomas Griesohn-Pflieger, Pressereferent der Stadt und Mitarbeiter in der internen Steuerungsgruppe des Prozesses.
Starke Bürgerbeteiligung, auch Redaktionen werden befragt
Da sich sowohl das Medienangebot als auch die Mediennnutzung der Menschen in den letzten Jahren stark verändert habe, wolle sich die Stadt Entscheidungshilfen erarbeiten, mit denen man auf die neue Situation reagieren könne. "Der globale Trend ist: weniger Zeitung - mehr Internet. Weniger pauschale Inforamtion - mehr individuelle Information. Wir wollen wissen, wie die Lage in Hattingen ist und auf welche Medien die Stadt in Zukunft setzen soll." Der Gebrauch der Medien ist in den verschiedenen Altersstufen, Schichten und Quartieren der einheimischen Bevölkerung schon stark unterschiedlich. Erst recht wird die Lage unübersichtlich, wenn man die verschiedenen Migrantengruppen hinzunimmt. Ein Grund, die Mediennutzung im Rahmen des auf Integration ausgerichteten vom Lande finanzierten KOMM-IN-NRW Projektes zu untersuchen.
Erfreulich war die starke Bürgerbeteiligung bei der Vorstellung der Umfrage. Hatten sich nur 25 Interessierte bei Koordinator Bernd Baumhold angemeldet, so standen zum Schluss 38 Namen auf der Teilnahmeliste. Ein Interesse, das Mut macht und die positive Entwicklung der letzten Monate bestätigt. Noch vor den Sommerferien wird es eine Kurzschulung für die gewonnenen Interviewer geben, um möglichst bald mit der Umfrage beginnen zu können. Auch die Medien selbst werden einbezogen, denn die lokalen Redaktionen werden ebenfalls zur Problematik befragt und über die Ergebnisse informiert.
Quelle: Presseinformation der Stadt Hattingen