Zensus 2011

Foto: © Statistisches Bundesamt

Seit Anfang Mai klingeln Interviewer bei Mitgliedern von 36.000 ausgewählten Haushalten an Ennepe und Ruhr an der Wohnungstür, es wird um Auskünfte zu Alter und Familienstand, Ausbildung und Beruf sowie Wohnsituation und Staatsangehörigkeit gebeten. Anlass der Befragung ist der Zensus 2011, die stichprobenartige Volkszählung findet europaweit statt und soll Daten darüber liefern, wie viele Menschen in einem Land, in einer Gemeinde leben, wie sie wohnen und arbeiten.

„Ein von uns Beauftragter legt den Haushalten einen Fragenbogen vor. Antworten sind Pflicht, einzig das Feld mit der Religionszugehörigkeit kann frei bleiben, Informationen über das Einkommen sind nicht gefragt. Ob sich die Mitglieder der ausgewählten Haushalte interviewen lassen, den Bogen in Papierform zu hause oder in der Erhebungsstelle ausfüllen oder online Rede und Antwort stehen, ist ihnen dabei selbst überlassen. Alle erhobenen Daten werden am Ende zentral und anonym erfasst“, macht Kreisdirektorin Iris Pott deutlich.

In Nordrhein-Westfalen gibt es 53 so genannte Erhebungsstellen, zuständig sind die kreisfreien Städte und Kreise. „Allerdings“, so Pott, „verfügt die Kreisverwaltung nicht über eine Statistikstelle, die die vom Gesetz aus Datenschutzgründen vorgeschriebenen Sicherheitsstandards wie abgetrennte Räumlichkeiten oder separates Computernetz erfüllt. Daher haben wir das Angebot der Stadt Witten, die Aufgabe für uns zu erledigen, angenommen.“ Erhebungsleiter im Wittener Rathaus ist Gerd Germakowsky.

Der Zensus 2011 ist die erste Volkszählung in Deutschland seit 1987. Anders als bisher werden dabei allerdings nicht mehr alle Einwohner befragt. Beim so genannten registergestützten Zensus werden in erster Linie die in den Verwaltungen vorhandenen Daten ausgewertet. Auf diese Weise kann im Vergleich zu einer traditionellen Volkszählung sowohl der Verwaltungsaufwand für die Durchführung des Zensus als auch die Zeit, die Bürger investieren müssen, deutlich verringert werden.

Zur Ermittlung der benötigten Daten werden vor allem die Melderegister der Kommunen, die Register der Bundesagentur für Arbeit, weitere erwerbsstatistische Register sowie Daten der Vermessungsverwaltungen genutzt.Informationen, die nicht aus diesen Verwaltungsregistern gewonnen werden können, wie beispielsweise Angaben zur Bildung, Ausbildung und Beruf, werden dann im Rahmen der interviewgestützten Stichprobe erhoben.

Links

Neben aktuellen Informationen, die die Kreisverwaltung unter "Pressemeldungen" auf dieser Seite veröffentlicht, finden sich im Internet auch umfangreiche Angaben rund um den Zensus 2011.

Internetseite des Statistischen Bundesamtes

Internetseite von IT.NRW

Informationen für befragte Bürger

Informationen für befragte Haus- und Wohnungseigentümer

Informationen für befragte Wohnungsunternehmen

Informationen für befragte Einrichtungsleitungen

Übersicht aller Musterfragebogen

Ansprechpartner

Zensus Erhebungsstelle
Rathaus der Stadt Witten
Tel.: 02302/581-1212
Fax: 02302/22932
Email: zensus2011(at)stadt-witten.de