Adipositas: Selbsthilfegruppe soll Betroffenen helfen

„Ich wiege das Doppelte von dem, was ich wiegen dürfte. Das zu viel an Gewicht führt zudem zu Wassereinlagerungen, Arthrose und Lymphödemen.“ Die Betroffene aus dem südlichen Ennepe-Ruhr-Kreis war in der Pubertät in einen Frust - Essen - Frust Kreislauf geraten. Stress und Mobbing waren die Ursachen für ein ebenso schleichendes wie permanentes Zunehmen.

„Obwohl ich gar nicht mehr so viel esse, schaffe ich es heute einfach nicht abzunehmen. Und für den Weg ins Sportzentrum bilden die Blicke anderer quasi unüberwindbare Hürden“, berichtet die junge Frau. Von vielen Mitmenschen fühlt sie sich abgestempelt, Tenor „Das ist doch deine eigene Schuld.“

Aus eigener Erfahrung weiß sie aber auch: Man muss manchmal Hürden überwinden, um etwas zu erreichen. Daher lädt sie ein, mutig zu sein ganz nach dem Motto: „Übergewichtige traut euch was!“

Aktivitäten sollen dazu beitragen, aus dem Schneckenhaus heraus zu kommen

In einer Selbsthilfegruppe hofft die Betroffene zusammen mit einem bereits bestehenden kleinen Kreis weiterer Interessierter auf Hilfe und  Unterstützung. Jenseits von Schuldzuweisungen und Vorwürfen sollen Erfahrungen ausgetauscht und Themen wie Ernährung, Bewegung und Gewichtsreduktion besprochen werden.

„Fachleute wie Ärzte, Psychologen oder Ernährungsberater könnten hier als Referenten sicher wertvolle Informationen liefern“, hat die Gruppe bereits viele Ideen, um die Treffen zu gestalten. Auch gemeinsame Aktivitäten sollen dazu beitragen, aus dem Schneckenhaus heraus zu kommen.

Die  Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfe KISS EN-Süd lädt zum Gründungstreffen am  Dienstag, 17. Oktober, um 18.00 Uhr in die KISS EN-Süd, Kölner Str. 25 in Gevelsberg ein. Weitere von Adipositas-Betroffene sind herzlich willkommen Weitere Informationen erhalten Interessierte bei der KISS EN-Süd, Tel.: 02332/664029.