Ausbildung in Teilzeit: Informationsangebot kam an

Gut besucht war das Informationsangebot rund um das Thema Ausbildung in Teilzeit./Foto: UvK/Ennepe-Ruhr-Kreis

Werben seit Jahren gemeinsam für Ausbildung in Teilzeit: Christa Beermann, Referentin Sandra Schäfer (SIHK), Jana Halm (QuaBed Witten), Bettina Schneider (Kompetenzzentrum Frau & Beruf Mittleres Ruhrgebiet), Sebastian Helpenstein (AWO EN), Sabine Neuhaus, (Jobcenter EN) und Damian Stronczik, VHS) sowie sitzend die Gleichstellungsbeauftragten Petra Bedow (Ennepe-Ruhr-Kreis) und Christel Hofschröer (Stadt Gevelsberg)./Foto: privat

„Wie immer in den letzten Jahren haben wir auch dieses Mal mit unserem Informationsangebot über Ausbildung in Teilzeit sehr gute Erfahrungen gemacht. In Gevelsberg konnten wir über 20 Interessierte begrüßen. Eine tolle Resonanz“. Das Fazit von Christa Beermann, Demografiebeauftragte des Ennepe-Ruhr-Kreis und Mitwirkende im Bündnis Teilzeitausbildung Ennepe-Ruhr, fällt rund um positiv auf.

Weiterer Pluspunkt des Informationsfrühstücks in den Räumen der VHS Ennepe-Ruhr-Süd:  Das Teilnehmerfeld war bunt gemischt, potentielle Auszubildende, Kommunen, sowie Beschäftigte von Bildungsträgern und des Jobcenters EN waren der Einladung gefolgt.

Mit der Veranstaltung hat das Bündnis zum wiederholten Mal aufgezeigt, wie Ausbildung in Teilzeit gelingen kann, welche Voraussetzungen zu erfüllen sind und welche Anforderungen gestellt werden. Auf dem Programm standen neben zahlreichen Fakten auch Beispiele aus der Praxis.

Betriebe sind mit Teilzeitausbildenden häufig mehr als zufrieden

„Familiären Pflichten und die Herausforderung einer Ausbildung unter einen Hut zu bringen, das war lange nahezu unmöglich. Insbesondere für junge Mütter waren damit die Chancen auf einen qualifizierten Arbeitsplatz vergleichsweise gering. Mit der steigenden Bereitschaft von Unternehmen, eine Ausbildung in Teilzeit anzubieten, hat sich hier erfreulicherweise einiges zum Positiven verändert“, erläutert Beermann.

Die Werbung des Bündnisses halte, was sie verspreche. Aus Betrieben, die sich darauf eingelassen haben, in Teilzeit auszubilden, erhalte man mit Blick auf den Nachwuchs beispielsweise häufig die Rückmeldung, sie seien besonders verantwortungsbewusst und reifer als andere Auszubildende, gut organisiert und einsatzfreudig.

Aus Vollzeit kann auch Teilzeit werden

Eine Erklärung für diese an den Tag gelegten Qualitäten: Teilzeitauszubildende haben im Gegensatz zu ihren Vollzeitkollegen bereits Verantwortung für Kinder oder Angehörige zu tragen, müssen ihr Leben straffer organisieren und versuchen, möglichst viel möglichst effektiv unter einen Hut zu bringen.

So verwundert es nicht: Viele Betriebe, die sich einmal für einen Auszubildenden in Teilzeit entschieden haben, wiederholen das Angebot. Bewährt habe sich das Modell auch immer dann, wenn eine bereits bestehende Vollzeit Ausbildung wegen Nachwuchses nicht beendet werden konnte und daher auf Teilzeit umgestellt wurde. Das Unternehmen kann dann einen eingearbeiteten Lehrling behalten, muss nicht neu suchen und die Betroffene kann ihren Weg weitegehen.

Stichwort Bündnis Teilzeitausbildung Ennepe-Ruhr

Das Bündnis für Teilzeitausbildung im Ennepe-Ruhr-Kreis wirbt seit fast zehn Jahren für diese Form des Berufseinstiegs. Mit Blick auf den demografischen Wandel und die zukünftigen Schwierigkeiten für Unternehmen, Auszubildende zu finden, sehen die Initiatorinnen im Teilzeitmodell einen Pluspunkt für Firmen, wenn es darum geht, für den Nachwuchs attraktiv zu sein und qualifizierte Beschäftigte zu gewinnen.

Zum Bündnis zählen: SIHK zu Hagen, Handwerkskammer Dortmund, AWO, HAZ Arbeit+Zukunft, VHS Ennepe-Ruhr-Süd, QuaBed, Agentur für Arbeit, Jobcenter EN, Kompetenzzentrum Frau & Beruf Märkische Region, Regionalagentur Mittleres Ruhrgebiet, Bildungszentrum des Handels, Netzwerk W(iedereinstieg) EN, der Ennepe-Ruhr-Kreis und die Stadt Gevelsberg.

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