AVU: „Wir bleiben ein verlässlicher Partner der Region“

Uwe Träris (re.), AVU-Vorstand, und Hans-Jörg Beckmänning, kaufmännischer Prokurist, stellten die Ergebnisse des Geschäftsjahres 2017 vor./Foto: Bernd Henkel/AVU

Später als in den Vorjahren, aber mit gleichem, kontinuierlichem Erfolg schließt die AVU das Geschäftsjahr 2016 ab. Auf der Hauptversammlung beschlossen der Ennepe-Ruhr-Kreis, die Städte Gevelsberg, Schwelm und Ennepetal sowie die innogy SE als Aktionäre eine Gewinnausschüttung von 14,4 Millionen Euro. Das entspricht 1 Euro Dividende je Aktie und liegt damit auf Vorjahresniveau.

„Wir haben unsere Zusagen gegenüber den Anteilseignern halten können und das in einem immer dynamischer werdenden Markt“, erklärte AVU-Vorstand Uwe Träris auf der Bilanzpressekonferenz des Unternehmens. Der Gewinn des Unternehmens ist seit 2011 stabil. Beiträge hierfür lieferten auch die beiden wichtigsten Beteiligungsgesellschaften AVU Netz und AVU Serviceplus sowie die guten Ergebnisse der Finanzanlagen. „Wir sind solide aufgestellt“, betonte Träris.

Verkauf von Strom und Gas ging zurück

Der Wettbewerb im Strom- und Gasbereich bleibt intensiv. Darin begründet liegt für die AVU der Umsatzrückgang für das vergangene Geschäftsjahr, das mit Ausnahme der Weitergabe einer erhöhten EEG-Umlage und der regulierten Netzentgelte bei Strom und Gas von stabilen Preisen gekennzeichnet war.

Unter dem Strich gingen die Absatzmengen für Strom und Gas im Vergleich zum Vorjahr um 11,5 beziehungsweise 17,4 Prozent zurück. Beim Wasser blieb der Absatz stabil. Den Marktanteil im Netzgebiet - Ennepe-Ruhr-Kreis ohne Herdecke und Witten - beziffert die AVU auf „knapp über 80 Prozent bei Strom und Gas“.

Im Markt der Zukunft neue Kunden gewinnen

Die regionale Wertschöpfung der AVU ging um 2,2 Millionen Euro auf 70 Millionen Euro zurück. Die Summe errechnet sich aus Dividende, Konzessionsabgaben, Gewerbesteuerzahlungen an alle Städte des Kreises, Beschaffungskosten, Lohnzahlungen sowie weiterer Steuern und Spenden.

„Wir müssen sowohl Strom- und Gasangebote für die digitale Welt entwickeln als auch neue Kunden gewinnen“, skizzierte Träris eine der Herausforderungen für die Zukunft. Gleichzeitig freute er sich über die Kunden, die dem Versorgen seit Jahren die Treue halten. „Ihr Vertrauen werden wir nicht enttäuschen, wir sind ein verlässlicher Partner, wenn es um Energie und Wasser geht.“

Digitale Stromzähler werden kommen

Wie bei allen Stadtwerken der Branche weiß man bei der AVU, dass ein grundlegender Umbruch der Energieversorgung begonnen hat. Sowohl die Kundenansprüche als auch die technischen Möglichkeiten werden immer digitaler. Die Herausforderungen der Energiewende wollen sich die Gevelsberger stellen.

Als Beispiele nannte Träris die steigende Zahl dezentraler Einspeiser ins Stromnetz samt Mieterstrom-Modell für die Nutzung von Photovoltaik-Strom als Dienstleistung vor allem für die Wohnungswirtschaft sowie die großflächige Umrüstung auf digitale Stromzähler.

Quelle: Presseinformation der AVU Gevelsberg