Ehrenamtliche Sprachlehrer drücken die Schulbank

Zweimal im Monat treffen sich die ehrenamtlichen Sprachhelfer in Sprockhövel./Foto: UvK/Ennepe-Ruhr-Kreis

Los geht der Kurs mit einem Experiment: Die Teilnehmer sollen sich begrüßen, ihr Heimatland nennen und sich wieder verabschieden. Der Haken: Das Ganze bitte auf Russisch. Schnell merken alle: In einer völlig fremden Sprache werden schon solche selbstverständlichen Redewendungen zu einer Herausforderung. Nicht nur die Aussprache ist trotz Anleitung äußerst kompliziert, auch die gelernten Vokabeln sind scheinbar sofort wieder vergessen.

Schauplatz des Experimentes ist das DRK Sprockhövel. Um sich fortzubilden, treffen sich hier an zwei Samstagen ehrenamtliche Sprachlehrer aus dem gesamten Ennepe-Ruhr-Kreis. Die vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge geförderte Schulungsreihe „FEELS“ des Goethe Instituts wird in Kooperation mit dem Kommunalen Integrationszentrum organisiert und über das Landesprogramm KOMM-AN gefördert.

Teilnehmer loben das Angebot

„Erklären und Einführen, Üben und anschließendes Anwenden“, nennt Dozentin Dr. Natalia Inozemtseva nach dem Experiment die zentralen Regeln guten Unterrichts. Ebenso wichtig sind Übungen zu Wortschatz, Phonetik, Lese- und Hörverstehen. Einen wichtigen Beitrag für ein lockeres und aktives Lernklima kann zudem das Arbeiten in Gruppen liefern, unerlässlich ist der sichere und gezielte Einsatz von Büchern und Arbeitsheften. „Für ehrenamtliche Sprachlehrer wie Sie, stellt das Goethe Institut online Materialien bereit, die sie kostenlos nutzen können“, verrät Dr. Inozemtseva.

Tipps wie dieser aber auch die Herausforderung, eine Unterrichtsstunden zu planen und die Ergebnisse der Gruppe vorzustellen, kommen bei den 14 Teilnehmern gut an. „Ich finde den Kurs sehr ansprechend, die Dozentin ist kompetent, hat die verschiedenen Methoden sehr ansprechend vermittelt und sich auch an unseren Wünschen orientiert“, äußerte sich ein Teilnehmer beim abschließenden Feedback.