„Eine Welt für Alle“ ist für Grundschüler vielfältig und farbenprächtig

Landrat Olaf Schade begrüßt die Grundschüler, Initatior Roman Kruzycki und die heimischen Künstler im Kreishaus.

Bunt und lebensfroh gestalteten die Grundschüler ihre Arbeiten./Fotos: UvK/Ennepe-Ruhr-Kreis

Lebensfroh und bunt sind die phantasievollen Kunstwerke - ganz so, wie die Schüler der Katholischen Grundschule Ennepetal sich „Eine Welt für Alle“ vorstellen. Unter diesem Motto haben die Kinder sich künstlerisch mit den Themen Integration, Toleranz und Willkommenskultur auseinander gesetzt. Jetzt schmücken die farbenprächtigen Bilder und Willkommensschilder das Foyer des Kreissitzungssaals der Kreisverwaltung in Schwelm.

„Auch ich will einen bunten Ennepe-Ruhr-Kreis, in dem Menschen aus den verschiedensten Nationalitäten sich so freundschaftlich begegnen, wie in euren Bildern“, begrüßt Landrat Olaf Schade die Nachwuchskünstler zur Ausstellung im Kreishaus.

Jeder Mensch ist einzigartig, aber zusammen sind wir ein Meisterwerk

Mit unterschiedlichen künstlerischen Techniken haben die Schüler beispielsweise Willkommensschriftzüge in verschiedenen Sprachen in „Zentangel-Technik“ erschaffen. Auch Bilder von sich reichenden Händen, küssenden Paaren und Begrüßungsritualen mit Kaffee und Tee zieren aktuell die Wände im Kreishaus. Papierhände, bemalt mit den verschiedenen Nationalflaggen, bilden die Blüten von großen Blumen. „Jeder Mensch von uns ist einzigartig, aber zusammen sind wir ein Meisterwerk“ lautet der Titel dieser Blumen-Bildserie.

„Kinder gehen so unbefangen und selbstverständlich mit dem Thema Integration um. Ich würde mir wünschen, dass auch einige Erwachsene sich da noch was abgucken würden“, stellte Schulleiterin Irmgard Flügel fest.

Heimische Künstler haben die Schüler unterstützt

Seit Beginn des Jahres arbeiten die Schüler der Klassen zwei, drei und vier der Ennepetaler Grundschule bereits an dem Projekt, das Roman Kruzycki ins Leben gerufen hat. Der Arzt betreibt eine Chirurgische Praxis in Ennepetal. Dort war die Ausstellung bereits im März zu sehen gewesen.

Kruzycki hat das geschäftige Treiben, Basteln und Pinseln der Kinder zusätzlich in unzähligen Fotos festgehalten. „Das war gelebte Integration. Kinder aus den verschiedensten Ländern haben gemeinsam an einem Werk gesessen“, erinnert er sich. Unterstützt wurden die Schüler von den heimischen Künstlern Irmtraut Werthschulte, Silvia Straube Holbach, Johannes Dennda und Markus Nottke.

Insgesamt sind 40 Arbeiten entstanden. Neben verschiedenen Bilderserien auch eine fast zwei Meter hohe Willkommenssäule und von der Decke schwebende Ketten mit Willkommensgrüßen. Zu sehen sind die farbenfrohen und gelungenen Werke im Foyer des Kreissitzungssaals noch bis zu den Sommerferien am 8. Juli.

„Ich freue mich sehr, die Bilder dieses tollen Projektes jetzt hier im Kreishaus zu sehen, wo sie einem breiten Publikum zugänglich sind“, freut sich Schade. Denn Kunst werde eben auch erschaffen, um sich zu präsentieren und seine Betrachter zum Nachdenken anzuregen.