Empfang für Laien-Sprachmittler im Kreishaus

Beim Empfang der Laien-Sprachmittler im Kreishaus trafen die rund 50 Ehrenamtlichen das erste Mal zusammen, konnten Fragen stellen und sich untereinander näher kennen lernen. UvK/ Ennepe-Ruhr-Kreis

Beim Empfang der Laien-Sprachmittler im Kreishaus trafen die rund 50 Ehrenamtlichen das erste Mal zusammen, konnten Fragen stellen und sich untereinander näher kennen lernen.

Der Aufruf hat seine Wirkung nicht verfehlt: Ende letzten Jahres hatte das Kommunale Integrationszentrum des Ennepe-Ruhr-Kreises Laien-Sprachmittler zur Mitarbeit aufgerufen. Mittlerweile kann im Kreishaus aus einem Pool von 50 Ehrenamtlichen geschöpft werden. Ihre Aufgabe: Sie unterstützen neuzugewanderte Menschen und übersetzen bei Gesprächen mit öffentlichen Einrichtungen wie Sozial-, Jugend- oder Gesundheitsämtern sowie Beratungsstellen und Bildungseinrichtungen.

„Der Bedarf an sprachlicher Unterstützung in alltäglichen Situationen ist hoch. Viele der von Ihnen Begleiteten würden sich bei ihren Terminen ohne Sie nur unzureichend verständigen können. Da professionelle Dolmetscher als Alternative fast nie infrage kommen, ist Ihre Tätigkeit so wertvoll und wichtig. Sie verhindern Missverständnisse und sorgen für notwendige Klarheit und Sicherheit“, lobte Kreisdirektorin Iris Pott die Engagierten bei einem Empfang im Schwelmer Kreishaus.

Bislang viele positive Rückmeldungen

Das KI hatte sie eingeladen, um Kontakt und Austausch zu fördern. „Würden Sie alle jetzt hier Ihre Kenntnisse einbringen, wäre das Sprachengewirr vielfältig“, machte KI-Mitarbeiterin Bernadette Osterburg mit Blick auf die Fähigkeiten der Gäste deutlich. In der Kartei hat das KI schließlich Helfer, die sowohl arabische und afrikanische als auch Sprachen aus Süd-, Mittel- und Osteuropa beherrschen.

Zum Einsatz kamen sie in den letzten Monaten u.a. in Schulen bei Eltern- und Aufnahmegesprächen aber auch bei Behörden und Ämtern, wo sie halfen, die oft komplizierte Darstellung von Sachverhalten zu deutlich erleichterten. „Erfreulich ist natürlich, dass alle Rückmeldungen, die uns vorliegen, durchweg positiv sind“, hob Osterburg hervor.

Angebot ausschließlich für öffentliche Einrichtungen

Aufgelockert wurde das Treffen durch Erol Karakurt, den die Ehrenamtlichen bereits aus der von ihnen absolvierten Schulung kannten. Damit sich die Schulungsgruppen auch untereinander kennenlernen, führte er durch eine Vorstellungsrunde und zeigte zwei humorvolle Videoclips als Gesprächsanregung.

Der Laien-Sprachmittlerpool steht öffentlichen Einrichtungen wie Behörden sowie Bildungs- und Beratungseinrichtungen zur Verfügung. Privatpersonen können nicht beauftragen. Interessierte Organisationen, die das Angebot nutzen möchten, melden sich beim Kommunalen Integrationszentrum, Ansprechpartnerin ist Bernadette Osterburg, Tel. 02336/93 2688, Email: ki@en-kreis.de.

Interessierte Ehrenamtliche werden weiterhin gesucht

Dort können sich auch noch denjenigen melden, die sich als Laien-Sprachmittler einbringen möchten. Gesucht sind vor allem die, die afrikanische Sprachen oder Rumänisch sprechen. Wer sich meldet, wird ins Schwelmer Kreishaus eingeladen. Themen sind dann das Einschätzen der eigenen Sprachkenntnisse sowie die Aufgaben und der Ablauf des Übersetzens. Für ihren anschließenden Einsatz erhalten die Sprachmittler eine Ehrenamtspauschale von 15 Euro für die erste Stunde und 5 Euro für jede weitere angefangene halbe Stunde.