Flüchtlingshilfe: Kreisverwaltung bot „Fragestunde Ehrenamt“

In der "Sprechstunde Ehrenamt" lieferte die Kreisverwaltung Flüchtlingshelfern Antworten auf viele Fragen./Foto: UvK/Ennepe-Ruhr-Kreis

Was ist zu machen, wenn Briefe und Bescheide nicht ordnungsgemäß zugestellt werden oder Daten von Geflüchteten nicht korrekt erfasst wurden? Ist eine Abschiebung trotz eines laufenden Ausbildungsvertrages möglich? Was kann man tun, wenn ein betriebliches Praktikum mit einem Integrationskurs kollidiert? Fragen wie diese werden Ehrenamtlichen im Ennepe-Ruhr-Kreis regelmäßig von Flüchtlingen gestellt.

Um sie zu unterstützen, hatte die Kreisverwaltung zur „Fragestunde Ehrenamt“ eingeladen. Mitarbeiter des Kommunalen Integrationszentrums des Ennepe-Ruhr-Kreises (KI), der Ausländerbehörde, des Jobcenters EN und des Fachbereichs Soziales und Gesundheit standen den Engagierten Rede und Antwort.

Anfrage wurden gebündelt und beantwortet

„Parallel zur steigenden Zahl von Hilfsangeboten für Neuzugewanderte haben wir in den letzten Monaten ein deutliches Plus bei den Anfragen verzeichnet. Dies war für uns Anlass, die Ehrenamtlichen aufzurufen, uns mitzuteilen, was sie wissen wollen und müssen“, berichtet Laura Kleinsimlinghaus vom KI. Alle Anliegen wurden gebündelt und an die zuständigen Fachbereiche und Sachgebiete innerhalb der Kreisverwaltung weitergeleitet.

Die Ergebnisse waren dann Thema in der „Fragestunde Ehrenamt“. „Besonders positiv war der persönliche Austausch auf Augenhöhe zwischen den Mitarbeitern der Behörden und uns Ehrenamtlern. Zudem war das Treffen hilfreich, um Unklarheiten bei Zuständigkeiten klären zu können“, wertet Saoirse Mary Hogan, engagierte Helferin im Frauencafé in Hattingen, das Angebot als Gewinn.

Nächste Fragestunde wird folgen

Kleinsimlinghaus kündigte an, die Inhalte sowie die Ergebnisse und Erkenntnisse der „Fragestunde Ehrenamt“ allen Interessierten zur Verfügung zu stellen. „Diese Zusammenfassung kann genutzt werden, um bei Bedarf regelmäßig abgefragte Informationen nachlesen zu können und verfügbar zu haben.“ Zudem ist eine Fortsetzung der „Fragestunde“, die mit Mitteln aus dem Landesprogramm „KOMM-AN NRW“ finanziert wird, geplant.