Netzwerk Inklusion EN – gemeinsam für inklusive Arbeitsplätze

Besucher und Experten im regen Austausch

Landrat Olaf Schade (Mitte) im lockeren Gespräch beim Start des Business Breakfasts

P. Riesner, Inklusionsbeauftragte des Kreises, im Austausch mit U. Adloch, Leiter des LWL Integrationsamts Westfalen

Angeregte Unterhaltungen bei guter Atmosphäre

Rundgang durch den CapBaumarkt, M. Schmitt erklärt das Konzept, interessiert mit dabei: Landrat O. Schade, Gastredner U. Adloch, A. Hinterthür (Fachbereichsleiterin Gesundheit und Soziales)

Austausch in Gebärdensprache: Unterhaltung mit Gehörlosenberaterin M. Terbeck (Mitte) über Einstellungschancen für Gehörlose.

D. Luttermann (re.), InkluDia gGmbH, Integrationsunternehmen im Gastro-Bereich, zeigt wie mit Hilfe von Fotos jedes einzelnen Kochschritts die Zubereitung eines Salats für ihre Mitarbeiter, die verschiedene Behinderungen haben, einfacher wird.

A. Clevermann (re.) vom Jobcenter EN stellt mithilfe einer Gebärdensprachendolmetscherin einer gehörlosen Interessierten freie Stellen vor.

Anlässlich des diesjährigen Europäischen Protesttags zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung (05.05.) hat das Jobcenter EN und der Fachbereich Gesundheit und Soziales in Kooperation mit der Wirtschaftsförderungsagentur Ennepe-Ruhr und der SIHK im CapBaumarkt in Witten für Unternehmer aus der Region ein Business Breakfast und gleichzeitig für Interessierte einen „Markt der Möglichkeiten“ organisiert. Thema der Veranstaltung war das erst kürzlich von beiden Fachbereichen des Ennepe-Ruhr-Kreises initiierte „Netzwerk Inklusion EN“ – Gemeinsam für inklusive Arbeitsplätze.

Ziel: Für Arbeitsplätze für Menschen mit Handicap werben

Rund 50 Unternehmen und Institutionen folgten der Einladung, um sich in Witten über die Möglichkeiten der Beschäftigung von Menschen mit Behinderung zu informieren. Die beiden Fachbereiche des Ennepe-Ruhr-Kreises haben die Veranstaltung genutzt, um das erst kürzlich neu gegründete „Netzwerk Inklusion EN“ sowie eine digitale Netzwerkkarte für den EN-Kreis vorzustellen.

Mit dem Leiter des LWL Integrationsamts Westfalen, Ulrich Adloch, konnte ein langjähriger Experte in Sachen Menschen mit Behinderung und Arbeit als Gastredner gewonnen werden. Adloch machte mit einem Impulsvortag auf spezielle Förderprogramme und Ausbildungschancen für Menschen mit Behinderung sowie die Wichtigkeit von Praktikumsplätzen aufmerksam und warb damit bei den anwesenden Unternehmen, Menschen mit Behinderung einzustellen. 

Auch Landrat Olaf Schade, Schirmherr des Netzwerks Inklusion EN sowie Wittens Bürgermeisterin Sonja Leidemann sprachen sich in ihrem Grußwort für inklusive Arbeitsplätze im Ennepe-Ruhr-Kreis aus. Moderiert wurde das Business Breakfast von Christian Münch, Inklusionsberater SIHK Hagen. „Egal, was Sie über die Arbeit des Finanzministers Wolfgang Schäuble denken, mit seinem Rollstuhl hat es nichts zu tun“, macht Münch in seiner Ansprache deutlich und spricht für Menschen mit Handicap, für Inklusion am Arbeitsmarkt.

Anschließend konnte der CapBaumarkt als bereits sichtbarer Netzwerkpartner des Netzwerks in einem Rundgang besichtigt werden. Mit seinem Konzept bietet der CapBaumarkt Langzeitarbeitslosen sowie Menschen mit Behinderung eine Beschäftigung, damit den Einstieg in eine selbstbestimmtere Lebensführung und verbesserte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben.

Zweigeteiltes Informationsangebot: "Markt der Möglichkeiten" mit Ständen

„Genau darum geht es unserem Netzwerk ja. Wir sind froh, dass der CapBaumarkt bereits zu unseren Partnern zählt“, so Patricia Riesner, Inklusionsbeauftragte des EN-Kreises. „Nach dem Business Breakfast“, so Riesner mit Blick auf den zweiten Teil des Tages, „hatten auch andere Interessierte die Möglichkeit, unseren Markt der Möglichkeiten zu besuchen.“

Im CapBaumarkt warteten auf sie insgesamt elf Thementische. Vertreten waren unter anderen die Jobcenter Hagen und Ennepe–Ruhr, die Arbeitsagentur Hagen, der LWL, Agentur Mark, die SIHK Hagen, Werkstätten für Menschen mit Behinderung, das Berufsbildungswerk der Evangelischen Stiftung Volmarstein und das Integrationsunternehmen InkluDia, die Gehörlosenberatung, die Fachstelle für Menschen mit Behinderungen und der Integrationsfachdienst.

„Auf der einen Seite“, so Vassiliki Stadimos, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Jobcenter EN, „stellten inklusive Arbeitgeber Arbeitsplätze in ihren Betrieben vor. Auf der anderen Seite hatten Menschen mit Behinderungen, die eine Bewerbung planen, die Chance, sich zu Themen rund um Beschäftigung zu informieren. Wer eine Bewerbung dabei hatte, konnte sie vor Ort von einem Profi sichten lassen.“

Veranstaltung war ein voller Erfolg

Die Veranstalterinnen zeigten sich sehr zufrieden: „Wir wollten die Arbeitgeber für die Themen sensibilisieren und hatten viele, viele Gespräche, dabei gab es auch den einen oder anderen Aha-Effekt“, sagen Riesner und Stadimos. „Die Veranstaltung war ein voller Erfolg, wir sind rundum glücklich“, resümieren beide. Zielgruppe des Business Breakfasts waren Fach- und Führungskräfte produzierender Unternehmen aus dem Ennepe-Ruhr-Kreis und benachbarter Regionen.

„Gemeinsam möchten wir Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderungen schaffen“, erklärt Stadimos den Leitgedanken des Netzwerks. „Zu diesem Zweck haben wir gemeinsam das Netzwerk Inklusion EN initiiert. Mit unserer Veranstaltung wollten wir Impulse an die Wirtschaft geben, die Öffentlichkeit für das Thema Arbeitsplätze für Menschen mit Handicap sensibilisieren und unseren Netzwerkpartnern die Möglichkeit bieten, sich vorzustellen. Es ging darum aufzuzeigen, wer was für die Inklusion macht“, so Stadimos. Besonders erfreulich: Gleich zehn Unternehmen meldeten sich direkt im Anschluss an die Veranstaltung für eine Teilnahme am Netzwerk Inklusion EN an.

Stichwort „Netzwerk Inklusion EN - Gemeinsam für inklusive Arbeitsplätze“

Das Netzwerk ist das Ergebnis einer gemeinsamen Initiative der Fachbereiche Jobcenter EN und Soziales und Gesundheit der Kreisverwaltung. Sie wollen zukünftig mit allen inklusionsrelevanten Akteuren in noch engerer Kooperation Menschen mit Behinderungen auf ihrem Weg in Ausbildung und Arbeit beraten, begleiten und unterstützen. Zudem wird eine digitale Netzwerkkarte aufgebaut. Sie soll Interessierten wie Betroffenen schnell und unkompliziert alle zuständigen Ansprechpartner zeigen. Wer im Ennepe-Ruhr-Kreis und der nahen Umgebung Akteur im Bereich Inklusion ist, aber auch Unternehmer/-in, der/die bereits inklusive Arbeitsplätze anbietet und Interesse daran hat, sich dem Netzwerk anzuschließen, kann sich bei Vassiliki Stadimos vom Jobcenter EN melden, Email: Vassiliki.Stadimos(at)en-kreis.de.

Alles zum Thema Inklusion am Arbeitsmarkt des Jobcenters EN finden Sie hier.

Alles zum Thema Netzwerk Inklusion EN finden Sie hier.

Die Netzwerkkarte des Netzwerks Inklusion EN finden Sie hier.

Der CapBaumarkt im Internet: www.capbaumarkt.de