Projekt InkHagEN: Traumjob „Inklusion behinderter Menschen fördern“

Gabriele Ostholt, diplomierte Sozialpädagogin und Fremdsprachenassistentin: Ihr Traumjob „Anderen helfen“. Foto: © Vassiliki Stadimos, Jobcenter EN

Projekt InkHagEN: Gabriele Ostholt im Gespräch mit Sabine Schoen, Fachkoordinatorin für Inklusion, Rehabilitation und Schwerbehinderte beim Jobcenter EN, bei der Vorstellung des Projektes in Witten. Foto: © Vassiliki Stadimos, Jobcenter EN

Projekt InkHagEN: Die aktuell am Inklusionsprojekt Teilnehmenden mit Ihren Jobcoaches der FAW und der Fachkoordinatorin des Jobcenters EN bei der Vorstellung des Projektes. Foto: © Vassiliki Stadimos, Jobcenter EN

Gabriele Ostholt ist stark sehbehindert. Das hat die 38-Jährige nicht daran gehindert eine kaufmännische Ausbildung ein Studium zu absolvieren und damit gleich zwei Berufe im Angebot für Arbeitgeber zu haben. Sie ist diplomierte Sozialpädagogin und Fremdsprachenassistentin. „Der Liebe wegen“ ist Ostholt dieses Jahr aus Neuwied nach Gevelsberg gezogen und ist händeringend auf Jobsuche in der Region. Da ihre eigenen Bemühungen, hier beruflich Fuß zu fassen, bislang erfolglos blieben, nimmt sie seit Juli am Pilotprojekt InkHagEN teil. Dabei handelt es sich um ein Inklusionsprojekt in Kooperation mit der Agentur für Arbeit Hagen und dem Jobcenter Hagen, welches sich an die die Zielgruppe Schwerbehinderte erwerbsfähige Leistungsberechtigte mit einem Grad der Behinderung von mindestens 50 %, im Einzelfall Gleichgestellte (30 bzw. 40 Grad der Behinderung) richtet. Das Ziel des Projektes ist es die Teilnehmenden, die freiwillig an diesem Projekt teilnehmen können, individuell u.a. durch Empowerment, Jobcoaching, Profiling, Unterstützung bei der Erstellung von Bewerbungsunterlagen und Bewerbungstrainings durch Jobcoaches nach spätestens einem Jahr erfolgreich und nachhaltig auf dem ersten Arbeitsmarkt zu integrieren.

Traumjob „Anderen helfen“

„Bevor ich nach Gevelsberg gezogen bin, war ich pädagogische Mitarbeiterin im Jugendbereich bei der Fortbildungsakademie der Wirtschaft in Neuwied. Bevor ich hier beim Inklusionsprojekt mitgemacht habe, war ich 15 Monate arbeitslos und erstmals arbeitslos war ich direkt nach dem Studium, für insgesamt viereinhalb Jahre. Ich wünsche mir so sehr, dass mir mithilfe des Inklusionsprojekts bald eine Einstellung gelingt, die mir liegt“, erzählt Ostholt. Im Rahmen des Projekts, welches von der Fortbildungsakademie der Wirtschaft gGmbH (FAW) in Witten (FAW) durchgeführt wird, konnte Ostholt mit ihrem Sozialpädagogischen Background bereits ein einwöchiges Praktikum im Kindertreff Vormholz absolvieren, wo es ihr sehr gefallen hat: „Besonders die Atmosphäre war schön familiär.“ Aktuell ist Ostholt für insgesamt sechs Wochen in Dortmund bei „Mobile“ tätig, einem Verein für selbstbestimmtes Leben Behinderter. Dort arbeitet sie im Sektor für ambulant unterstütztes Wohnen im kaufmännischen Bereich. Am liebsten würde Gabriele Ostholt gleich dort Fuß fassen: „Das wäre mein Traumberuf, mit Menschen mit Behinderungen zu arbeiten, die Inklusion aktiv voranzutreiben, und damit selbst als Schwerbehinderte meinen Beitrag zur Inklusion zu leisten.“

Wesentlich mehr Hürden für Menschen mit Behinderungen auf dem Arbeitsmarkt

Mit ihrer Erwerbsbiografie steht Gabriele Ostholt als Arbeitsuchende mir gesundheitlichen Einschränkungen nicht allein da: Trotz ihrer Kompetenzen und ihrer hohen Motivation müssen sie als scherbehinderte Bewerberinnen und Bewerber wesentlich mehr Hürden überwinden, um sich auf dem Arbeitsmarkt behaupten zu können. Und das, obwohl die Wirtschaft in der Region aktuell gut dasteht. Genau hier setzt auch das Netzwerk der Akteure an, es will behinderten Langzeitarbeitslosen neue Chancen auf dem Arbeitsmarkt eröffnen. Mehr zum Pilotprojekt „InkHagEN“ finden Interessierte hier unter „Pilotprojekt in Hagen und im EN-Kreis“ (InkHagEN).

Jobcenter EN und FAW sucht Unternehmen, die mitmachen

Damit das Pilotprojekt für die Teilnehmenden am Ende erfolgreich wird, werden von den Projektpartnern Unternehmen gesucht, die mitmachen wollen. Interessierte Arbeitgeber und Arbeitgeberinnen können sich entweder bei der FAW-Außenstelle im Annener Gewerbegebiet unter der Rufnummer 2051920-11 melden oder sie nehmen Kontakt zum Arbeitgeberservice des Jobcenters EN auf.

Sabine Schade
(Arbeitsvermittlerin im Arbeitgeberservice,
Bereich Inklusion, Rehabilitanden und Schwerbehinderte)

Fon: 0 23 36 4448 154
Fax: 0 23 36 931 3954
Email: s.schade@en-kreis.de

Arbeitgeberservice, Nordstr. 21 , 58332 Schwelm

Mehr zum Thema Inklusion am Arbeitsmarkt:

http://www.enkreis.de/arbeitberuf/fuer-arbeitgeber/inklusion-am-arbeitsmarkt.html