Kommunales Integrationszentrum

Arbeit und Wirtschaft

Erwerbstätigkeit ist eine wesentliche Voraussetzung für ein wirtschaftlich eigenständiges und gesellschaftlich akzeptiertes Leben. Nach wie vor ist die Arbeitslosigkeit von Einwanderinnen und Einwanderern auf einem deutlich höheren Niveau als die der deutscher Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Gründe sind häufig Schwierigkeiten mit der deutschen Sprache, geringe schulische und berufliche Qualifikationen, mangelnde Informationen über Beratungs- und Fortbildungsangebote, aber auch die fehlende Anerkennung der im Ausland erworbenen Qualifikationen.

Die Verbesserung der Arbeitsmarktintegration von Migrantinnen und Migranten ist daher eine wichtige Aufgabe für uns.

Ziele

  • Information über Beratungs- und Qualifizierungsangebote
  • Berufliche Förderung von Menschen mit Migrationshintergrund
  • Stärkung der ethnischen Ökonomie

Arbeitsschwerpunkte

  • Ehrenamtliche Anerkennungsbegleiter
  • Ethnische Ökonomie
  • Ansprechpartner für die Internationalen Förderklassen

Ehrenamtliche Anerkennungsbegleiter

Im landesweiten Modellprojekt werden Ehrenamtliche zu Anerkennungsbegleiterinnen und Anerkennungsbegleitern qualifiziert. Die regelmäßigen Qualifizierungsveranstaltungen für Anerkennungsbegleiterinnen und -begleiter aus NRW werden vom Träger MOZAIK aus Bielefeld organisiert.

Zurzeit sind im Ennepe-Ruhr-Kreis vier Anerkennungsbegleiterinnen und Anerkennungsbegleiter tätig, die zusammen über Kenntnisse in sieben Sprachen verfügen. Personen, die eine Anerkennung ihrer im Ausland erworbenen Berufsausbildung anstreben, werden von diesen beraten und an entsprechende Beratungseinrichtungen vor Ort verwiesen. Das Angebot ist für Ratsuchende kostenlos.

Wir sind gemeinsam mit der Regionalagentur „agentur mark“ in Hagen Ansprechpartner vor Ort und rekrutiert und begleiten die Ehrenamtlichen.

Weitere Informationen sind unter http://www.anerkennungsbegleitung-nrw.de/ auffindbar.

Ethnische Ökonomie

In Nordrhein-Westfalen hat ein Fünftel der Selbstständigen einen Migrationshintergrund. Die ethnische Ökonomie ist damit längst ein wichtiger Stützpfeiler der regionalen Wirtschaft.

Um die ethnische Ökonomie stärker in Fragen der Ausbildung und Arbeitsmarktintegration einzubeziehen, erfassen wir zurzeit alle Unternehmerinnen und Unternehmer mit Migrationshintergrund. Das Ziel ist eine umfassende Datenbank, die Informationen zum Standort und der Branchenzugehörigkeit erfasst.

Ansprechpartner für die Internationalen Förderklassen

Wir sind für die Vermittlung von Seiteneinsteigerinnen und Seiteneinsteigern (neuzugewanderte Schülerinnen und Schüler) in Schulen zuständig. In diesem Rahmen haben wir Anfang 2015 die ersten Schülerinnen und Schüler in die erste Internationale Förderklasse im Ennepe-Ruhr-Kreis vermittelt.

Mittlerweile wurden im Kreisgebiet zehn solcher Klassen eingerichtet. Wir arbeiten in diesen Fällen eng mit den Berufsschulen zusammen, vor allem mit den Schulsozialarbeiterinnen und dem Schulsozialarbeiter, stehen diesen als Ansprechpartner zur Verfügung, organisieren Schulungen für die Sozialarbeiterinnen und -arbeiter und treiben deren Vernetzung mit den Jobcentern und anderen arbeitsmarktrelevanten Akteuren voran.

2016 und 2017 nahmen die Schülerinnen und Schüler der Internationalen Förderklassen auch an der Ausbildungsmesse des EN-Kreises teil.


Ihre Ansprechpersonen


Herr Armin Suceska

A.Suceska@
en-kreis.de
02336 932080 Kommunales Integrationszentrum Adresse | Öffnungszeiten | Details

Frau Sophie Eduful

S.Eduful@
en-kreis.de
02336 932697 Kommunales Integrationszentrum Adresse | Öffnungszeiten | Details