Schulaufsicht Förderschulen

Schulaufsicht Förderschulen

Das Schulgesetz von NRW (SchulG) vom 15. Februar 2005 und die Ausbildungsordnung sonderpädagogische Förderung (AO-SF) vom April 2005 legen verschiedene Schwerpunkte der sonderpädagogischen Förderung fest. Grundlage der Feststellung eines sonderpädagogischen Förderbedarfs bildet ein Verfahren zur Feststellung des sonderpädagogischen Förderbedarfs und der Feststellung über den schulischen Förderort (§ 12 und 13 AO-SF)

Einen sonderpädagogischen Förderbedarf können begründen:

  1. Lern- und Entwicklungsstörungen (Förderschwerpunkte: Lernen, Sprache, Emotionale und soziale Entwicklung);
  2. Geistige Behinderung (Förderschwerpunkt: Geistige Entwicklung);
  3. Körperbehinderung (Förderschwerpunkt:Körperliche und motorische Entwicklung);
  4. Hörschädigungen (Förderschwerpunkt: Hören und Kommunikation);
  5. Sehschädigungen (Förderschwerpunkt: Sehen -Blindheit, Sehbehinderung-)
  6. Autismus (Zuordnung durch die Schulaufsichtsbehörde zu einem anderen der o.g. Förderschwerpunkte)

Sonderpädagogische Förderung erhält ein Kind in Nordrhein-Westfalen, wenn es in der allgemeinen Schule in seiner persönlichen Entwicklung und seinen Leistungen nicht hinreichend gefördert werden kann. Festgestellt wird dieser sonderpädagogische Förderbedarf durch ein Verfahren zur Feststellung des sonderpädagogischen Förderbedarfs. Dies kann erforderlich sein,

  • wenn das Kind bereits eine Frühfördereinrichtung besucht,
  • wenn die Eltern vor Einschulung des Kindes Anhaltspunkte dafür haben, dass es besondere Unterstützung zum Lernen und zu seiner Entwicklung braucht,
  • wenn die Schulleitung bei der Einschulung des Kindes in die Grundschule Anhaltspunkte dafür hat, dass es sonderpädagogische Förderung benötigt,
  • wenn die Lehrkräfte während der Schulzeit des Kindes Anhaltspunkte dafür haben, dass es sonderpädagogische Förderung benötigt.

Wie dieses Verfahren im Einzelnen abläuft, ist in der „Verordnung über die sonderpädagogische Förderung, den Hausunterricht und die Schule für Kranke“ (Ausbildungsordnung gemäß § 52 SchulG - AO-SF) vom 29. April 2005 geändert durch Verordnung vom 13. Juli 2005) geregelt.

Die sonderpädagogische Förderung kann an allgemeinen Schulen (gemeinsamer Unterricht, integrative Lerngruppen), an Förderschulen, an Berufskollegs mit Förderschwerpunkt, allgemeinen Berufskollegs und in Schulen für Kranke stattfinden.

Ø      Antrag der Eltern bis zum 15.02. eines Jahres (Die Schulaufsicht kann Eltern einen solchen Antrag empfehlen gemäß § 37 Abs. 1 AO-SF)

Ø      Berücksichtigung der sächlichen und personellen Gegebenheiten;

Ø      Zustimmung des Schulträgers

Laut Schulgesetz des Landes Nordrhein-Westfalen kann die sonderpädagogische Förderung eines Schülers/einer Schülerin in der allgemeinen Schule oder einer Förderschule erfolgen. Bedingung für eine Förderung im Gemeinsamen Unterricht (GU) sind der festgestellte Förderbedarf und der Antrag der Eltern auf Teilnahme ihres Kindes am GU einer allgemeinen Schule. Außerdem müssen die sächlichen und personellen Voraussetzungen gegeben sein.

Die Entscheidung über die Förderung im GU trifft die Schulaufsicht (§ 13 Abs. 1 AO-SF). Die Schulaufsicht kann auch entscheiden, dass die sonderpädagogischen Förderung probeweise bis zu einem halben Jahr stattfindet (§ 13 Abs. 4 AO-SF). Die Klassenkonferenz der Schule überprüft mindestens 1 x jährlich, ob der festgelegte sonderpädagogische Förderbedarf und Förderschwerpunkt weiterhin bestehen und ob der Wechsel des Förderortes angebracht ist.

Im Ennepe-Ruhr-Kreis findet der Gemeinsame Unterricht flächendeckend als allen öffentlichen Grundschulen und an vielen Schulen der Sekundarstufe I statt.

Als Unterstützungssystem für den Gemeinsamen Unterricht stehen die KOGL`s (Koordinatorinnen und Koordinatoren für Gemeinsames Lernen) zur Beratung der Erziehungsberechtigten, der Lehrkräfte und der Schulen zur Verfügung. Diese Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner können über das Schulamt erfragt werden.

Des weiteren beraten die IKO`s (Inklusionskoordinatorinnen und Inklusionskoordinatoren), Erziehungsberechtigte, Schulen, Schulträger und Lehrkräfte in Angelegenheiten des Gemeinsamen Lernens beim Übergang von der Grundschule in die Schulen der Sekundarstufe I und bei der Fortsetzung der Schullaufbahn in den entsprechenden Schulen.

Für die Integrativen Lerngruppen gelten die Klassenbildungswerte der allgemeinen Schulen der Sekundarstufe I.

Link: http://www.schulministerium.nrw.de/BP/Schulrecht/APOen/AO_SF.pdf

Link: http://www.schulministerium.nrw.de/BP/Schulrecht/Erlasse/Integrative_Lerngruppen.pdf

Link: http://www.bezreg-arnsberg.nrw.de/themen/i/inklusion/index.php

Frau Vera Besser

V.Besser@
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