Sonderpädagogische Förderung

Sonderpädagogische Förderung

Mit dem 9. Schulrechtsänderungsgesetz gültig seit dem 1. August 2014 hat das Land den Auftrag der UN-Behindertenrechtskonvention umgesetzt und die ersten Schritte auf dem Weg zur inklusiven Bildung an allgemeinen Schulen in NRW gesetzlich verankert.

Schülerinnen und Schülern mit einem Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung soll grundsätzlich immer ein Platz an einer allgemeinen Schule angeboten werden. Eltern sollen jedoch für ihr Kind auch weiter die Förderschule wählen können.

§ 1 (Schulgesetz)

Die sonderpädagogische Förderung findet in der Regel an der allgemeinen Schule statt. Die Eltern können abweichend hiervon die Förderschule wählen.

Im Schulgesetz von NRW (SchulG) vom 15. Februar 2005 zuletzt geändert durch Artikel 3 des Gesetztes vom 17.06.2014 und in der Ausbildungsordnung sonderpädagogische Förderung (AO-SF) vom 29. April 2005 zuletzt geändert durch Verordnung vom 29.09.2014 werden verschiedene Schwerpunkte der sonderpädagogischen Förderung festgelegt.

Grundlage der Feststellung eines sonderpädagogischen Unterstützungsbedarfs bildet ein Verfahren zur Feststellung des Bedarfs an sonderpädagogischer Unterstützung und der Förderschwerpunkte.                                    Wie dieses Verfahren im Einzelnen abläuft, ist in der „Verordnung über die sonderpädagogische Förderung, den Hausunterricht und die Schule für Kranke“ 10 - 14 AO-SF) geregelt. https://recht.nrw.de/lmi/owa/br_bes_text?anw_nr=2&gld_nr=2&ugl_nr=223&bes_id=7587

Einen Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung können begründen:

1.       Lern- und Entwicklungsstörungen (Lernbehinderung, Sprachbehinderung, Erziehungsschwierigkeit)

Förderschwerpunkte: Lernen, Sprache, Emotionale und soziale Entwicklung;

2.       Geistige Behinderung

Förderschwerpunkt: Geistige Entwicklung;

3.       Körperbehinderung

Förderschwerpunkt: Körperliche und motorische Entwicklung;

4.       Hörschädigungen ( Gehörlosigkeit, Schwerthörigkeit)

Förderschwerpunkt: Hören und Kommunikation;

5.       Sehschädigungen (Blindheit, Sehbehinderung)

Förderschwerpunkt: Sehen;

6.       Autismus-Spektrum-Störungen

Bestehen Anhaltspunkte dafür, dass eine Schülerin oder ein Schüler auf Grund einer Behinderung oder wegen einer Lern- und Entwicklungsstörung besonderen Unterstützungsbedarf benötigt, entscheidet die Schulaufsicht über den Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung und die Förderschwerpunkte nachdem ein Gutachten erstellt wurde, das in der Regel die Eltern beantragen.

Der zentrale Unterschied zur bisherigen Rechtslage ist, dass wenn künftig ein „Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung“ festgestellt wird, die Schulaufsicht den Eltern mit Zustimmung des Schulträgers mindestens eine allgemeine Schule vorschlägt, an der ein Angebot zum Gemeinsamen Lernen eingerichtet ist. Die sächlichen und personellen Voraussetzungen müssen gegeben sein.

Haben die Eltern die Förderschule gewählt, schlägt ihnen die Schulaufsichtsbehörde mindestens eine solche Schule mit dem für die Schülerin oder den Schüler festgestellten Förderschwerpunkt vor.

Die Klassenkonferenz der Schule überprüft mindestens 1 x jährlich, ob der festgelegte sonderpädagogische Unterstützungsbedarf und Förderschwerpunkt weiterhin bestehen.

Im Ennepe-Ruhr-Kreis findet das Gemeinsame Lernen flächendeckend an allen öffentlichen Grundschulen und an allen Schulen der Sekundarstufe I statt.

Als Unterstützungssystem für das Gemeinsame Lernen stehen die Koordinatorinnen und Koordinatoren für Gemeinsames Lernen (KOGL) zur Beratung der Erziehungsberechtigten, der Lehrkräfte und der Schulen zur Verfügung..

Des Weiteren beraten die Inklusionskoordinatorinnen und Inklusionskoordinatoren (IKO), Erziehungsberechtigte, Schulen, Schulträger und Lehrkräfte in Angelegenheiten des Gemeinsamen Lernens beim Übergang von der Grundschule in die Schulen der Sekundarstufe I und bei der Fortsetzung der Schullaufbahn in den entsprechenden Schulen.

Seit dem Schuljahr 2015/2016 stehen im Schulamt auch Inklusionsfachberaterinnen / -berater (IFA) zur Verfügung, die die Weiterentwicklung des Gemeinsamen Lernens - insbesondere in den Schulen der Sekundarstufe I - begleiten.

Diese Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner können über das Schulamt (Frau Baumer, Telefon: 02336 / 93 2234) erfragt werden.

Link: http://www.schulministerium.nrw.de

Link: http://www.bezreg-arnsberg.nrw.de/themen/i/inklusion/index.php

 

 

Frau Sonja Baumer

S.Baumer@
en-kreis.de
02336 932234 Schulamt, Medienzentrum, Sport und Regionale Schulberatungsstelle Adresse | Öffnungszeiten | Details

Frau Vera Besser

V.Besser@
en-kreis.de
02336 932229 Schulamt, Medienzentrum, Sport und Regionale Schulberatungsstelle Adresse | Öffnungszeiten | Details

Frau Sabine Esperester

S.Esperester@
en-kreis.de
02336 932673 Schulamt, Medienzentrum, Sport und Regionale Schulberatungsstelle Adresse | Öffnungszeiten | Details

Herr Markus Flick

M.Flick@
en-kreis.de
02336 932240 Schulamt, Medienzentrum, Sport und Regionale Schulberatungsstelle Adresse | Öffnungszeiten | Details

Frau Nadine Graf

N.Graf@
en-kreis.de
02336 932262 Schulamt, Medienzentrum, Sport und Regionale Schulberatungsstelle Adresse | Öffnungszeiten | Details

Frau Ursula Jähn

U.Jaehn@
en-kreis.de
02336 932507 Schulamt, Medienzentrum, Sport und Regionale Schulberatungsstelle Adresse | Öffnungszeiten | Details

Frau Maria Reusch

M.Reusch@
en-kreis.de
02336 932231 Schulamt, Medienzentrum, Sport und Regionale Schulberatungsstelle Adresse | Öffnungszeiten | Details

Frau Elke Thier

E.Thier@
en-kreis.de
02336 932242 Schulamt, Medienzentrum, Sport und Regionale Schulberatungsstelle Adresse | Öffnungszeiten | Details

Frau Johanna Schlumbom

J.Schlumbom@
en-kreis.de
02336 932232 Schulamt, Medienzentrum, Sport und Regionale Schulberatungsstelle Adresse | Öffnungszeiten | Details