Gedicht

Kinder machen sich eigenen Reim

Einen ganz eigenen Reim haben sich 2009 die Schüler der Grundschule Wassermaus aus Ennepetal auf den Ennepe-Ruhr-Kreis gemacht. Im Rahmen des Schulwettbewerbs "80 Jahre Ennepe-Ruhr-Kreis" haben sie gemeinsam mit ihren Eltern und ihrer Lehrerin Christa Hunsdieck folgende Zeilen zu Papier gebracht;

Der Ennepe-Ruhr-Kreis wird nun 80 Jahr',
kaum einer weiß, wie es am Anfang war:
1929 war die Gründung,
zwischen Ruhr und Ennepe-Mündung,
aus Restgebieten von Hagen, Schwelm und Hattingen
sollte das Leben im neuen Wirtschaftsraum gelingen.
Sieben Städte gehörten gleich zum Kreise
dazu fünf Ämter, durch die machen wir die Reise.
Die Ämter gibt es heut' nicht mehr,
sie aufzuteilen, fiel 1970 recht schwer.
Die Bewohner zählen nun zu einer Stadt.
Da ist es gut, wenn man nette Nachbarn hat.
1975 kam Witten noch zum Kreis,
jetzt besteht er aus neun Städten, wie man weiß.

Wir alle sind recht stolz auf unseren Bereich,
dessen Landschaft ist ganz und gar nicht gleich.
Da gibt es Täler mit breiten Flüssen
und Talsperren, dass wir nicht dursten müssen.
Kohle und Erz brachten uns viel Industrie,
doch grüne Wiesen und Wälder fehlten nie.
Kirchen und Burgen sind unser Stolz
ebenso wie das Fachwerkhaus aus Holz.

Machen wir uns nun gemeinsam auf die Reise:

An Wuppertal grenzt Schwelm und grüßt auf seine Weise.
Um 900 durch die Straße nach Köln bekannt,
wurde 1496 der Ort schon zur Stadt ernannt.
Seit 1929  ist die Kreisverwaltung hier.
Alle kennen auch unser Schwelmer Bier.
Selbst die Textilindustrie war hier zu Haus,
da ging kein Arbeitssuchender leer aus.

Auf den Pfaden von St.Engelbert
gelangen wir nach Gevelsberg.
Kloster und Stift kann man noch heute sehen,
doch wir wollen lieber zur Ennepe gehen.

Folgen wir ihrem Lauf in Richtung Quell',
kommen wir nach Ennepetal ganz schnell.
Die Kluterthöhle ist inzwischen sehr bekannt,
die Stadt wird als Heilbad nun genannt.
Ennepetal besteht aus vielen Teilen,
durch die wir bis Breckerfeld können eilen.
Schon vor 1000 Jahren stand diese Stadt in Blüte,
dort gab es Stahlbereitung besonderer Güte.
Der Handel ging nicht nur nach Hagen,
der Nachbarstadt, an vielen Tagen.

Wetter gehörte zur Grafschaft Mark.
Henriette Davidis' Rezepte jeder mag.
Der Harkortturm steht auf dem Berge hoch,
dieses Wahrzeichen sieht man von weitem noch.

Fährt man am schönen Harkortsee entlang,
entdeckt man dicke Rohre dort am Hang,
Wasser fließt hier in Turbinen schnell:
 Energie entsteht, Lampen werden hell.

Am Fuße des Ardeygebirges liegt Herdecke, 
zu sehen gibt's hier manch schöne Ecke.
Es ist bekannt auch durch ein Krankenhaus,
in Richtung Witten geht es geradeaus.

Witten, im Kreis die jüngste Stadt,
viel Eisenindustrie aufzuweisen hatt'.
Die schöne Lage an der Ruhr
dient nicht der Erholung nur.

Eine alte Stadtmauer hat Hattingen
und schöne Fachwerkhäuser vor allen Dingen.
Das Bügeleisenhaus ist sehenswert,
viele Besucher haben es beehrt.
Die Isenburg, schwer beschädigt bei einem Sturm,
ist Wahrzeichen wie St.Georgs schiefer Turm.

Sprockhövel kennt man als Wiege des Bergbaus,
an die Zechen erinnert manches Haus.
Auf dem Haßlinghauser Kamm
nimmt man die Kohlengrenze an.

Hier beenden wir die Reise,
grüßen herzlich alle Leute hier im Kreise.
Hoffen, alle waren zufrieden hier im Haus!
Tschüss sagen die Kinder von der Wassermaus.