„NRWeltoffen“ im Ennepe-Ruhr-Kreis 

Der Ennepe-Ruhr-Kreis zählt zu den Kreisen und kreisfreien Städten, die vom Land im Rahmen des Programms „NRWeltoffen - Lokale Handlungskonzepte gegen Rechtsextremismus und Rassismus“ gefördert werden. Bis Ende 2018 stehen rund 140.000 Euro vom Land NRW zur Verfügung. Dieser Betrag wird vom Kreis um 17.500 € aufgestockt.

 „Mit dem Geld wollen wir in Zusammenarbeit mit den Volkshochschulen die Aktiven hier vor Ort stärken. Kommunale und zivilgesellschaftliche Akteure sollen gemeinsam lokale Handlungskonzepte entwickeln“, kündigt Landrat Olaf Schade an. Die Fördermittel könnten zudem helfen, bereits vorhandene Ideen und Ansätze weiterzuentwickeln oder Projekte umzusetzen. „Natürlich gibt es bereits vielfältige Aktivitäten auf zahlreichen Ebenen, um Rechtsextremen und Rassisten das Wasser abzugraben. Präventives und zielgerichtetes Handeln muss aber vor allem vor Ort organisiert und bestmöglich koordiniert werden. Daher ist es gut, dass wir dabei sind“, so Schade.

Ausgangspunkte der Beteiligung des Ennepe-Ruhr-Kreises waren ein Antrag von SPD und Bündnis90/Die Grünen sowie ein Beschluss des Kreisausschusses im September letzten Jahres. Darin war die Kreisverwaltung beauftragt worden, in Kooperation mit den kreisangehörigen Städten sowie den Volkshochschulen im Ennepe-Ruhr-Kreis eine Interessenbekundung zum Förderaufruf „NRWeltoffen“ abzugeben. Als Begründung hieß es im Antrag: „Auch wenn in den Städten des Ennepe-Ruhr-Kreises bisher nur vereinzelt Vorfälle mit rechtsextremen oder rassistischen Hintergrund bekannt geworden sind, sollte das Gefahrenpotenzial nicht unterschätzt werden. Dieses zeigen auch die Erfolge von rechtsextremistischen und rechtspopulistischen Parteien im Ennepe-Ruhr- Kreis bei den Kommunalwahlen 2014. Daher ist die die Stärkung der Demokratie und die Prävention von Rechtsextremismus und Rassismus auch im Ennepe-Ruhr-Kreis eine notwendige Aufgabe.“

 

Startschuss für NRWeltoffen im Ennepe-Ruhr Kreis  

Am Dienstag, den 25. April 2017 fiel der Startschuss für das vom Land NRW geförderte Projekt NRWeltoffen im Ennepe-Ruhr-Kreis. Bis Ende 2018 soll ein lokales Handlungskonzept gegen Rechtsextremismus und Rassismus für den Ennepe-Ruhr-Kreis entwickelt werden. Auf der Auftaktveranstaltung im Ibach Haus in Schwelm begrüßte Landrat Olaf Schade Akteure aus Politik, Verwaltung, Verbänden und Migrantenorganisationen sowie interessierte Bürgerinnen und Bürger. Er hob insbesondere die Zusammenarbeit mit den drei Volkshochschulen im Ennepe-Ruhr-Kreis und die damit gegebene starke kommunale Verankerung des Projekts gegen Rechtsextremismus und Rassismus in den neun Städten des Ennepe-Ruhr- Kreises hervor.

Ralf Stoffels, SIHK Präsident, betonte in seinem Grußwort, wie wichtig eine offene und liberale Kultur des Miteinanders für unsere Gesellschaft ist. Die Praxis in den Firmen und Betrieben sei das beste Beispiel für tagtäglich praktizierte und gelungene Integration ohne Rassismus.

Volker Seidel von der Landeskoordinierungsstelle gegen Rechtsextremismus in NRW stellte die Hintergründe und Schwerpunkte des landesweiten Förderprogramms vor. Das Projekt wird bis Ende 2018 mit insgesamt 140.000 Euro für knapp zwei Jahre gefördert. Vertreter der drei Volkshochschulen erläuterten den geplanten Ablauf des Projekts. Volkshochschulen verstehen sich als Werkstätten der Demokratie und stehen für eine offene Gesellschaft. Politische Bildung und die Beschäftigung mit Rassismus und Rechtsextremismus gehören als Kernaufgabe seit Jahrzehnten zum Portfolio der Volkshochschulen.

Abschließend spielten junge Schauspieler des lutzhagen Theaters Auszüge aus dem Stück „Hallo Nazi“ von Lutz Hübner und Sarah Nemitz. Die Inszenierung illustrierte, wie wichtig es auch heute noch ist, Rechtsextremismus und Rassismus wehrhaft zu begegnen. Im Anschluss stellte Werner Hahn, Regisseur des Stücks, die Biografien der drei Schauspieler Mark Tumba, Najib El-Chartouni und Fynn Engelkes vor.

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