Kommunale Gesundheitskonferenz

Kommunale Gesundheitskonferenz

Nächster Termin: 29.11.2017, 14 Uhr in Schwelm

Auftrag

Seit 1998 folgt die Kommunale Gesundheitskonferenz im Ennepe-Ruhr-Kreis dem Auftrag des „Gesetzes über den Öffentlichen Gesundheitsdienst“ (ÖGDG NRW).

Sie berät besonders bei Bedarfsabschätzungen und Verfahrensfragen mit dem Ziel, Handlungsempfehlungen zu erarbeiten. Gemeinsam soll

  • die Transparenz der vorhandenen Angebote erhöht werden,
  • die Versorgung der Kranken und Pflegebedürftigen optimiert werden,
  • für die dem Bedarf entsprechenden, jedoch noch fehlenden Dienste gesorgt werden und überflüssige Dienste vermieden werden,
  • eine Intensivierung lokaler Feinsteuerung angestrebt werden, welche mit einer Verzahnung von Angeboten und Trägern einhergeht.

Fachkonferenzen oder Arbeitsgruppen können nach Bedarf eingerichtet werden, die zeitlich begrenzt ein Fachthema bearbeiten; die Teilnehmenden sind theoretisch oder praktisch auf das jeweilige Thema spezialisiert. Derzeit ist dauerhaft eine zwei Mal jährlich tagende Fachkonferenz eingerichtet: „Fachkonferenz Psychiatrie und Sucht“.

Die Kommunalen Gesundheitskonferenz (KGK) berät bei Fragen der gesundheitlichen Versorgung im Kreisgebiet für alle neun kreisangehörigen Städte: Breckerfeld, Ennepetal, Gevelsberg, Hattingen, Herdecke, Schwelm, Sprockhövel, Wetter und Witten.

Verortung in der Kreisverwaltung

Die Kommunale Gesundheitskonferenz ist im Fachbereich V – Soziales und Gesundheit – der Kreisverwaltung angegliedert. Die Moderation erfolgt durch die Fachbereichsleitung, die Geschäftsführung durch das Sachgebiet Gesundheits- und Sozialplanung.

Die Kommunale Gesundheitskonferenz tagt zwei Mal jährlich.

Mitgliedschaft

Die Zusammensetzung der institutionellen Mitglieder umfasst:

  • Träger der freien Wohlfahrtspflege
  • (Zahn-)Ärztekammervertretung und Kassen(zahn-)ärztlichenvereinigung
  • Kreisvertrauensapotheker
  • Kliniken/Krankenhäuser
  • Gesundheitskassen
  • Kreispolitik
  • Selbsthilfevertretung
  • und weitere Engagierte im Bereich Gesundheit

 

Praktische Beispiele

Der gemeinsame Austausch fördert ein gutes Verhältnis zum Ennepe-Ruhr-Kreis in der Trägerförderung und Gestaltung der eigenen Dienste. Es gab erfolgreiche Kooperationen zu Themen selbsthilfefreundliches Krankenhaus und Förderung von Selbsthilfe für Menschen mit einer psychischen Erkrankung/Behinderung. Der Weg zum Gemeindepsychiatrischen Verbund wurde über die Fachkonferenz der KGK angestoßen. Zudem werden regelmäßig einzelne Projekte und Fachveranstaltungen angeregt, z.B. „Manchmal ist Mama eben anders – Fachtagung zur Versorgungslage von Kindern psychisch kranker Eltern“, „Sex und Behinderung – noch immer ein Tabu?“, „Arzneimitteltherapiesicherheit – Fortbildung für Ärztinnen und Ärzte“, „Lesung: sonnengrau. Ich habe Depressionen – na und? – zum Tag der seelischen Gesundheit“ oder „auf die Plätze, fertig, platsch - Vorschulkinder lernen schwimmEN – Ein Sommerprojekt mit Kitas“ oder das Projekt „aktiv – Individuelle Förderung und Anleitung für Menschen mit anhaltenden seelischen Erkrankungen und Beeinträchtigungen“.

Des Weiteren unterstützt die KGK als Plattform die Kooperationen zwischen den Teilnehmenden.

Geschäftsordnung (PDF-Link)