Fortführung des Liegenschaftskatasters Südkreis

Kataster - Fortführung des Liegenschaftskatasters Südkreis

Städte Breckerfeld, Ennepetal, Gevelsberg, Herdecke, Schwelm und Wetter (Ruhr)

Im Liegenschaftskataster sind alle Liegenschaften (Flurstücke und Gebäude) aktuell darzustellen und zu beschreiben. Die Darstellung und Beschreibung umfasst unter anderem die Liegenschaftsangaben (Flurstücksgrenzen,  Flurstücksnummern, Fläche, Lagebezeichnungen), die Eigentümerangaben in Übereinstimmung mit dem Grundbuch sowie Angaben zur Nutzung der Liegenschaften.

Das Liegenschaftskataster ist als Basisinformationssystem ständig zu aktualisieren, hierzu müssen laufend sämtliche Veränderungen in der Darstellung und Beschreibung erfasst werden.

Als Nachweise für die zu erfassenden Veränderungen dienen in erster Linie Vermessungsschriften, die insbesondere bei:

  • Teilungsvermessungen
  • Gebäudeeinmessungen
  • Grenzvermessungen


anzufertigen sind.

Diese Vermessungen werden von den zu Liegenschaftsvermessungen befugten Vermessungsstellen zur Fortführung des Liegenschaftskataster eingereicht. Nach Prüfung der Eignung werden die Liegenschaftskarte, das Liegenschaftsbuch und das Katasterzahlenwerk fortgeführt. Eigentümer, Erbbauberechtigte, Grundbuchamt, Finanzamt und sonstige Berechtigte erhalten eine Fortführungsmitteilung. Diese besteht aus den Auszügen aus dem fortgeführten Liegenschaftsbuch und einem Auszug aus der fortgeführten Liegenschaftskarte. Der Notar benötigt diese Fortführungsmitteilung (auch Auflassungsschriften genannt) bei der Veräußerung von Grundstücksteilen zur Beurkundung der Auflassungserklärung der Vertragsparteien und zur Vorlage des Antrages auf Eigentumsumschreibung im Grundbuch beim Grundbuchamt.

Die Übernahme einer Teilungsvermessung in das Liegenschaftskataster erfolgt in der Regel innerhalb von 5 Wochen.

Zudem wird das Liegenschaftskataster aufgrund von Mitteilungen anderer Behörden bzw. aufgrund des Antrages eines Eigentümers fortgeführt und aktualisiert. Zu nennen wären hier beispielsweise:

  • Flurstücksverschmelzungen
  • Änderungen der Lagebezeichnung (Straßennamen, Hausnummern)
  • Änderungen im Gebäudebestand
  • Änderungen der Nutzungsart einer Liegenschaft

Auch in diesen Fällen erhalten Eigentümer, Erbbauberechtigte, Grundbuchamt und Finanzamt soweit vorgeschrieben eine Fortführungsmitteilung.

Die Fortführung des Liegenschaftskatasters aufgrund von Teilungsvermessungen und Grenzvermessungen ist kostenpflichtig. Die hierbei anfallenden Gebühren richten sich nach der Gebührenordnung für das amtliche Vermessungswesen und die amtliche Grundstückswertermittlung in Nordrhein-Westfalen (Vermessungs- und Wertermittlungsgebührenordnung - VermWertGebO NRW).

Die Höhe der Gebühr ist abhängig von der Anzahl der neu entstandenen Flurstücke sowie dem festgesetzten zonalen Bodenrichtwert des Vermessungsgebietes (vgl. hierzu auch Bodenrichtwertinformationssystem BORISplus).

Die Fortführung des Liegenschaftskatasters aufgrund von Gebäudeeinmessungen, Flurstücksverschmelzungen u.a. ist kostenfrei.

Für die Übernahme von Grundstücksteilungen und Verschmelzungen in das Liegenschaftskataster muss ein Antrag des Eigentümers oder Erbbauberechtigten vorliegen. Liegt der Veränderung eine Teilungsvermessung zugrunde, so wird der Antrag im Zuge der Vermessungsarbeiten im Rahmen der Grenzniederschrift durch die Vermessungsstelle aufgenommen.

Anträge auf die Verschmelzung von Flurstücken können bei der Abteilung Vermessung und Kataster, einem Öffentlich bestellten Vermessungsingenieur oder einer Öffentlich bestellten Vermessungsingenieurin gestellt und öffentlich beglaubigt werden.

  • Vermessungs- und Katastergesetz Nordrhein-Westfalen (VermKatG NRW)
  • Verordnung zur Durchführung des Gesetzes über die Landesvermessung und das Liegenschaftskataster (DVOzVermKatG NRW)

Frau Marion Gerkemeier

M.Gerkemeier@
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