Gewerblich industrielles Abwasser

Wasserwirtschaft - Abwasserbeseitigung gewerblich industrielles Abwasser

Unter gewerblichem und industriellem Abwasser werden alle Abwässer verstanden, die bei Produktions- und Verarbeitungsprozessen in der Industrie und im Gewerbe anfallen. Das Abwasser kann gelöste und ungelöste, anorganische und organische Stoffe enthalten, sauer oder basisch, gefärbt oder ungefärbt sein und/oder Öle und Gifte enthalten. Gelangen bestimmte gefährlichen Stoffe ins Gewässer kann die Flora und Fauna nachhaltig ge- oder zerstört werden. Darüber hinaus können gefährliche Stoffe den biologischen Reinigungsprozess bei kommunalen Kläranlagen beeinträchtigen oder sich im Klärschlamm absetzen. Aus diesem Grund müssen die Schadstoffe schon vorher, also vom Einleiter behandelt werden. Dazu wurden in der bundesweit geltenden Abwasserverordnung Anforderungen an das Abwasser festgelegt, die an der Einleitungsstelle in das Gewässer, an dem Ort des Anfalls oder an dem Ort vor seiner Vermischung eingehalten werden müssen.

Bei den Einleitern unterscheidet man die Direkteinleiter und die Indirekteinleiter. Die Direkteinleiter führen ihr Abwasser direkt in ein Gewässer (Oberflächengewässer oder Grundwasser) ab. Die Indirekteinleiter dagegen leiten ihr Abwasser über eine private oder die städtische Kanalisation zu einer kommunalen Kläranlage und von dort in ein Gewässer. Von der legalen Definition her, ist jeder Nutzer der Kanalisation ein Indirekteinleiter.

Direkteinleiter
Gewerbliche und industrielle Direkteinleiter benötigen unabhängig von dem Herkunftsbereich des einzuleitenden Abwassers generell eine wasserrechtliche Erlaubnis gemäß § 8 Wasserhaushaltsgesetz (WHG). Da an eine Direkteinleitung in ein Gewässer strenge umweltrelevante Maßstäbe zu setzen sind, ist einer Erteilung der wasserrechtlichen Erlaubnis nur unter bestimmten Voraussetzungen möglich.

Indirekteinleiter
Für die Einleitung von Abwasser in öffentliche Abwasseranlagen (Indirekteinleitung) bedarf es einer wasserrechtlichen Genehmigung gemäß § 58 Wasserhaushaltsgesetz (WHG), sofern in der Abwasserverordnung für den jeweiligen Herkunftsbereich des Abwassers bestimmte Anforderungen festgelegt sind. Im Ennepe-Ruhr-Kreis fällt hauptsächlich Abwasser aus folgenden Herkunftsbereichen an:

  • Wasseraufbereitung, Kühlsysteme, Dampferzeugung (Anhang 31)
  • Metallbearbeitung, Metallverarbeitung (Anhang 40)
  • Mineralölhaltiges Abwasser (Anhang 49)
    z.B. bei Kfz-Werkstätten, Waschanlagen, (SB-)Waschplätzen, Autohändlern, Autoverwertungen
  • Zahnbehandlung (Anhang 50)
  • Chemischreinigung (Anhang 52)

Im Allgemeinen ist eine Abwasserbehandlung vor der Einleitung in ein Gewässer oder auch in die Kanalisation erforderlich. Der Bau und Betrieb einer Abwasserbehandlungsanlage bedarf einer Genehmigung nach § 60 Wasserhaushaltsgesetz in Verbindung mit § 58 Landeswassergesetz für das Land Nordrhein-Westfalen.

Zuständig für die Erteilung einer wasserrechtlichen Erlaubnis oder Genehmigung ist der Ennepe-Ruhr-Kreis als Untere Wasserbehörde. Für die Antragstellung sind folgende Antragsvordrucke zu verwenden:

Herr Michael Basta

M.Basta@
en-kreis.de
02336 932343 Wasserwirtschaft und Immissionsschutz Adresse | Öffnungszeiten | Details

Frau Carmen Stenzel

C.Stenzel@
en-kreis.de
02336 932318 Wasserwirtschaft und Immissionsschutz Adresse | Öffnungszeiten | Details

Frau Carolin Langner

C.Langner@
en-kreis.de
02336 932345 Wasserwirtschaft und Immissionsschutz Adresse | Öffnungszeiten | Details

Herr Axel Rütterswörden

A.Ruetterswoerden@
en- kreis.de
02336 932631 Wasserwirtschaft und Immissionsschutz Adresse | Öffnungszeiten | Details