Gewässergüte

Wasserwirtschaft - Oberflächengewässer Gewässergüte

Die Oberflächengewässer des Ennepe-Ruhr-Kreises sind ein prägender Bestandteil unserer Mittelgebirgslandschaft. Sie tragen als reizvoller Naturraum entscheidend zur Attraktivität unserer Region für Erholungssuchende aus Nah und Fern bei. Wichtig sind sie aber auch für die Trinkwassergewinnung, die über das Uferfiltrat der Ruhr oder aus der Ennepe- bzw. Heilenbecker-Talsperre erfolgt.

Um eine naturnahe Gewässerstruktur zu erhalten und um eine hygienisch einwandfreie Wasserbeschaffenheit zu garantieren, werden die Gewässer von der Unteren Wasserbehörde seit 1989 routinemäßig mit chemisch-physikalischen Methoden und biologischen Verfahren überwacht. Dabei werden über die Sinne Geruch, Trübung, Schaumbildung erfaßt, chemisch-physikalisch u.a. der Sauerstoff-Gehalt und der Grad organischer Belastung gemessen sowie biologisch die auf der Bachsohle lebenden Wassertiere bewertet (Saprobien-Index).

Die chemisch-physikalische Analyse liefert nur Augenblickswerte der Wasserbeschaffenheit, dagegen gibt die vorgefundene Lebensgemeinschaft der Wassertiere einen länger anhaltenden Gewässerzustand wieder, da sie zur ihrer Bildung eine bestimmte Zeitspanne benötigt. Beide Verfahren ermöglichen daher eine differenzierte Bewertung des Gewässerzustandes.

Für die Umsetzung der EU-Wasserrahmen-Richtlinie aus dem Jahre 2000, die einen guten ökologischen Zustand der Gewässer hinsichtlich Gewässerstruktur, regionaltypischer Fauna und Flora sowie chemisch-physikalischer Meßwerte fordert, liegen dem Ennepe-Ruhr-Kreis eigene Untersuchungsergebnisse für die o.g. Qualitätskomponenten von 91 Fließgewässern mit 211 Meßstellen vor (Stand 2008).

Bewirtschaftungsplan und Maßnahmenprogramm (Öffentlichkeitsbeteiligung ab 22.12.2014) finden Sie hier (externer Link).


Gewässergütebericht Ennepe-Ruhr-Kreis 2014

Herr Dr. Jürgen Schuster

J.Schuster@
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