Europawahlen

Bei der allgemeinen, freien, direkten und geheimen Wahl der parlamentarischen Vertretung der Europäer hat jeder Bürger eine Stimme. Mit dieser kann er sich alle fünf Jahre für die Liste einer Partei entscheiden. Die Wahl der Abgeordneten des Europäischen Parlaments findet ausschließlich durch Listenwahl statt. Direktkandidaten in Wahlkreisen gibt es nicht.

In der Bundesrepublik sind nicht nur deutsche Staatsangehörige zur Stimmabgabe aufgerufen. Auch in der Bundesrepublik Deutschland lebende Staatsangehörige anderer EU-Staaten können aktiv an der Europawahl teilnehmen, wenn sie am Wahltag seit mindestens drei Monaten in der Bundesrepublik Deutschland oder einem anderen Mitgliedsstaat der EU einen Wohnsitz haben und wenn sie das 18. Lebensjahr vollendet haben. Zudem muss der Eintrag in einem Wählerverzeichnis der Bundesrepublik Deutschland vorhanden sein.

Zuletzt wurde das europäische Parlament am 25. Mai 2014 gewählt.

Europawahl 2014

In Nordrhein-Westfalen fanden sich auf dem Stimmzettel für die Wahl des Europäischen Parlaments am 25. Mai 24 Parteien und sonstige politische Vereinigungen. Dies waren sieben weniger als bei der Europawahl 2009. Die Reihenfolge der Wahlvorschläge auf dem mehr als 70 Zentimeter langen Stimmzettel richtete sich nach dem Ergebnis der vorherigen Europawahl in Nordrhein-Westfalen. Parteien, die in 2009 in Nordrhein-Westfalen nicht angetreten waren, schlossen sich in alphabetischer Reihenfolge an.

Insgesamt wurden 2014 in den 28 Mitgliedstaaten der Europäischen Union 751 Abgeordnete für das Europäische Parlament gewählt werden. Davon entfielen auf Deutschland 96. Aus dem Ennepe-Ruhr-Kreis ist Dr. Dietmar Köster (SPD) bis 2019 gewählt.

Im Ennepe-Ruhr-Kreis waren 256.497 Wählerinnen und Wähler zur Stimmabgabe aufgerufen. Im Vergleich zur Wahl 2009 stieg die Wahlbeteiligung um 10,2 Prozentpunkte auf 52,3 Prozent. Grund für diese vergleichsweise hohe Beteiligung dürften die parallel abgehaltenen Kommunalwahlen gewesen sein.

Die Ergebnisse für den Ennepe-Ruhr-Kreis und die neun kreisangehörigen Städte sowie Vergleichszahlen zur Wahl 2009 finden sich hier.

Europawahl 2009

„So lange Stimmzettel gab´s noch nie!“ - so oder ähnlich dürften viele Wähler reagiert haben, als sie den Stimmzettel für diese Europawahl in Händen hielten. Waren es 2004 noch 22 Parteien, die für ein Kreuzchen an der richtigen Stelle warben, standen 2009 31 zur Wahl. Logische Folge: Mit fast einem Meter Länge (94 Zentimeter) gab es 2009 die längsten Stimmzettel in der 30-jährigen Geschichte der Europawahlen. Der bisherige Höchstwert hatte bei 72 Zentimetern (Europawahl 2004) gelegen.

2009 wurden für das Europäische Parlament 736 Abgeordnete gewählt. Davon kommen 99 aus Deutschland. Im Ennepe-Ruhr-Kreis waren 261.546 Wählerinnen und Wähler zur Wahl des Europäischen Parlamentes aufgerufen. Im Vergleich zur Wahl 2004 stieg die Wahlbeteiligung um 0,7 Prozentpunkte auf 42,1 Prozent.

Die Ergebnisse für den Ennepe-Ruhr-Kreis und die neun kreisangehörigen Städte sowie Vergleichszahlen zur Wahl 2004 finden sich hier.

Europawahl 2004

Zu den Ergebnissen der Europawahl 2004 für den Ennepe-Ruhr-Kreis und die neun kreisangehörigen Städte geht es hier.