Hunde - Rechte und Pflichten des Hundehalters

Hunde - Rechte und Pflichten des Hundehalters

Rechte und Pflichten von Hundehaltern (Stand März 2016)

Im Jagdbezirk
Das unbeaufsichtigte Laufenlassen von Hunden in einem Jagdbezirk ist verboten. Ein Verstoß wird gem. §§ 55 und 56 Landesjagdgesetz NRW mit einer Geldbuße bis zu 5.000 Euro geahndet. Das vorsätzliche Hetzen von Wild durch Hunde kann sogar den Tatbestand der Wilderei und somit einen Straftatbestand erfüllen.

Im Wald
Außerhalb der Wege müssen Hunde immer angeleint werden (auch angrenzende Böschungen entlang der Wege). Nur auf den Wegen und wenn sich die Hunde im unmittelbaren Einwirkungsbereich des Hundehalters/der Hundehalterin befinden, dürfen Hunde auch unangeleint geführt werden.

Nicht betreten werden dürfen:

  • gesperrte Flächen
  • Forstkulturen
  • Saatkämpen
  • Pflanzgärten
  • forstwirtschaftliche, jagdliche, imkerliche und fischereiwirtschaftliche Einrichtungen


Ein Verstoß kann gem. § 70 Landesforstgesetz NRW mit einer Geldbuße bis zu 25.000 Euro geahndet werden.


In der freien Landschaft
Es gilt das allgemeine Betretungsrecht nach dem Landschaftsgesetz für:

  • Wege und Pfade
  • Wirtschaftswege
  • Feldraine
  • Böschungen
  • Öd- und Brachflächen und für nicht landwirtschaftlich genutzte Flächen (Wiesen und Weiden dürfen z. B. nicht betreten werden)

Zu bedenken ist jedoch, dass insbesondere während der Setz- und Brutzeit das Verlassen der Wege vermieden werden sollte, damit die Aufzucht der Jungtiere nicht gefährdet wird.

Naturschutzgebiete (FFH-Gebiete) und geschützte Landschaftsbestandteile (Ausschilderung: grünes Dreieck mit schwarzem Seeadler)
Hier bestehen weitere Einschränkungen (z. B. vollständiger Leinenzwang) und besondere Ahndungsvorschriften für die einzelnen Naturschutzgebiete.

Weitere Hinweise
Die Einhaltung der o.a. Vorschriften dient aber nicht nur dem Schutz der wildlebenden Tiere, sondern auch dem Schutz des Hundehalters/der Hundehalterin und dem seines/ihres Hundes (Ansteckung durch Tollwut, Fuchsbandwurm usw.).

Die zum Jagdschutz berechtigten Personen sind nach § 25 Abs. 4 Nr. 1 Landesjagdgesetz NRW befugt, Personen, die jagdrechtlichen Vorschriften zuwiderhandeln, anzuhalten und ihre Personalien festzustellen. Nach § 25 Abs. 4 Nr. 2 Landesjagdgesetzes NRW sind die zur Ausübung des Jagdschutzes berechtigten Personen auch befugt, unter bestimmten Umständen wildernde Hunde abzuschießen.

Nach § 19 a Bundesjagdgesetz ist es verboten, Wild unbefugt an seinen Zuflucht-, Nist-, Brut- oder Wohnstätten durch Aufsuchen, Fotografieren, Filmen oder ähnliche Handlungen zu stören. Ein Verstoß kann nach § 39 Abs. 3 Bundesjagdgesetz mit einer Geldbuße bis zu 5.000 Euro geahndet werden.

Darüber hinaus können noch weitere Regelungen über das Halten und Führen von Hunden in den Ordnungsbehördlichen Verordnungen der Städte enthalten sein.

Frau Luisa Enkhardt

L.Enkhardt@
en-kreis.de
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