Namensänderungen

Namensänderungen

Rechtsgrundlagen:

  • Gesetz über die Änderung von Familiennamen und Vornamen vom 05.01.1938 (BGBl. III  Nr. 401-1) in der jeweils geltenden Fassung (NamÄndG)
  • Allgemeine Verwaltungsvorschrift zum Gesetz über die Änderung von Familiennamen und Vornamen (NamÄndVwV) vom 11.08.1980 (Beilage zum Bundesanzeiger Nr. 153) in der Fassung vom 18.04.1986 (Bundesanzeiger Nr. 78)
  • Erste Verordnung zur Durchführung des Gesetzes über die Änderung von Familiennamen und Vornamen vom 07.01.1938 (BGBl. III Nr. 401-1-1) in der jeweils geltenden Fassung

Das Namensrecht ist durch die entsprechenden Vorschriften des bürgerlichen Rechts (bürgerlich-rechtliche bzw. namensgestaltende Erklärungen) umfassend und im Grundsatz abschließend geregelt. Diese Erklärungen erfolgen überwiegend beim zuständigen Standesamt wie z. B. Beilegung von Vornamen beim neu geborenen Kind, Erklärungen zum Ehenamen, Wiederannahme des Geburtsnamens nach Scheidung oder nach Tod des Ehegatten, Erteilung des Familiennamens des anderen Elternteils, Namenserklärungen in Stiefkinderfällen.

Die behördliche oder öffentlich-rechtliche Namensänderung, für die die Kreisordnungsbehörden und die kreisfreien Städte zuständig sind, dient dazu, Unzuträglichkeiten im Einzelfall zu beseitigen. Sie hat Ausnahmecharakter. Dementsprechend ist vorrangig zu prüfen, ob das erstrebte Ziel nicht durch eine namensgestaltende Erklärung nach bürgerlichem Recht erreicht werden kann.

Die behördliche Namensänderung ist nur bei Deutschen oder dem deutschen Recht unterliegenden Personen (Staatenlose, Heimatlose, ausländischer Flüchtling, Asylberechtigter) möglich.

Für eine behördliche Namensänderung muss ein wichtiger Grund vorliegen (§ 3 NamÄndG bei Familiennamen, § 11 NamÄndG bei Vornamen). Dies ist von Antragsteller zu Antragsteller unterschiedlich. Vor Antragstellung wird daher empfohlen, mit dem zuständigen Bearbeiter für Namensänderungsangelegenheiten bei der Kreisverwaltung Kontakt aufzunehmen.

Für die Antragstellung finden Sie weiter unten bei den Formularen einen Vordruck, aus dem auch die vorzulegenden Unterlagen ersichtlich sind.

Nach § 3 der Ersten Verordnung zur Durchführung des Gesetzes über die Änderung von Familiennamen und Vornamen beträgt die Gebühr für die Änderung eines Familiennamens zwischen 2,50 € und 1.022,00 €, die Gebühr für die Änderung eines Vornamens 2,50 € und 255,00 €. Wird der Antrag abgelehnt oder zurückgenommen, so wird 1/10 bis ½ dieser Gebühr erhoben. Innerhalb dieses Gebührenrahmens erhebt der Ennepe-Ruhr-Kreis für die Änderung eines Familiennamens eine Verwaltungsgebühr, die sich aus Bedeutung der Namensänderung für den Antragsteller und Verwaltungsaufwand zusammensetzt, in Höhe von 750,00 € (für Minderjährige die Hälfte) und für die Änderung eines Vornamens in Höhe von 150,00 € (für Minderjährige die Hälfte). Bei einkommensschwachen Antragstellern kann bei entsprechendem Nachweis die Gebühr ermäßigt werden.

Herr Hans-Joachim Barkschat

H.Barkschat@
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