Schweinepest bei Wildschweinen

Tierseuchenbekämpfung - Schweinepest bei Wildschweinen

   

An der Schweinepest erkranken nicht nur Haus-, sondern auch Wildschweine. Letztere waren in den zurückliegenden Jahren häufig Ursache für Seuchenausbrüche in Hausschweinebeständen. Da sich aufgrund der hohen Wilddichten die Bekämpfung der Schweinepest beim Schwarzwild schwierig gestaltet, entwickelten Wissenschafter ein orales Immunisierungsverfahren.

Die Klassische Schweinepest (KSP), auch Europäische Schweinepest genannt, ist eine anzeigepflichtige Tierseuche, die sowohl bei unserem Hausschwein als auch beim Europäischen Wildschwein (Sus scrofa) vorkommt. Mit KSP-Virus infizierte Schwarzwildbestände waren in den zurückliegenden Jahren nicht selten der Ausgangspunkt für Infektionen in Hausschweinebeständen. Betrachtet man die Seuchensitutation bei Haus- und Wildschweinen in den letzten 12 Jahren, so wird deutlich, dass die meisten Seuchenfälle bei Hausschweinen in Gebieten lagen, wo auch Wildschweine mit dem Virus infiziert waren.

Selbst in Jahren ohne KSP bei Hausschweinen hat die Infektion in Wildtierbeständen zu erheblichen wirtschaftlichen Schäden geführt, nicht nur in der Forstwirtschaft, sondern auch in der Landwirtschaft. Dort vor allem, weil vorbeugende Seuchenschutzmaßnahmen erforderlich wurden und Handelsbeschränkungen die im Seuchengebiet gelegenen schweinehaltenden Betriebe beeinträchtigten. Nicht nur aus Gründen der Gefahr der Erregereinschleppung in die Haustierbestände, sondern vor allem aus der Sicht eines gesunden Wildbestandes ist es notwendig, die KSP beim Schwarzwild zu bekämpfen und in möglichst kurzer Zeit zu tilgen.

 

 

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