2. Industriegipfel Ennepe/Ruhr geht digital über die Bühne

Wie alle Teilnehmer beteiligte sich auch Landrat Olaf Schade (unten rechts) digital am 2. Industriegipfel Ennepe/Ruhr./Foto: SIHK/Hagen

Wie alle Teilnehmer beteiligte sich auch Landrat Olaf Schade (unten rechts) digital am 2. Industriegipfel Ennepe/Ruhr./Foto: SIHK/Hagen

Welche Weichen müssen heute für die Zukunft der Industrie in der Region gestellt werden? - dieser Frage gingen beim 2. Industriegipfel Ennepe/Ruhr mehr als 200 Teilnehmer nach. Angesichts der Pandemielage hatten sich die Veranstalter - die Wirtschaftsförderungsagentur Ennepe-Ruhr GmbH (EN-Agentur), die IHK Mittleres Ruhrgebiet und die SIHK zu Hagen - bereits frühzeitig entschieden, den Gipfel virtuell stattfinden zu lassen.

„Corona, Mobilitätswende, Digitalisierung, Klimaschutz und Energiewende stellen hohe Anforderungen an die Investitions- und Innovationsfähigkeit unser vornehmlich mittelständisch geprägten Industrie. Die damit verbundenen Herausforderungen können wir nur im Schulterschluss aller Akteure bewältigen“, betonte Landrat Olaf Schade vor Entscheidern aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung.

Mit Videobotschaften zählten auch EU-Kommissions-Präsidentin Ursula von der Leyen und Dr. Andreas Pinkwart, NRW-Minister für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie, zu den Teilnehmern.

Von der Leyen lobte die Unternehmen für ihre „Widerstandsfähigkeit“ in schwierigen Zeiten. Gleichzeitig machte sie aber auch deutlich: Nach Corona könne es keine Rückkehr zur „alten Wirtschaft“ geben und trotz Corona dürften wichtige Themen wie der Klimaschutz nicht vernachlässigt werden. Das Ruhrgebiet hat in ihren Augen das Zeug, ein europäisches Zentrum der Wasserstoff-Industrie zu werden.

„Im Rahmen des ´Green Deal´ hat die EU entschieden, Europa bis 2050 zum ersten klimaneutralen Kontinent werden zu lassen“, nahm von der Leyen die Unternehmen in die Pflicht. Eine Botschaft, die zum Ergebnis einer digitalen Umfrage unter den Teilnehmern passt: 7 von 10 gaben an, in den klima- und umweltpolitischen Vorgaben der Politik eher Chancen als Risiken für die Unternehmensentwicklung zu sehen.

Auf großes Interesse stießen Thesen und Statistiken sowie daraus abgeleitete Empfehlungen für Politik und Industrieunternehmen, die Hanno Kempermann (Institut der deutschen Wirtschaft Köln Consult GmbH) für die Regionen Mittleres Ruhrgebiet und Südwestfalen präsentierte.

Spannend auch die Diskussion über die Themen Innovation und Forschung, Nachhaltigkeit, Klima und Energie sowie Industriepolitik, die die Leitungen der Familienunternehmen Wittener Maschinenbauunternehmen J.D. Neuhaus, Jung Präzisionsfedern (Halver) und biw Isolierstoffe (Ennepetal) führten.