Achtung: Es stürmt erneut - Unwetter im Ennepe-Ruhr-Kreis erwartet

Xandra und Ylenia haben auf ihrem Zug durch den Ennepe-Ruhr-Kreis erfreulicherweise wenig Schäden angerichtet - aktuell bereiten sich die Mitarbeiter der Leitstelle im Schwelmer Kreishaus und die Mitglieder der Feuerwehren in den neun kreisangehörigen Städten auf Zeynep vor. Auch dieses Orkantief hat den Deutschen Wetterdienst veranlasst, eine Unwetterwarnung für den Ennepe-Ruhr-Kreis herauszugeben.

Nach derzeitigem Stand ist im gesamten Kreisgebiet am Freitag ab 16 Uhr und bis in die Nacht zum Samstag mit schweren Sturmböen mit Windgeschwindigkeiten von 80 bis 100 km/h zu rechnen. Vereinzelt kann es auch zu Orkanböen (105 bis 120 km/h) kommen.

„Bei starkem Wind, Sturm und Orkanböen haben wir es mit Naturereignissen zu tun. Folglich kann niemand mit absoluter Sicherheit voraussagen, was wann wo zu erwarten ist. Es ist aber ohne Frage sicherer und besser, Warnungen auszusprechen und ernst zu nehmen, als Hinweise auf Gefahren zu ignorieren. Auch die vergleichsweise geringen Schäden, die Xandra und Ylenia verursacht haben, sollten niemanden zu erhöhtem Leichtsinn verleiten“, betont Michael Schäfer, Leiter des Krisenstabs der Kreisverwaltung.

Extreme Vorsicht sollte der Begleiter sein

Seine Ratschläge sind daher identisch mit denen vieler anderer Experten: Während das Tief durch den Kreis zieht, gilt es extrem vorsichtig zu sein. Wer nicht zwingend vor die Tür muss, sollte zuhause bleiben. Ist dies nicht möglich, gilt für Fußgänger: Wälder sollten in keinem Fall betreten werden, Bäume und Dächer am Wegesrand muss man im Blick haben. Beim Autofahren ist jederzeit mit extremen Seitenwind und plötzlichen Hindernissen zu rechnen. Zudem sollte jeder prüfen, ob rund um Wohnung, Garten und Balkon noch alles windsicher ist.

Zeitnahe Warnmeldungen zur Lage im Ennepe-Ruhr-Kreis erhalten diejenigen, die die Warnapp NINA und die App der Kreisverwaltung auf ihren mobilen Geräten installiert haben. Beide Apps sind für die Kreisverwaltung wichtige Kanäle, um die Bevölkerung direkt und rund um die Uhr über regionale und lokale Gefahren zu informieren. Dafür können die Verantwortlichen auch Push-Nachrichten einsetzen, die dann direkt auf dem Startbildschirm der mobilen Geräte erscheinen. Sowohl NINA als auch die Ennepe-Ruhr-Kreis App stehen in den bekannten App-Stores zum Download zur Verfügung.

Stichwort Sturmbilanz

Xandra und Ylenia waren in dieser Woche mit deutlich geringeren Windgeschwindigkeiten über den Ennepe-Ruhr-Kreis gezogen als angekündigt und befürchtet. Gemessen wurden 40 bis 50 Kilometer pro Stunden, in Böen 100 km/h.

Erfreuliche Folge: Die Zahl der Einsätze, die von der Leitstelle im Schwelmer Kreishaus auf den Weg gebracht werden musste, blieb am Ende mit 124 überschaubar. Ebenso positiv: Menschen sind nicht verletzt worden, fast ausnahmslos waren umgestürzte Bäume der Grund für die Einsätze.