Achtung Sturmtief! - Unwetterwarnung für den Ennepe-Ruhr-Kreis

Die Mitarbeiter der Leitstelle - hier Daniel Orth - sind auf das Sturmtief vorbereitet.

Die Mitarbeiter der Leitstelle - hier Daniel Orth - sind auf das Sturmtief vorbereitet.

Über ihre App ist die Kreisverwaltung in der Lage, Warnmeldungen direkt in die Hand- und Hosentaschen der Bürger zu senden./Fotos: UvK/Ennepe-Ruhr-Kreis

Über ihre App ist die Kreisverwaltung in der Lage, Warnmeldungen direkt in die Hand- und Hosentaschen der Bürger zu senden./Fotos: UvK/Ennepe-Ruhr-Kreis

Der Deutsche Wetterdienst hat für den Ennepe-Ruhr-Kreis eine Unwetterwarnung ausgegeben. Ein Sturmtief bringt in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag sowie am Donnerstag schwere Sturmböen mit Windgeschwindigkeiten von 80 bis 100 km/h. Vereinzelt muss auch mit Orkanböen (105 bis 120 km/h) gerechnet werden. Eine weitere markante Sturmlage ist zudem für Freitagabend angekündigt. Wie stark sie ausfallen wird, ist derzeit allerdings noch unklar.

Eindeutig sind hingegen die Hinweise des Krisenstabs der Kreisverwaltung: Bei der angekündigten Sturmlage, die von ergiebigen Regenfällen begleitet werden soll, können auch zwischen Hattingen und Breckerfeld, Herdecke und Schwelm Bäume umstürzen und Dachziegel umherfliegen. Zudem muss erfahrungsgemäß mit massiven Behinderungen auf Schienen und Straßen gerechnet werden.

Es sollte zuhause geblieben werden

„Die angekündigte Sturmlage sollte für alle Bürgerinnen und Bürger Anlass zu extremer Vorsicht sein. Wer während des Sturms nicht zwingend vor die Tür muss, sollte zuhause bleiben. Ist dies nicht möglich, gilt für Fußgänger: Wälder sollten in keinem Fall betreten werden, Bäume und Dächer am Wegesrand muss man im Blick haben. Beim Autofahren ist jederzeit mit extremen Seitenwind und plötzlichen Hindernissen zu rechnen“, warnt Michael Schäfer, Leiter des Krisenstabs. Zudem sollte jeder prüfen, ob rund um Wohnung, Garten und Balkon alles windsicher ist.

Die Feuerwehren im Ennepe-Ruhr-Kreis haben sich bereits gestern unter Leitung von Kreisbrandmeister Rolf-Erich Rehm abgesprochen. Im Laufe des Tages werden sie einen entsprechenden Einsatzbefehl erhalten. Um Einsätze auch bei einer Flächenlage wie Sturm flexibel und dezentral bearbeiten zu können, haben die Leitstelle im Schwelmer Kreishaus und die Feuerwehren das so genannte Umweltmodul scharf geschaltet.

Lokale Warnungen als Push-Nachrichten abonnierbar

Um zeitnah Warnmeldungen zur Lage im Ennepe-Ruhr-Kreis zu erhalten, rät Rehm den Bürgerinnen und Bürgern zudem, die Warnapp NINA und die App der Kreisverwaltung auf ihren mobilen Geräten zu installieren und entsprechend einzustellen. Beide Apps sind für ihn wesentlichen Warnkanäle, um die Bevölkerung direkt und rund um die Uhr über regionale und lokale Warnungen zu informieren. Dafür können die Verantwortlichen auch Push-Nachrichten einsetzen, die dann direkt auf dem Startbildschirm der mobilen Geräte erscheinen. Einzige Voraussetzung sind entsprechende Einstellungen durch den Nutzer.

Stichwort NINA und Ennepe-Ruhr-Kreis App

Beide Apps stehen in den bekannten App-Stores zum Download zur Verfügung.

NINA steht für „Notfall-Informations- und Nachrichten-App“ und ist die offizielle Warnapp des Bundes. Auf diesem Weg erhalten die Bürger wichtige Hinweise zu unterschiedlichsten Gefahrenlagen. Auf den Weg gebracht werden sie von den jeweils zuständigen Stellen, auch die Leitstelle im Schwelmer Kreishaus gehört dazu. Wer die App nutzt, kann auswählen, für welche Kreise, Gemeinden oder Umkreise er Warnmeldungen erhalten möchte.

Die Kreisverwaltung nutzt die Ennepe-Ruhr-Kreis App seit Mai 2020. Auf diesem Kanal sendet der Kreis seitdem Tag für Tag seine Informationen in die Hand- und Hosentaschen der Bürgerinnen und Bürger des Ennepe-Ruhr-Kreises. Dank der ebenfalls möglichen Push-Funktion ist auch diese App geeignet, eine Rolle im Bevölkerungsschutz zu übernehmen.