Ausbildungsmesse ennepe-ruhr kehrt zurück, zwei Schauplätze geplant

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Digitale Angebote sind nicht schlecht, aber: Persönliche Begegnungen und direkte Gespräche rund um Ausbildung sind weder für Unternehmen noch für Schüler zu ersetzen.

Die Ausbildungsmesse feiert 2021 ihr Präsenz-Comeback. Um den Andrang der Teilnehmer zu verringern, wird es zwei statt einer Messe geben./Archivbilder: UvK/Ennepe-Ruhr-Kreis

Die Ausbildungsmesse feiert 2021 ihr Präsenz-Comeback. Um den Andrang der Teilnehmer zu verringern, wird es zwei statt einer Messe geben./Archivbilder: UvK/Ennepe-Ruhr-Kreis

Kontaktaufnahme leichtgemacht: Seit 2009 und bis 2019 verwandelte sich das Busdepot der Verkehrsgesellschaft Ennepe-Ruhr Jahr für Jahr in eine Markthalle der beruflichen Einstiegsmöglichkeiten. Ein ideales und über die Grenzen des Kreises hinaus beachtetes Angebot, um Unternehmen und Schüler von Abschlussklassen miteinander ins Gespräch zu bringen.

„Ungezählte Firmen haben auf diesem Weg ihre Fachkräfte von morgen gefunden, elf Schülergenerationen haben die Chance genutzt, mit Traumberufen auf Tuchfühlung zu gehen“, blickt Jürgen Köder, Geschäftsführer der EN-Agentur zurück.

In Zahlen: Von diesem Konzept haben Jahr für Jahr mehr als 140 Unternehmen und in all den Jahren fast 60.000 Jugendliche aus dem Ennepe-Ruhr-Kreis profitiert.

Nicht alles, was technisch umsetzbar ist, ist auch zielführend

Corona sei Undank mussten die Veranstalter im letzten Jahr umplanen. Die Busse blieben im Depot, die Messestände unaufgebaut und alles ging digital über die Bühne. Die Erkenntnis: Nicht alles, was technisch umsetzbar ist, ist am Ende auch zielführend. Mit anderen Worten: Persönliche Begegnungen und direkte Gespräche sind rund um Ausbildung weder für Unternehmen noch für Schüler zu ersetzen.

„Dies war - im Interesse aller Beteiligten - Ansporn für die Verantwortlichen, Wege zu finden, die jenseits des Digitalen liegen und dennoch die Pandemie im Blick behalten. Erfreulicherweise ist dies gelungen“, würdigt Landrat Olaf Schade die gefundene Lösung.

Zwei dezentrale Messen

Diese sieht so aus: Statt einer großen wird es zwei kleinere Ausbildungsmessen geben. Schauplätze sind am Freitag, 24. September, das VER-Busdepot in Ennepetal und am Freitag, 1. Oktober, die Gebläsehalle des LWL Industriemuseums Henrichshütte in Hattingen.

Der Gesprächsrahmen ist also gesetzt. Aktuell tüftelt die Wirtschaftsförderungsagentur Ennepe-Ruhr noch an vielen Details. Im Fokus hat sie dabei insbesondere Aspekte, die im Zusammenhang mit Corona unerlässlich sind. Stichworte hierfür sind Kontaktverfolgung, Terminvereinbarungen und Vorgaben für die Hygiene.

„Was genau umgesetzt werden muss, ist derzeit natürlich nicht absolut sicher zu sagen. Hier gilt es, das Pandemiegeschehen im Herbst abzuwarten. Grundsätzlich wollen wir aber so vorbereitet sein, dass die Veranstaltungen mit größtmöglicher Sicherheit stattfinden können“, erläutert Katja Kamlage von der EN-Agentur. 

Förderer und Partner

Als Förderer konnten der Ennepe-Ruhr-Kreis und die EN-Agentur – wie immer in der Vergangenheit – die Agentur für Arbeit gewinnen. Auch die AVU und die Regionalagentur Mittleres Ruhrgebiet sind wieder als Sponsoren an Bord. Neu dazugekommen ist die IHK Mittleres Ruhrgebiet.

Sowohl VER-Geschäftsführer Peter Bokenkötter als auch Museumsleiter Robert Laube freuen sich schon heute auf die Gäste aus Wirtschaft und Schule. „Seit mehr als einem Jahr haben Schüler unter anderem durch nicht mögliche Praktika Probleme, sich in Berufsfeldern auszuprobieren. Firmen fällt es schwer, Schüler auf ihre Ausbildungsangebote aufmerksam zu machen. Auch deshalb waren wir gerne bereit, die Gastgeberrolle zu übernehmen.“

Ansprechpartnerinnen für Unternehmen, die einen Messestand reservieren wollen, sind Katja Kamlage, Tel.: 0152/02962894, E-Mail: kamlage@en-agentur.de und Tatjana Grun, Tel.: 02324/56480, E-Mail: grun@en-agentur.de.

Stichwort Ausbildungsmesse ennepe-ruhr

Davon, wie gut das Konzept der Messe funktioniert, haben sich seit 2009 in schöner Regelmäßigkeit auch prominente Vertreter aus Politik, Gesellschaft und Sport bei persönlichen Besuchen überzeugt.

Zu den Gästen zählten jeweils als Vertreter der Landesregierung unter anderem Hannelore Kraft, Sylvia Löhrmann, Guntram Schneider und Garrelt Duin. Als Landtagspräsidentin war Carina Gödecke in Ennepetal und auch Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck konnte begrüßt werden. Zudem waren Olaf Thon und Norbert Dickel über mehrere Jahre als Messebotschafter im Einsatz.