Ausgezeichnet: Horst Hoffmann engagiert sich für Breckerfeld

Horst Hoffmann freut sich zusammen mit Ehefrau Britgitte sowie Olaf Schade und Bürgermeister André Dahlhaus über das "Danke schön" der Bundesrepublik Deutschland für sein Engagement./Foto: UvK/Ennepe-Ruhr-Kreis

Horst Hoffmann freut sich zusammen mit Ehefrau Britgitte sowie Olaf Schade und Bürgermeister André Dahlhaus über das "Danke schön" der Bundesrepublik Deutschland für sein Engagement./Foto: UvK/Ennepe-Ruhr-Kreis

„Ihre Lebensgeschichte und Ihr Engagement sind eng mit Ihrer Heimatstadt Breckerfeld verbunden. Seit über 40 Jahren gestalten Sie die Geschicke der Hansestadt rege und verantwortlich mit.“ Mit diesen Worten hat Landrat Olaf Schade das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland an Horst Hoffmann überreicht. Der Geehrte gelte als jemand, der sich selbst nicht so wichtig nehme und stattdessen die Sache, die Gemeinschaft und Breckerfeld sehe.

Über 40 Jahre Kommunalpolitiker - der 81-jährige gilt aus guten Gründen als Urgestein der Stadtpolitik. Mitglied des Rates und verschiedener Ausschüsse war er zwischen 1984 und 2014, bis heute ist der Bauingenieur als sachkundiger Bürger im Planungs-, Bau- und Umweltausschuss vertreten. Zwischen 1999 und 2014 hatte er hier als Vorsitzender besondere Verantwortung übernommen, stets brachte und bringt er seine Sachkenntnis in die Diskussionen ein. Ebenso bemerkenswert waren seine Amtsjahre als stellvertretender Bürgermeister.

Kommunalpolitik benötigt besondere Persönlichkeiten

„Häufig“, so Schade, „steht die Arbeit der in Stadträten Engagierten im Schatten der so genannten ´großen´ Politik. Ich finde zu Unrecht. Denn: Kommunalpolitiker bestimmen, was vor Ort gemacht wird. Damit haben sie hohen Einfluss auf Zusammenleben und Lebensqualität. Zudem bekommen die Menschen die Folgen der Entscheidungen - positiv wie negativ - viel unmittelbarer zu spüren. Dies führt zu Lob, aber eben auch zu Kritik, die die Bürger sehr persönlich bei den Stadträten loswerden können und auch loswerden. Der Draht ist hier ebenso kurz wie effektiv.“

Aus diesem Grund sei man in der Kommunalpolitik auf Persönlichkeiten angewiesen, die sich konstruktiv für die Sache der Gemeinschaft einsetzen, Verantwortung übernehmen und auch den Mut zu unpopulären Entscheidungen aufbringen, wenn dies um der Sache willen nötig sei.

„Horst Hoffmann ist ohne Frage so jemand. Horst Hoffmann hat die anspruchsvolle politische Tätigkeit in der Kommune, in seinem Breckerfeld über Jahrzehnte mit Bravour gemeistert“, hob der Landrat hervor.

22. Jahre Vorsitzender des Heimatvereins

Eng verbunden ist der Heimatverein mit Hoffmann. Die Gründung wurde von ihm vorangebracht, zwischen 1989 und 2011 war er zudem 22 Jahre Vorsitzender. Auch in dieser Funktion hatte er stets ein offenes Ohr für die Bürger und ihre Anliegen. Ein Beispiel von vielen ist die Anlage des neuen Wanderweges, der zur viel genutzten Verbindung zu anderen Wegen wie dem Jakobusweg wurde.

„Mit dem Umbau der ehemaligen Hufschmiede 1995/96 trug Hoffmann zudem dazu bei, dass der Heimatverein selbst eine Heimat fand“, erinnerte Schade.

Stichwort Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland

Der Verdienstorden ist die einzige allgemeine Verdienstauszeichnung und damit die höchste Anerkennung, die die Bundesrepublik Deutschland für Verdienste um das Gemeinwohl ausspricht. Er wird an Bürger für politische, wirtschaftlich-soziale und geistige Leistungen sowie für Verdienste aus dem sozialen, karitativen und mitmenschlichen Bereich verliehen. Seit seiner Stiftung durch Bundespräsident Theodor Heuss 1951 wurden etwa 254.000 Menschen auf diese Weise für ihre Leistungen gewürdigt.

Jeder kann die Verleihung des Verdienstordens an einen anderen anregen. Das Schreiben ist formlos an die Staatskanzlei des Bundeslandes zu richten, in dem der Vorgeschlagene wohnt. Die Anregung sollte neben Namen und Anschrift des möglichen Ordensempfängers auch Art und Umfang der Verdienste darstellen und Personen oder Organisationen nennen, die zu dem Vorschlag Stellung nehmen können. Übrigens: Wer seine eigene Auszeichnung anregt, kann nicht mit einer Verleihung des Verdienstordens rechnen.