AVU-Zeche Neuwülfingsburg hat Geschichte

Harald Sydow (hinten re.) präsentierte das Buch den Bergleuten der Zeche Neuwülfingsburg, Frank Hasenberg (hinten Mitte) und AVU-Vorstand Uwe Träris (links)./Foto: Bernd Henkel/AVU

Harald Sydow (hinten re.) präsentierte das Buch den Bergleuten der Zeche Neuwülfingsburg, Frank Hasenberg (hinten Mitte) und AVU-Vorstand Uwe Träris (links)./Foto: Bernd Henkel/AVU

Das Buch „Zeche Neuwülfingsburg 1934-1967. Die Geschichte einer Kraftwerkszeche im Niederbergisch-Märkischen Hügelland“ macht einen Teil der Spuren sichtbar, die der Steinkohle-Bergbau im Ennepe-Ruhr-Kreis hinterlassen hat. Und natürlich weckt Autor Harald Sydow Seite für Seite Erinnerungen bei den Menschen, die damit zu tun hatten.

Sydow war früher selbst im Bergbau tätig und hat nach mehrjähriger Recherche viele interessante unternehmerische und technische Details über die Zeche in Wetter-Albringhausen zusammengetragen. Geforscht hat er in Archiven, gesprochen hat er mit ehemaligen Bergleuten der Zeche Neuwülfingsburg. „Ich habe versucht, eine abwechslungsreiche Mischung aus Technik- und Unternehmensgeschichte abzubilden“, so Sydow.

„Bergbau hat unsere Region geprägt"

Acht von ihnen waren jetzt Zeugen der Buchpräsentation im „Landhaus zum alten Bahnhof“. Also an dem Ort in Albringhausen, von dem aus die Kohle einst nach Gevelsberg transportiert wurde.

„Auch wenn der Bergbau im gesamten Revier inzwischen Geschichte ist, ist es wichtig zu wissen, dass er auch unsere Region geprägt hat“, erklärte Bürgermeister Frank Hasenberg, der in Esborn aufgewachsen ist. Er suchte das Gespräch mit den Bergleuten ebenso wie AVU-Vorstand Uwe Träris. „Die Zeche ist Teil unserer Unternehmensgeschichte. Es ist wichtig, dieses Erbe zu bewahren und daran zu erinnern“, so Träris.

Unwirtschaftlich: 1964 kam das Aus

Seit den 40er Jahren des letzten Jahrhunderts war die AVU Pächter und später auch Eigentümer der Zeche. Die Kohle wurde vor allem für die Stromerzeugung im Gevelsberger Kraftwerk genutzt. 1964 fiel der Beschluss, die Zeche aus wirtschaftlichen Gründen stillzulegen. Auch darüber berichtet Sydow ausführlich.

„Zeche Neuwülfingsburg 1934-1967“ ist bereits sein zweites Buch. Auf eine Reise in eine längst vergangene Zeit hatte er sich erstmals mit Blick auf die Zeche Ullrich in Sprockhövel-Hiddinghausen aufgemacht.

Quelle: Presseinformation der AVU, Gevelsberg