Berufsbildungsmesse Zukunft-EN feiert gelungenes Präsenz-Comeback

Machten sich zusammen ein Bild vom Präsenz-Comeback der Messe und sprachen mit Unternehmen und Besuchern: Landrat Olaf Schade (Bildmitte) machte sich zusammen mit Katja Heck, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Hagen und Daniel Wieneke, Fachbereichsleiter Finanzen, Kreisentwicklung und Bildung der Kreisverwaltung.

Machten sich zusammen ein Bild vom Präsenz-Comeback der Messe und sprachen mit Unternehmen und Besuchern: Landrat Olaf Schade (Bildmitte) machte sich zusammen mit Katja Heck, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Hagen und Daniel Wieneke, Fachbereichsleiter Finanzen, Kreisentwicklung und Bildung der Kreisverwaltung.

Fotos: Jürgen Theobald/UvK/Ennepe-Ruhr-Kreis

Fotos: Jürgen Theobald/UvK/Ennepe-Ruhr-Kreis

2009 bis 2019 - wer eine dieser elf Auflagen der Ausbildungsmesse ennepe-ruhr im Busdepot der VER in Ennepetal besucht hat, der konnte bereits vor dem Hallentoren erkennen: Was die Unternehmen auspacken und aufbauen, geht weit über die Auslage von Informationsbroschüren hinaus. Wer durch die Gänge wandelte, sah, wie geairbrusht, gemauert und geschraubt, gefeilt, gelötet und gefliest wurde.

„Mehr als einmal waren die Stände mit Aktionen für die Firmen der Türöffner, um mit möglichen Fachkräften von morgen ins Gespräch zu kommen. Die Schülerinnen und Schüler konnten viel ausprobieren. Praktischer war Werben in eigener Sache kaum möglich“, blickt Landrat Olaf Schade beim Besuch des diesjährigen Angebotes „Berufsbildungsmesse Zukunft-EN“ zurück.

Weitere, klar erkennbare Corona-Unterschiede der Messeauflage 2021: Von der eigentlich üblichen drangvollen Enge in Gängen ist nichts zu sehen, Stimmengewirr ist Fehlanzeige und eher schlichte Tische und Stühle haben die farbigen und auffälligen Stände ersetzt

75 Unternehmen in Ennepetal präsent, 25 in Hattingen

„Vieles anders heißt aber natürlich nicht vieles schlechter“, betont Messeorganisatorin Katja Kamlage von der Wirtschaftsförderungsagentur Ennepe-Ruhr. Zunächst seien alle Beteiligten froh, die Schüler der Abschlussklassen sowie Jugendliche, die aktuell auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz sind, wieder direkt ansprechen zu können.

„Trotz der digitalen Angebote in diesem und im letzten Jahr freuen wir uns, dass sich die Beteiligten wieder persönlich gegenüberstehen konnten“, so Kamlage.

In Ennepetal machten 75 Unternehmen aus Industrie, Handwerk, Dienstleistung sowie Kreis- und Stadtverwaltungen und weitere Behörden dem Nachwuchs Gesprächsangebote, in Hattingen werden es am Freitag 25 sein. Eingeladen waren und sind Schüler aus 27 Haupt-, Gesamt-, Real- und Förderschulen, Gymnasien und Berufskollegs.

Gespräche profitierten von Vorbereitung

„Die Pflicht für die Schülerinnen und Schüler vorab Termine zu buchen und die Messe sowie die Unternehmen damit deutlich gezielter zu besuchen, hat den Gesprächen gut getan“, berichtete der Landrat über entsprechende Rückmeldungen der Unternehmen.

Von den möglichen 1.200 Terminen war am Ende ein gutes Drittel an die Fachkräfte von morgen vergeben. Jeder Besucher hatte vor Ort zudem die Chance, spontan freie Termine für weitere Kontaktaufnahmen mit Unternehmen zu nutzen. Da diese Möglichkeit von vielen genutzt wurde, ziehen die Organisatoren ein positives Fazit.

Noch freie Termine in Hattingen

„Kurzentschlossene haben jetzt noch die Chance, im LWL Industriemuseum Henrichshütte in Hattingen dabei zu sein, Gespräche zu suchen und Einstiegswege ins Berufsleben zu finden. Was genau noch möglich ist, ist unter www.zukunft-en.de abrufbar“, so Kamlage.

Alles muss raus wie immer - so lautete trotz der vielen Veränderungen und Neuerungen die Devise für die Verkehrsgesellschaft Ennepe-Ruhr. Um Schülern und Unternehmen Räume bieten zu können, mussten die Busse und die Leitzentrale wie immer seit 2009 für kurze Zeit umziehen.

Kreis und EN-Agentur werden vielfach unterstützt

„Natürlich ist das ein logistischer Aufwand. Aber ebenso natürlich ist es für alle bei der VER Beschäftigten, die Halle für diesen guten und sinnvollen Zweck frei zu machen. Wie absolut notwendig dieser Termin ist, hat uns der Ausfall im letzten Jahr gezeigt“, betont Geschäftsführer Peter Bökenkötter.

Wie immer in den Vorjahren fördert auch die Agentur für Arbeit Hagen die Veranstaltungen.  Zum Kreis der Unterstützer, auf die der Ennepe-Ruhr-Kreis und die EN-Agentur setzen können, zählen zudem erneut die AVU und die Regionalagentur Mittleres Ruhrgebiet. Neu dazugekommen sind das LWL Industriemuseum Henrichshütte als Gastgeber und die IHK Mittleres Ruhrgebiet.

Stichwort www.zukunft-en.de

Auf der Internetseite werden nicht nur die notwendigen Termine vereinbart. Dort finden sich auch die Profile aller Unternehmen und Institutionen. Diese Informationen sollen es den Jugendlichen leichter machen, gezielter nachdem Ausschau halten zu können, was für sie infrage kommt.