Bilanz 2017: Schüler erhielten rund 1,8 Millionen Euro BAföG

Schüler haben Anspruch darauf, finanziell unterstützt zu werden./Foto: UvK/Ennepe-Ruhr-Kreis

Junge Erwachsene, die eine schulische Ausbildung machen, sind beim Ennepe-Ruhr-Kreis an der richtigen Antragsadresse, wenn es um finanzielle Hilfe geht. Die Kreisverwaltung ist Ansprechpartner für das so genannte Schüler-BAföG.

2017 profitierten davon 669 Frauen und Männer, ihnen wurden aus Bundesmitteln fast 1,8 Millionen Euro überwiesen. Im Vergleich zu 2016 blieben die Zahlen für Empfänger und ausgezahlte Gelder damit nahezu unverändert.

Höhe der Förderung hängt von vielen Faktoren ab

Weil Schüler BAföG in voller Höhe als Zuschuss gewährt wird und nicht zurückgezahlt werden muss, ist es für Auszubildende interessant. Grundsätzlich entscheidend für einen Bewilligungsbescheid ist die gewählte Ausbildung.

„Schulische Ausbildungen ab Klasse 10, die einen Berufsabschluss vermitteln sowie Schulformen des zweiten Bildungswegs sind in der Regel förderungsfähig. Die gymnasiale Oberstufe hingegen grundsätzlich nicht“, erläutert Volker Lorenz, Sachgebietsleiter sonstige Sozialleistungen der Kreisverwaltung. Weiteren Einfluss auf die Entscheidung haben die Staatsangehörigkeit, die Eignung und das Alter.

Persönliche Beratung im Schwelmer Kreishaus

Für die Höhe des Förderbetrages spielen folgende Faktoren eine Rolle: Vermögen und Einkommen des Antragstellers sowie Einkommen der Eltern, Schulform und die Frage, ob der Jugendliche noch bei den Eltern wohn oder nicht. Die Höhe der monatlichen Schüler-BAföG-Sätze beträgt aktuell zwischen 231 und 735 Euro.

Nähere Informationen erhalten Interessierte im Internet unter www.bafoeg.bmbf.de. Für eine persönliche Beratung stehen die Mitarbeiter des Amtes für Ausbildungsförderung der Kreisverwaltung im Schwelmer Kreishaus zu Verfügung. Sie sind unter den Telefonnummern 02336/93 2261, 93 2217 und 93 2256 erreichbar. Die Sprechzeiten lauten montags bis freitags von 8 bis 12 Uhr und donnerstags von 14 bis 16 Uhr.

Stichwort weitere Fördermöglichkeiten

Neben dem Schüler-BAföG sieht der Gesetzgeber noch weitere Fördermöglichkeiten vor. So haben junge Frauen und Männer, die eine betriebliche Ausbildung absolvieren und nicht mehr bei den Eltern wohnen, unter bestimmten Voraussetzungen Anspruch auf Berufsausbildungsbeihilfe (BAB). Hierfür zuständig sind die örtlichen Agenturen für Arbeit.

Studierende an Fachhochschulen und Hochschulen finden ihre Ansprechpartner zum Thema Ausbildungsförderung bei den jeweiligen Studentenwerken ihres Studienortes. Und wenn es um das so genannte Meister-BAföG geht, können sich Interessierte an die jeweilige Handwerkskammer wenden. Informationen und Antragsunterlagen hierzu unter www.meister-bafoeg.info.