Bilanz 2019: 23,4 Millionen Euro an Eltern ausgezahlt

Die Elterngeldstelle der Kreisverwaltung ist in der Wittener Nebenstelle am Schwanenmarkt zu finden./Foto: UvK/Ennepe-Ruhr-Kreis

Die Elterngeldstelle der Kreisverwaltung ist in der Wittener Nebenstelle am Schwanenmarkt zu finden./Foto: UvK/Ennepe-Ruhr-Kreis

2019 haben im Ennepe-Ruhr-Kreis 3.994 Mütter und Väter Elterngeld beantragt, mehr als je zuvor. Insgesamt wurden fast 23,4 Millionen Euro an Elterngeld ausgezahlt. 26,6 Prozent der Leistungsempfänger waren Männer. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies für alle drei Bereiche ein Plus. 2018 hatte die Kreisverwaltung Elterngeld für 3.577 Personen bearbeitet, 22,9 Millionen Euro ausgezahlt und in 26,5 Prozent der Fälle wurden Vätern Leistungen überwiesen.

„Damit setzt sich ein Trend fort, den wir seit Einführung des ElterngeldPlus vor gut vier Jahren beobachten. Mit dem Angebot, die monatliche Zahlung zu halbieren und damit die Laufzeit der Leistung zu verdoppeln, sind mehr individuelle Lösungen möglich. Dies nutzen viele Eltern, suchen und finden die für sie beste Kombination aus ElterngeldPlus und Basiselterngeld“, berichtet Nadine Volmer, zuständige Sachgebietsleiterin der Kreisverwaltung.

Anträge können erst nach der Geburt abgegeben werden

Weitere Zahlen aus der Jahresbilanz: Die überwiegende Mehrheit der Väter - 770 von 1.037- bezieht ihr Elterngeld immer noch für die so genannten Partnermonate und kehrt bereits nach zwei Monaten wieder an ihren Arbeitsplatz zurück. Insgesamt wurden in der Nebenstelle der Kreisverwaltung am Wittener Schwanenmarkt über 4.536 Anträge entschieden, 3.728 Erstanträge und 808 Neuberechnungen.

Grundsätzlich gilt: Anträge können erst nach der Geburt abgegeben werden, das frühzeitige Vorbereiten der erforderlichen Unterlagen ist aber in jedem Fall sinnvoll. Wer einen Antrag stellt, hält den Bescheid aktuell nach gut sieben Wochen in Händen.

Aktuell eingeschränkte Öffnungszeiten

Nach wie vor kämpfen die Mitarbeiter der Elterngeldstelle aber noch mit Rückständen. Diese waren personalbedingt Anfang letzten Jahres aufgelaufen und werden Schritt für Schritt abgearbeitet. Um dies leisten zu können, bleibt die Elterngeldstelle mittwochs und freitags geschlossen.

Geöffnet sind die Büros montags, dienstags und donnerstags zwischen 8 und 12 Uhr sowie donnerstags zusätzlich von 14 bis 16 Uhr. Die Telefonnummer lautet 02302/922 201.

Informationsabende sind geplant

Zu diesen Zeiten können sich werdende Eltern, die rund rum Basiselterngeld und ElterngeldPlus auf der Suche nach der für sie besten Lösung sind, an die Mitarbeiter der Kreisverwaltung wenden. „In einer Vielzahl von Fällen haben wir auch wieder im letzten Jahr Fragen zu den rechtlichen Rahmenbedingungen beantwortet und Eltern bei der Antragsstellung geholfen“, so Volmer.

Zusätzlich sind für das laufende Jahr vier Informationsabende geplant. Diese finden am 17. März und 22. September jeweils um 18 Uhr im Marienhospital Witten sowie am 14. Mai und 12. November jeweils um 19 Uhr im HELIOS-Klinikum in Schwelm statt.

Unabhängig von den Öffnungszeiten und Informationsabenden finden Interessierte jederzeit hier Informationen, Fakten und Anträge sowie den Weg zum Online-Elterngeldrechner des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Stichwort Blick in die Geschichte des Elterngeldes

Im Premierenjahr 2008 hatte es im Ennepe-Ruhr-Kreis 2.907 Anträge gegeben, 13,9 Millionen Euro waren ausgezahlt worden und 14,3 Prozent der Leistungsempfänger waren Väter.