Brände und ABC-Einsatz: Münster hatte viel zu bieten

Mit dem Außengelände macht das Institut der Feuerwehr zahllose Übungen möglich. Dazu zählen auch realistische Einsätze an Kesselwaggons.

Das Fahren im Verbund wurde auf dem Weg Richtung Münster geübt.

Zu den Szenarien zählte auch ein Brand im Zug samt Personenrettung.

Einsatzleiter Daniel Koch koordiniert mit seinem Team den Rettungseinsatz/Fotos: Max Blasius/Markus Neuhaus/Kreisfeuerwehrverband

Den Mitgliedern der Feuerwehren aus dem Ennepe-Ruhr-Kreis bot sich jetzt eine außergewöhnliche Übungsmöglichkeit: An zwei Tagen waren sie auf dem Außengelände des Instituts der Feuerwehr in Münster zu Gast.

„Auf dem Gelände kann viel vom dem sehr realistisch geübt werden, was uns draußen Tag für Tag erwarten kann. Es gibt mehrere Mehr- und Einfamilienhäuser mit Garagen und eine Baugrube, einen Personenzug und einen Kesselwagen“, berichtet Übungsleiter Benedikt Danz.

Teilnehmer erhielten konstruktives Feedback

Diese Gegebenheiten wurden von den fast 200 Teilnehmern für 70 verschiedenste Einsatzübungen genutzt. Die erste hatten sie bereits hinter sich, als sie die Tore des Instituts passierten. Der Weg aus dem Kreis Richtung Münsterland wurde von den gut 20 Fahrzeugen für die selten trainierte Verbandfahrt genutzt.

Vor Ort standen dann unter anderen Garagenbrände, Einsätze mit ABC-Gefahr, ein Zugbrand sowie technische Hilfeleistungen in den Szenarien. Vorbereitet worden waren die Einsätze von erfahrenen Ausbildern der einzelnen Feuerwehren. Sie gaben den Teilnehmern nach jeweils 30 bis 45 Minuten auch ein konstruktives Feedback. Koordiniert wurden die Arbeiten der einzelnen Löschgruppen durch einen Einsatzleitwagen der Feuerwehr Schwelm.

Ebenfalls auf dem Programm: Zusammenarbeit der Wehren aus verschiedenen Kommunen

Viel Praxis gab es auch an zwei weiteren Stationen. Hier konnte wichtiges Wissen zu tragbaren Leitern und über Verkehrsunfälle mit eingeklemmten Personen mitgenommen werden.

Höhepunkte waren an beiden Tagen die abschließenden größeren Szenarien, die genutzt wurden, um die Zusammenarbeit der Wehren aus verschiedenen Kommunen inklusive Einsatz- und Abschnittsleitung zu üben. Einmal brannten drei Mehrfamilienhäuser, einmal ein Personenzug. In beiden Fällen galt es, rund 20 Personen zu retten und zu versorgen.

Verpflegt wurden die Teilnehmer durch eine Einheit der Feuerwehr Witten. Ein Rettungswagen des ASB stellte den Eigenschutz sicher.

Kreisbrandmeister zeigt sich zufrieden

„Toll zu sehen, mit welchem Engagement alle bei der Sache sind. Wie alle sich in ihrer Freizeit einbringen, um den Bürgern des Ennepe-Ruhr Kreises zukünftig noch besser helfen zu können“, hob Kreisbrandmeister Rolf-Erich Rehm bei seinem Besuch hervor.

Sein Dank galt den Übungsleitern Benedikt Danz, Thomas Schuckert und Markus Göbel. Für sie war die Organisation der beiden Tage ebenso mit einer Vielzahl von logistischen Herausforderung verbunden gewesen wie für den Kreisfeuerwehrverband EN.

Grundlage: Presseinformation des Kreisfeuerwehrverbandes EN