Bundestagswahl: Briefwahl gefragt, Auszählungen online verfolgen

Foto: Deutscher Bundestag, Marc-Steffen Unger

Foto: Deutscher Bundestag, Marc-Steffen Unger

Für die am Sonntag, 26. September, stattfindende Wahl zum 20. Deutschen Bundestag sind in den neun Städten des Ennepe-Ruhr-Kreises rund 249.000 Bürgerinnen und Bürger zur Stimmabgabe aufgerufen. Per Direktmandat oder über die Landesliste einer Partei möchten 5 Frauen und 13 Männer aus Ennepetal, Hattingen, Schwelm, Wetter und Witten ein Mandat erringen.

Die meisten Wählerinnen und Wähler sind in Witten zuhause (72.901), die wenigsten in Breckerfeld (7.106). In Hattingen dürfen 42.565 ihre Kreuze machen, in Gevelsberg und Ennepetal jeweils um die 23.000, in Schwelm, Sprockhövel und Wetter sind es jeweils um die 20.000 und in Herdecke 18.744. Wahlberechtigt sind alle Deutschen, die am Wahltag mindestens 18 Jahre alt sind, seit mindestens drei Monaten in Deutschland leben und nicht vom Wahlrecht ausgeschlossen sind.

Briefwahl auf Rekordniveau

Die Wahlämter in den Städten verzeichnen eine hohe Nachfrage nach Briefwahlunterlagen. Kreisweit haben bis heute schon vier von zehn Wählern (38,7 Prozent, 96.514) diese Möglichkeit zur Stimmabgabe auf den Weg gebracht. Zum Vergleich: Bei der Bundestagswahl 2017 lag der Anteil der Briefwähler im Kreis am Ende bei 24,2 Prozent (61.314).

Welcher Kandidat die meisten Erststimmen in den Wahlkreisen 138 und 139 erhalten hat und damit direkt in den Bundestag einzieht und wie sich die Zweitstimmen an Ennepe und Ruhr auf die 27 Parteien verteilen, darüber informiert die Kreisverwaltung am Sonntag ab 18 Uhr auf der Startseite dieser Internetseite (www.en-kreis.de).

Eine öffentliche Wahlergebnispräsentation im Kreishaus wird es nicht geben. Weiterer Hinweis der Kreisverwaltung: Die aus Wahlen der Vorjahre bekannte App „Votemanager“ steht für das Verfolgen der Auszählungen nicht mehr zur Verfügung. Sie wurde vom Anbieter aus den App-Stores genommen.

Stichwort Wahlkreise, Direktkandidaten und Landeslistenplätze

Der Ennepe-Ruhr-Kreis ist bei der Bundestagswahl erneut in zwei Wahlkreise aufgeteilt. Zum Wahlkreis 139/Ennepe-Ruhr-Kreis II zählen die Städte Hattingen, Herdecke, Sprockhövel, Wetter und Witten. Den Wahlkreis 138/Hagen-Ennepe-Ruhr-Kreis I bilden Breckerfeld, Ennepetal, Gevelsberg und Schwelm gemeinsam mit der kreisfreien Stadt Hagen.

Im Wahlkreis 139/Ennepe-Ruhr-Kreis II bewerben sich um das Direktmandat: Hartmut Ziebs (CDU, Schwelm), Axel Echeverria (SPD, Witten), Anna Neumann (FDP, Hattingen), Carl-Dietrich Korte (AfD, Ennepetal), Ina Gießwein (Bündnis 90/Die Grünen, Schwelm), Clemens Jost (Die Linke, Hattingen), Michael Hanses (DIE PARTEI, Witten), Eric Tiggemann (PIRATEN, Hattingen), Thorsten Michaelis (FREIE WÄHLER, Wetter (Ruhr)), Achim Czylwick (MLPD, Witten) und Dr. Michael Thomas Kirchner (die Basis, Hattingen).

Die Direktkandidaten im Wahlkreis 138/Hagen-Ennepe-Ruhr-Kreis I sind: Christian Nienhaus (CDU, Eschbach), Timo Schisanowski (SPD, Hagen), Katrin Helling-Plahr (FDP, Hagen), Andreas Geitz (AfD, Hagen), Dr. Janosch Dahmen (Bündnis 90/Die Grünen, Berlin), Ingo Hentschel (Die Linke, Hagen), Athanasios Sarakatsanos (Die Partei, Hagen), Sara Buschner (Freie Wähler, Hagen), Reinhard Johannes Funk (MLPD, Hagen), Markus Effenberger (dieBasis, Hagen) und Michael Tropp (Wir! Gemeinsam stark, Hagen).

10 der 22 Direktkandidaten finden sich auch auf der Landesliste ihrer Partei wieder und haben so eine zweite Chance auf ein Bundestagsmandat. Dies sind: Hartmut Ziebs (CDU, Platz 45), Christian Nienhaus (CDU, Platz 49), Axel Echeverria (SPD, Platz 31), Timo Schisanowski (SPD, Platz 51), Katrin Helling-Plahr (FDP, Platz 15), Anna Neumann (FDP, Platz 28), Dr. Janosch Dahmen (Bündnis90/Die Grünen, Platz 24), Ina Gießwein (Bündnis90/Die Grünen, Platz 33), Eric Tiggemann (PIRATEN, Platz 7) und Michael Hanses (DIE PARTEI, Platz 71).

Als weitere Bewerber aus dem Ennepe-Ruhr-Kreis, die über die Landesliste nach Berlin möchten, finden sich Christina Aldenhoven (ÖDP, Wetter, Platz 11), Dr. Susanne Ruff-Dietrich (ÖDP, Hattingen, Platz 17), Gerhard Lappe (ÖDP, Witten, Platz 20) und Ralf Bartmann (ÖDP, Witten, Platz 24) sowie Leonidas Eliakopoulos (DKP, Witten, Platz 10), Norman Kerner (Bündnis C, Witten, Platz 5) und Josefine Naton (Volt, Witten, Platz 21). Welcher Listenplatz am Ende für den Einzug in den 20. Deutschen Bundestag ausreicht, hängt von der Zahl der Zweitstimmen der jeweiligen Partei ab.