Bundestagswahl: Kreiswahlausschuss lässt alle Bewerber zu

Die Sitze im Deutschen Bundestag werden am 26. September neu vergeben./Foto: Bundestag/Marc-Steffen Unger

Die Sitze im Deutschen Bundestag werden am 26. September neu vergeben./Foto: Bundestag/Marc-Steffen Unger

Der Kreiswahlausschuss hat am Freitag, 30. Juli, in öffentlicher Sitzung im Schwelmer Kreishaus alle elf fristgerecht eingereichten Vorschläge für den Bundestags-Wahlkreis 139/Ennepe-Ruhr-Kreis zugelassen. Zu diesem Wahlkreis gehören mit Hattingen, Herdecke, Sprockhövel, Wetter und Witten fünf der neun Städte des Ennepe-Ruhr-Kreises. Die Wahlleitung liegt in den Händen der Kreisverwaltung.

Breckerfeld, Ennepetal, Gevelsberg und Schwelm bilden zusammen mit der kreisfreien Stadt Hagen den Wahlkreis 138/Hagen-Ennepe-Ruhr-Kreis I - über die Zulassung der Vorschläge in diesem Wahlkreis entscheidet der Wahlausschuss der Stadt Hagen.

Im Wahlkreis 139 bewerben sich nach dem heutigen Beschluss folgende Kandidatinnen und Kandidaten um ein Direktmandat für den Deutschen Bundestag:

Hartmut Ziebs (CDU, Schwelm), Axel Echeverria (SPD, Witten), Anna Neumann (FDP, Hattingen), Carl-Dietrich Korte (AfD, Ennepetal), Ina Gießwein (Bündnis 90/Die Grünen, Schwelm), Clemens Jost (Die Linke, Hattingen), Michael Hanses (DIE PARTEI, Witten), Eric Tiggemann (PIRATEN, Hattingen), Thorsten Michaelis (FREIE WÄHLER, Wetter (Ruhr)), Achim Czylwick (MLPD, Witten) und Dr. Michael Thomas Kirchner (die Basis, Hattingen).

2017 gingen beide Direktmandate an SPD Bewerber

Die Entscheidung darüber, welche Parteien am Sonntag, 26. September, mit einer Landesliste zugelassen werden, trifft der nordrhein-westfälische Landeswahlausschuss in Düsseldorf. Dieser tagt ebenfalls am heutigen Freitag.

Bei der letzten Bundestagswahl im September 2017 waren Ralf Kapschack (SPD, Witten) im Wahlkreis 139 und René Röspel (SPD, Hagen) im Wahlkreis 138 als erfolgreiche Direktkandidaten in den Bundestag eingezogen.

Stichwort Wahlsystem

Die Wähler haben bei der Bundestagswahl zwei Stimmen. Mit der Erststimme wird der Direktbewerber des jeweiligen Wahlkreises gewählt, mit der Zweitstimme die so genannte Landesliste einer Partei.

Für den Gewinn des Direktmandats ist die einfache Stimmenmehrheit ausreichend. Während die Direktkandidaten von Wahlkreis zu Wahlkreis unterschiedlich sind, sind die Landeslisten in jedem Bundesland identisch.