Corona: 713 Infektionen, 647 Gesundete, 51 Erkrankte

Im Ennepe-Ruhr-Kreis gibt es 713 bestätigte Corona-Fälle (Stand Dienstag, 25. August, 9 Uhr), von diesen gelten 647 als genesen. Die Zahl der Infektionen ist damit innerhalb der letzten 24 Stunden um 7 gestiegen.

In den Krankenhäusern im Kreisgebiet sind derzeit 4 Patienten mit Corona-Infektion in stationärer Behandlung. Einer wird intensivmedizinisch betreut, keiner beatmet.

Die aktuell 51 Erkrankten wohnen in Ennepetal (8), Gevelsberg (6), Hattingen (8), Herdecke (7), Sprockhövel (8), Wetter (5) und Witten (9). In Breckerfeld und Schwelm ist derzeit niemand am Corona-Virus erkrankt.

352 Menschen in Quarantäne

Die Gesundeten kommen aus Breckerfeld (15), Ennepetal (35), Gevelsberg (70), Hattingen (104), Herdecke (63), Schwelm (71), Sprockhövel (46), Wetter (49) und Witten (194).

15 Menschen aus dem Ennepe-Ruhr-Kreis sind mit oder an dem Corona-Virus verstorben. Sie stammen aus Ennepetal (3), Gevelsberg (3), Hattingen (2), Schwelm (2), Sprockhövel (1), Wetter (2) und Witten (2).

Für die bestätigten Fälle sowie für begründete Verdachtsfälle ist häusliche Quarantäne angeordnet. Insgesamt gilt diese Vorgabe für 352 (Vortag 334) Personen im Kreis.

Sechste Grundschule betroffen

Mit der Pferdebachschule in Witten rückt erneut eine Grundschule in den Fokus des Gesundheitsamtes. Weil bei einem Kind eine Corona-Infektion besteht und an Grundschulen keine Masken getragen werden, hat das Gesundheitsamt die betroffene Klasse geschlossen und in den Distanzunterricht geschickt. Alle Kinder der Klasse sollen am Mittwoch getestet werden.

„Die Pferdebachschule ist seit dem Ende der Sommerfeien die sechste Grundschule, an der wir ermitteln müssen und Entscheidungen zu treffen haben. Zwar ist jeder Fall ein wenig anders, dennoch haben wir inzwischen eine klare Linie für unser Vorgehen gefunden. Erfreulicherweise haben wir bei unseren sehr arbeitsintensiven Recherchen bisher in allen Fällen von den guten Vorbereitungen der Schulen profitieren können“, berichtet Amtsärztin Dr. Sabine Klinke Rehbein.

Recherchen im Umfeld eines Sportvereins

Der Wittener Fall brachte allerdings auch eine Premiere mit sich. Da das betroffene Kind als Fußballer aktiv ist und im Rahmen eines Freundschaftsspiels auf dem Rasen gestanden hatte, musste das Kreisgesundheitsamt erstmals im Umfeld eines Sportvereins recherchieren, wie eng Kontakte zu wem gewesen sind.

„Am Ende haben wir entschieden, die gesamte Mannschaft als enge Kontaktpersonen einzustufen. Damit gilt für alle Teammitglieder Quarantäne. Zudem werden wir sie auf Corona testen“, so Dr. Klinke Rehbein. Der Freundschaftsspielgegner wurde auf den Fall hingewiesen, weitere Schritte waren hier aus Sicht der Verantwortlichen aber nicht notwendig.

Mindestens bis Mittwoch bleibt das Gymnasium Gevelsberg noch geschlossen. Nachdem gestern alle Lehrer abgestrichen worden waren, stehen heute die Tests für Schüler auf dem Programm. Bis die Ergebnisse vorliegen müssen die Schüler zuhause bleiben und werden unter anderem über eine Online-Plattform unterrichtet.

Getestet werden heute zudem einige Schüler und Lehrer der Realschule Gevelsberg. Auch dort befindet sich eine Klasse aktuell im Distanzunterricht. Weiterhin offen sind die Testergebnisse der Grundschule Volmarstein in Wetter. Wegen eines positiven Falls unter den Schülern waren dort rund 50 Kontaktpersonen getestet worden. Die betroffene Klasse ist derzeit im Distanzunterricht.