Corona: 83 bestätigte Fälle, 4 Gesundete, Testkapazitäten ausgeweitet

Was in der letzten Woche in Herdecke und Witten noch für einen Tag aufgebaut wurde, soll in dieser Woche zur Dauerlösung an einem Standort im Ennepe-Ruhr-Kreis werden./Foto: UvK/Ennepe-Ruhr-Kreis

Was in der letzten Woche in Herdecke und Witten noch für einen Tag aufgebaut wurde, soll in dieser Woche zur Dauerlösung an einem Standort im Ennepe-Ruhr-Kreis werden./Foto: UvK/Ennepe-Ruhr-Kreis

Die Zahl der Corona-Fälle im Ennepe-Ruhr-Kreis liegt aktuell bei 83 (Stand: Montag, 23. März, 15 Uhr). Die Betroffenen wohnen in Breckerfeld (1) Ennepetal (3), Gevelsberg (11), Hattingen (13), Herdecke (15), Schwelm (3), Sprockhövel (10), Wetter (6) und Witten (21).

Als begründete Verdachtsfälle gelten aktuell 509 Bürgerinnen und Bürger. Sie verteilen sich auf Breckerfeld (19), Ennepetal (43), Gevelsberg (42), Hattingen (82), Herdecke (55), Schwelm (33), Sprockhövel (43), Wetter (27) und Witten (165). Für die bestätigten Fälle sowie für die begründeten Verdachtsfälle ist häusliche Quarantäne angeordnet. Insgesamt gilt die Vorgabe der Quarantäne für 1.377 Personen im Kreis.

Heute ist die Zahl der als von Corona geheilt geltenden Bürger auf 4 gestiegen. Zu der bereits bekannten Hattingerin sind eine weitere Person aus Hattingen sowie 2 aus Witten dazugekommen. Die Zahl der Todesfälle liegt unverändert bei 1.

Mobile Diagnostik am Limit

Ein weiteres Mal reagiert die Kreisverwaltung zu Wochenbeginn auf die steigende Zahl notwendiger Tests. Seit heute sind die inzwischen vier Fahrzeuge der mobilen Diagnostik zwischen 11 und 17 Uhr und damit täglich 2 Stunden länger als bisher unterwegs. Effekt: Das Gesundheitsamt kann ab sofort 60 statt bisher 40 Bürger pro Tag ansteuern lassen.

„Da es in den letzten Tagen aber nötig geworden ist, Wartelisten zu führen und die mobile Diagnostik mit der heutigen Veränderung am Limit ist, arbeiten wir weiterhin mit Hochdruck am Angebot einer stationären Diagnostik. Diese werden wir voraussichtlich noch in dieser Woche in Form einer ´Drive in´ Lösung anbieten“, kündigt Michael Schäfer, Leiter des Krisenstabes im Schwelmer Kreishaus an.

Anzahl der täglichen Tests soll auf 150 gesteigert werden

Weitere Einzelheiten dazu wird der Ennepe-Ruhr-Kreis bis Mitte der Woche veröffentlichen. Die Verantwortlichen gehen davon aus, nach kurzer Eingewöhnungszeit für den „Drive in“ mobil und stationär täglich insgesamt rund 150 Bürger testen zu können und aktuell vorhandene Wartezeiten zu verkürzen.

Andersherum: Menschen, die Kontakt zu Coronapatienten hatten oder aus Risikogebieten kommen und keine Krankheitssymptome zeigen, werden nicht getestet. Dies wird von Experten als nicht sinnvoll bewertet. Für sie alle gilt aber: Sie sollten aus Vorsicht 14 Tage zu Hause bleiben und ihre Gesundheit beobachten. Im Durchschnitt wird man vier bis sieben Tage nach einem Kontakt krank.

Stichwort Hotline für Unternehmen und Selbstständige

Seit einigen Tagen ist alle anders. Vielen Unternehmen und Selbstständigen ist von jetzt auf gleich das Geschäft weggebrochen. Ladenlokale und Produktionsstätten mussten schließen. Mitarbeiter zuhause bleiben.

Die Wirtschaftsförderungsagentur Ennepe-Ruhr hat für die Wirtschaft im Ennepe-Ruhr-Kreis ab sofort eine Hotline eingerichtet. Die Nummer lautet 02324/5648 0. Erreichbar ist sie für jedes hilfesuchende Unternehmen sowie für Selbstständige montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr.

Neben der Hotline informiert die EN-Agentur auch über ihre Social Media Kanäle. Informationen darüber sowie aktuelle Informationen und FAQ´s auf www.en-agentur.de.