Corona: Ab sofort weitere Auffrischimpfung möglich

Ab sofort ist im Ennepe-Ruhr-Kreis für gesundheitlich besonders gefährdete beziehungsweise exponierte Personengruppen eine zweite Auffrischimpfung möglich. Diese erfolgt mit einem mRNA-Impfstoff und folgt auf die abgeschlossene Grundimmunisierung sowie die erste Auffrischimpfung.

Grundlage für das Angebot ist eine neue, von der Ständigen Impfkommission (STIKO) am Dienstag veröffentlichte Empfehlung sowie der auf dieser Grundlage vom NRW Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales geänderte Impferlass.

Ausgewählte Personengruppen

Er sieht die zweite Auffrischimpfung für Menschen ab 70 Jahren, für Bewohner und Betreute in Einrichtungen der Pflege, für Menschen mit Immunschwäche ab fünf Jahren sowie für in medizinischen Einrichtungen und Pflegeeinrichtungen Tätige vor.

Weitere Vorgabe: Bei gesundheitlich gefährdeten Personengruppen soll der in der Regel vierte Pieks frühestens drei Monate nach der ersten Auffrischimpfung erfolgen, bei Personal in medizinischen und pflegerischen Einrichtungen frühestens nach sechs Monaten.

Impfstellen sind Anlaufstellen

Anlaufstelle für die zweite Auffrischimpfung sind ab sofort neben dem Impfbus alle stationären Impfstellen, die vom Ennepe-Ruhr-Kreis betrieben werden. Eine Terminvereinbarung ist nicht nötig, Hinweise zu den Öffnungstagen und -zeiten finden sich hier.

Personen, die nach der ersten Auffrischimpfung eine Corona-Infektion durchgemacht haben, wird keine weitere Auffrischimpfung empfohlen.

Aktuelle Daten zeigen: Der Schutz nach der ersten Auffrischimpfung gegen Infektionen mit der momentan zirkulierenden Omikron-Variante nimmt innerhalb weniger Monate ab.

Dies ist insbesondere für Menschen ab 70 Jahren und für Personen mit Immunschwäche bedeutsam, da diese nach einer Infektion das höchste Risiko für einen schweren Corona Verlauf haben. Durch die zweite Auffrischimpfung sollen der Schutz verbessert und schwere Erkrankungen bei gefährdeten Personen verhindert werden. Personal in medizinischen Einrichtungen und Pflegeeinrichtungen soll individuell besser geschützt werden, da es sich leichter anstecken kann.

Stichwort Stationäre Impfstellen in den Städten

Die Koordinierende Covid-Impfeinheit des Ennepe-Ruhr-Kreises reagiert auf die aktuell sehr geringe Auslastung der von ihr betriebenen stationären Impfstellen in den Städten. Das seit Wochen bekannte Angebot - ein Öffnungstag pro Woche in Breckerfeld, Gevelsberg, Hattingen, Herdecke, Sprockhövel, Wetter und Witten - endet vorerst am Sonntag, 27. Februar.

Erhalten bleiben damit ab Montag, 28. Februar, die an sieben Tagen in der Woche geöffnete Impfstelle in Ennepetal sowie der Impfbus, der weiterhin Station in allen neun Städten machen wird.

Sollte die Impfnachfrage unter anderem im Zusammenhang mit der zweiten Auffrischimpfung wieder steigen, werden die Verantwortlichen im Schwelmer Kreishaus das Angebot wieder erhöhen und an den Bedarf anpassen.

Alle Informationen über die Adressen und Öffnungszeiten der stationären Impfstellen sowie die Stationen des Impfbusses finden sich hier.