Corona: Impfen nur mit Termin und bei Berechtigung

Willkommen sind Bürger, die einen Termin vereinbart habe und impfberechtigt sind./Foto: UvK/Ennepe-Ruhr-Kreis

Willkommen sind Bürger, die einen Termin vereinbart habe und impfberechtigt sind./Foto: UvK/Ennepe-Ruhr-Kreis

„Nur wer impfberechtigt ist und einen Termin gebucht hat, wird im Impfzentrum oder in der Nebenstelle „Drive in“ auch geimpft“, diese klare Aussage hat die Kreisverwaltung in den letzten Tagen und Wochen regelmäßig wiederholt. Unabhängig von einer Abweichung am späten Mittwochnachmittag (21. April) wird dies auch zukünftig so sein.

Was war passiert? Nach 17.30 Uhr waren sowohl am Impfzentrum in Ennepetal als auch am „Drive in“ in Schwelm Bürger erschienen, die angaben im Radio gehört zu haben, für den Rest des Tages würde ohne Termin und ohne Blick auf die Priorisierungsstufen geimpft. Auf Nachfrage des Impfzentrums entschied die Krisenstabsleitung, die Personen - am Ende waren es 15 am Impfzentrum und 25 am „Drive in“ -  zu impfen.

Priorisierungsstufen müssen beachtet werden

„Auf diese Weise sollten die vor Ort beschäftigten Mitarbeiter geschützt werden. Insbesondere in den letzten Tagen hatten wir am Impfzentrum verstärkt mit aggressiv auftretenden und nicht impfberechtigten Bürgern zu tun. Zudem waren am Mittwoch aufgrund von nicht wahrgenommenen Terminen ausreichend Impfdosen übrig, um neben den Impfberechtigten mit Termin sowie Bürgern, die auf der Reserveliste stehen, diese Personen zu impfen“, nennt Krisenstabsleiter Michael Schäfer die Gründe für die kurzfristig getroffene Entscheidung.

Rückblickend fällt seine Bewertung allerdings anders aus. Die Entscheidung sei gut gemeint, aber falsch gewesen. Die Priorisierungsstufen hätten in dieser Form nicht außeracht gelassen werden dürfen. „Damit verbundener Unmut ist verständlich. In der heutigen Krisenstabssitzung haben wir daher für die Zukunft unmissverständlich geklärt, dass sich ein solcher Fall unabhängig von der jeweiligen Situation nicht wiederholen wird.“

Abschließend heißt es aus dem Schwelmer Kreishaus:  So verständlich der Wunsch der Bürger ist, zeitnah und wirkungsvoll gegen das Coronavirus geschützt zu sein, so wichtig ist es im Augenblick noch, die von Bund und Land festgelegte Impfreihenfolge einzuhalten. Für diese gab und gibt es gute Gründe.