Corona: Novavax-Impfungen starten am Sonntag, Termine sind Pflicht

Die stationäre Impfstelle des Kreises in Ennepetal ist die ausschließliche Anlaufstelle für Impfungen mit Novavax./Archivfoto: UvK/Ennepe-Ruhr-Kreis

Die stationäre Impfstelle des Kreises in Ennepetal ist die ausschließliche Anlaufstelle für Impfungen mit Novavax./Archivfoto: UvK/Ennepe-Ruhr-Kreis

Der Ennepe-Ruhr-Kreis erhält Novavax-Impfstoff für rund 2.800 Personen.  Diese Information erreichte die Koordinierende Covid-Impfeinheit (KoCI) der Kreisverwaltung am Donnerstagnachmittag.

Bereits ab Sonntag, 27. Februar, können sich die ersten Bürgerinnen und Bürger das Mittel verabreichen lassen. Anlaufpunkt dafür ist im Ennepe-Ruhr-Kreis ausschließlich die stationäre Impfstelle in Ennepetal, niedergelassene Ärzte verfügen derzeit noch nicht über Kontingente dieses Impfstoffes.

Wer sich für Novavax entscheidet, muss vorab einen Termin vereinbaren. Möglich ist dies hier.

„Wir haben die Zahl der Termine so aufgeteilt und freigeschaltet, dass wir die Vorgaben des Landes für das Priorisieren des Impfstoffes berücksichtigen“, berichtet Jana Ramme, organisatorische Leiterin des Pandemieteams.

Großes Kontingent für Arbeitnehmer mit Impfpflicht

Das bedeutet: 75 Prozent der Termine sind für Personen vorgesehen, die einer einrichtungsbezogenen Impfpflicht unterliegen und dies mit einer Arbeitgeberbescheinigung belegen können. 20 Prozent stehen denjenigen zur Verfügung, denen ein Arzt eine Unverträglichkeit auf mRNA-Impfstoffe attestiert hat. 5 Prozent der Dosen können ohne Vorgaben und damit an die Allgemeinbevölkerung vergeben werden.

„Parallel zur Information der Öffentlichkeit werden wir Pflegeeinrichtungen und -dienste sowie Krankenhäuser und Rettungsdienste gezielt auf das neue Impfangebot hinweisen. Damit verbinden wir natürlich die Hoffnung, Impfskeptiker zu erreichen und die Schutzquote in diesen sensiblen Bereichen im Interesse aller weiter zu erhöhen“, so Ramme.

Zweite Impfung nach 3 Wochen

Die Priorisierung ist nach Angaben des NRW Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales nicht in Stein gemeißelt. „Sollte absehbar sein, dass Termine nicht entsprechend der vorgegebenen Verteilung nachgefragt werden, können die Kreise und kreisfreien Städte die für eine Personengruppe vorgesehenen Impfstoffmengen auf die übrigen Gruppen aufteilen.“

Eine Impfung mit Nuvaxovid ist nach der aktuellen Empfehlung der Ständigen Impfkommission für Personen ab 18 Jahren möglich, ausgenommen sind allerdings Schwangere und Stillende. Die Grundimmunisierung mit dem Novavax-Impfstoff erfolgt durch zwei Impfungen im Abstand von mindestens drei Wochen.

Die bürgerfreundliche Lösung im Terminportal des Ennepe-Ruhr-Kreises: Wer einen Novavax-Impftermin bucht, dem wird für genau drei Wochen später automatisch ein Zweitimpftermin zur selben Uhrzeit zugeteilt.  Beide Termine werden per E-Mail bestätigt in ihrem Anhang befinden sich auch direkt die benötigten Formulare.

Stichwort Novavax

Der Impfstoff Nuvaxovid des Herstellers Novavax ist der erste so genannte Proteinimpfstoff, der gegen Corona schützt. Da er sich deutlich von den mRNA-Impfstoffen (Biontech und Moderna) sowie den Vektor-Impfstoffen (Astrazeneca und Johnson & Johnson) unterscheidet, wird er als Alternative für Impfskeptiker eingestuft.

„Bürgerinnen und Bürger, die sich bei den bisherigen Impfstoffen unsicher waren, können nun den vielfach gewünschten Proteinimpfstoff nutzen und somit einer schweren Covid-Erkrankung vorbeugen“, hofft Landrat Olaf Schade auf rege Nachfrage.

Als erste Lieferung erhält Nordrhein-Westfalen 309.000 Novavax-Impfdosen. Da noch keine verbindlichen Informationen des Herstellers zu einer zweiten Lieferung vorliegen, wird die Hälfte zurückgehalten. Auf diesem Weg ist die nach drei Wochen notwendige Zweitimpfung sichergestellt.

Faktisch stehen folglich zunächst 154.500 Dosen zur Verfügung, diese werden vom NRW Gesundheitsministerium auf Grundlage des Bevölkerungsschlüssels auf die 53 Kreise und kreisfreien Städte verteilt.