Corona: Private Feste müssen angemeldet werden

Mit der seit dem 1. Oktober geltenden Corona- Schutzverordnung für Nordrhein-Westfalen sind Ergänzungen, Veränderungen und zum Teil auch strengere Regeln verbunden. Dies gilt vor allem für private Feste, die nicht in der Wohnung stattfinden.

Wer eine solche Feier durchführen möchte, muss sich mit dem Ordnungsamt seiner Stadt in Verbindung setzen. Die Einzelheiten, die in allen Städten des Ennepe-Ruhr-Kreises gelten, erläutert die Stadt Hattingen beispielhaft in einer Presseinformation.

Private Feierlichkeiten in Gaststätten oder angemieteten Räumlichkeiten mit mindestens 50 Teilnehmenden müssen spätestens drei Werktage vorher angemeldet werden. Erlaubt sind nur Feste zu herausragenden Ereignissen wie Hochzeiten, Taufen oder Geburtstage. 

Wer nicht meldet, riskiert 500 Euro

Das Ordnungsamt führt für die Feiern kein Genehmigungsverfahren durch, sondern nimmt lediglich die Anmeldung entgegen. Es muss ein Verantwortlicher für die Feier genannt werden. Er hat eine Teilnehmerliste zu führen, die die Daten aller Gäste (Name, Adresse, Telefonnummer, Zeitpunkt der An- und Abreise) enthält und muss diese vier Wochen aufbewahren.

Die Liste erleichtert dem Gesundheitsamt im Falle des Falles die Nachverfolgung von Infizierten Wer die Anmeldung versäumt, muss mit 500 Euro Bußgeld rechnen.

Gästezahl hängt am Inzidenzwert im Ennepe-Ruhr-Kreis

Grundsätzlich sind bei den Feiern bis zu 150 Teilnehmer erlaubt. Allerdings kann die Zahl abhängig von den Corona-Fallzahlen nach unten angepasst werden. Wenn die 7-Tage-Inzidenz - also die Zahl der Infizierten je 100.000 Einwohner im Ennepe-Ruhr-Kreis - auf 35 steigt, sind nur noch 50 erlaubt. Steigt der Wert auf über 50, reduziert sich die Teilnehmerzahl auf 25.

Der Inzidenzwert wird täglich auf dieser Internetseite aktualisiert.

Das Ordnungsamt kann die Einhaltung der genannten Vorgaben jederzeit überprüfen und die Veranstaltung bei Verstößen gegebenenfalls abbrechen.

Feiern in prviaten Räumen

Für private Wohnräume gelten diese Regeln nicht, sie werden auch nicht kontrolliert. Menschen, die in der eigenen Wohnung feiern, wird von der Stadt Hattingen aber dringend empfohlen, die Zahl der Gäste auf 25 oder auf zehn zu begrenzen und sich an weiteren Eckpunkten zu orientieren. So sollten pro Person sieben Quadratmeter zur Verfügung stehen. Außerdem sollten Räumlichkeiten regelmäßig gelüftet werden.

Schärfere Regeln gelten auch für den Besuch von Gaststätten und Restaurants. Wer dabei erwischt wird, Fantasienamen oder eine falsche Adresse anzugeben, muss 250 Euro Bußgeld zahlen.