Coronavirus: Kreis richtet vorsorglich Krisenstab ein

Atemwegsinfektionen, Schnupfen oder Husten: Zurzeit erreichen das Kreis Gesundheitsamt vermehrt Meldungen über Personen, die sich mit diesen Symptomen ärztlich untersuchen lassen. Um im Ernstfall schnell handlungsfähig zu sein, hat der Ennepe-Ruhr-Kreis vorsorglich seinen Krisenstab eingerichtet.

„Im Ernstfall soll so eine sofortige Handlungsfähigkeit der Behörden gewährleistet werden und ein ständiger Ansprechpartner auch für die neun kreisangehörigen Städte zur Verfügung stehen“, berichtet der Leiter des Krisenstabs Michael Schäfer.

Kreis rät zur Besonnenheit, Hinweis auf Bürgertelefon

Die Verantwortlichen weisen jedoch darauf hin, dass zu einem besonnenen Umgang mit dem Thema zu raten ist. „Wir haben zurzeit eine sehr emotionale Lage rund um das Coronavirus. Viele besorgte Anrufer lassen die Leitungen der Leitstellen, Ärzte und Krankenhäuser glühen“, berichtet Dr. Klinke-Rehbein, Amtsärztin des Kreises. Daher ist dringend davon abzusehen, bei Fragen rund um das Thema „Coronavirus“ die Leitungen der Notrufnummern und Ärzte zu blockieren.

Unten auf dieser Internetseite findet sich eine Liste mit Antworten auf häufig gestellte Fragen. Zudem hat die Kreisverwaltung ein Bürgertelefon eingerichtet. Es ist ab Samstag, 29. Februar, von montags bis sonntags von 8 bis 18 Uhr unter der Telefonnummer 02333/40 31 449 zu erreichen.

Wer sich begründete Sorgen wegen des Coronavirus macht, kann sich zunächst befristet bis Sonntag 22 Uhr an den hausärztlichen Bereitschaftsdienst wenden. Unter der bekannten Telenfonnummer 116117 stehen Ärzte als Gesprächspartner zur Verfügung. Trotz personeller Aufstockung weist die kassenärztliche Vereinigung auf mögliche Wartezeiten hin.

Und auch das nordrhein-westfälischen Gesundheitsministerium hat ein Bürgertelefon eingerichtet. Diese ist montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr besetzt, Tel.: 0211/855 47 74.

Wie sollte man sich verhalten?

Was ist zu tun, wenn eine Person vermutet, sich mit dem Coronavirus angesteckt zu haben? Die Empfehlung in diesem Fall lautet ganz klar: Personen, die sich in einem der Risikogebiete aufgehalten haben oder Kontakt mit einer an dem Coronavirus erkrankten Person hatten und innerhalb von 14 Tagen Krankheitszeichen wie Fieber oder Atemwegsprobleme entwickeln, sollten  telefonisch eine der oben genannten Anlaufstellen kontaktieren. Von dort aus werden sie an die entsprechenden Stellen weitergeleitet. Ganz wichtig ist: Nicht direkt zur Praxis oder in das Krankenhaus gehen.

Eine weitere Frage, die dem Kreisgesundheitsamt häufig gestellt wird, lautet: Wie kann ich mich vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus schützen? Dr. Klinke-Rehbein, Amtsärztin des Kreises, rät: „Das Coronavirus wird durch eine sogenannte Tröpfcheninfektion übertragen, also etwa durch Niesen oder Husten, wie es beispielsweise auch bei einer typischen Influenza der Fall ist. Hygienemaßnahmen, wie regelmäßiges und gründliches Händewaschen, Husten nicht in die Hände sondern den Arm, Abstand halten und das Meiden von großen Menschenmengen helfen, sich vor einer Ansteckung zu schützen. Das gilt für das Coronavirus ebenso wie für eine Erkältung."

Stichwort Informationsquellen

Auf ihren Internetseiten liefern das Robert-Koch-Institut sowie Bundes- und Landesministerien allgemeine Angaben und Verhaltenshinweise im Zusammenhang mit dem Coronavirus. Zudem werden dort die Informationen über die Lage sowie die Risikogebiete ständig aktualisiert.

www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/nCoV.html

www.mags.nrw/coronavirus

(Unter diesem Link läßt sich auch alles Wichtige rund um das neuartige Virus in "Leichter Sprache" finden.)

www.bundesgesundheitsministerium.de/coronavirus.html

www.infektionsschutz.de/coronavirus-sars-cov-2.html