Digitalisierung: EN-Agentur nimmt an Pilotprojekt teil

Katja Kamlage (dritte von links) nahm für die EN-Agentur die erfreuliche Botschaft entgegen. Ebenfalls dabei: Petra Wassner (NRW.INVEST GmbH), Ralf Meyer (WirtschaftsEntwicklungs-Gesellschaft Bochum), Dr. Michael Dannebom (Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Kreis Unna) und Christoph Dammermann (NRW Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie)./ Foto: NRW.INVEST/Silke Krahnen

Die Wirtschaftsförderungsagentur Ennepe-Ruhr ist von NRW.INVEST für ein Pilotprojekt zur Digitalisierung von Geschäftsprozessen ausgewählt worden. Dabei setzte sie sich neben den Wirtschaftsförderungen des Kreises Unna und der Stadt Bochum gegen zehn Mitbewerber durch.

„Wir sowie die beiden anderen Teilnehmer sollen überprüfen und aufzeigen, wo Arbeitsweisen, organisatorische Verwaltungsprozesse und IT-Anwendungen digitaler gestaltet werden können. Von diesen Erkenntnissen sollen anschließend alle Wirtschaftsförderungen in Nordrhein-Westfalen profitieren“, erläutert Jürgen Köder, Geschäftsführer der EN-Agentur.

Zudem wolle NRW.INVEST seine Schnittstellen zu den Wirtschaftsförderungen optimieren und digitalisieren. Hier haben die Verantwortlichen neben dem projektbezogenen Arbeiten vor allem die Bereiche Ansiedlung sowie Flächen- und Immobiliensuche im Auge.

Zeitpunkt ist doppelt günstig

Für Köder kommt das Projekt aus zwei Gründen genau zum richtigen Zeitpunkt. „Zum einen müssen die bisherigen Arbeitsweisen und traditionellen Organisationsformen der Wirtschaftsförderungen auf den Prüfstand gestellt und an den digitalen Herausforderungen ausgerichtet werden. Zum anderen haben wir uns gerade auf den Weg gemacht, unsere gesamte Arbeitsorganisation und Personalentwicklung umzubauen.“

Dazu gehört unter anderem das Aus für das ebenso klassische wie traditionsreiche Mitarbeiterbüro samt festem Schreibtisch. Seit einigen Wochen praktizieren die zwölf Beschäftigten der EN-Agentur Co-Working. Aus dem Neudeutschen übersetzt heißt das: Alle nehmen in einem Großraumbüro an einem Schreibtisch samt notwendiger Infrastruktur Platz.

Alle sollen von allen profitieren

„Die Mitarbeiter agieren dabei zwar unabhängig voneinander und sind in unterschiedlichen Projekten aktiv, gleichzeitig können sie aber jederzeit Hilfe und Mitstreiter finden. Alle sollen und können also von allen profitieren“, skizziert Köder den Ansatz.

Als Teilnehmer des Pilotprojektes kann die EN-Agentur direkt zu Beginn des Vorhabens auf fachkundige Unterstützung und Beratung zurückgreifen und ihre digitale Strategie gemeinsam mit NRW.INVEST entwickeln.

„Das Dabei-sein-dürfen zeigt: Die EN-Agentur hat eine zukunftsweisende Richtung eingeschlagen“, sieht Landrat Olaf Schade die Entscheidung der Verantwortlichen zu Veränderungen bestätigt. Gleichzeitig freut er sich über die landesweite Vorreiterrolle, die jetzt von der EN-Agentur übernommen wird.