Empfang im Zeichen von Verärgerung und Herausforderungen

Stelldichein zu Jahresbeginn: Wie gewohnt waren der Einladung des Kreisfeuerwehrverbandes zahlreiche Vertreter aus Politik, Feuerwehr und Verwaltung gefolgt.

Stelldichein zu Jahresbeginn: Wie gewohnt waren der Einladung des Kreisfeuerwehrverbandes zahlreiche Vertreter aus Politik, Feuerwehr und Verwaltung gefolgt.

Rolf-Erich Rehm erlebte seinen 25. Neujahrsempfang in Breckerfeld, wie immer fand er klare Worte.

Rolf-Erich Rehm erlebte seinen 25. Neujahrsempfang in Breckerfeld, wie immer fand er klare Worte.

Fotos: Justus Bergermann

Fotos: Justus Bergermann

Der Neujahrsempfang des Kreisfeuerwehrverbandes Ennepe-Ruhr fand traditionell in Breckerfeld statt. Ebenso traditionell konnte Präsident Rolf-Erich Rehm wieder viele Gäste aus Politik, Verwaltung und den Feuerwehren begrüßen.

Kreisdirektorin Iris Pott und Bezirksbrandmeister Uwe Wiedenbeck hielten Grußworte an die Anwesenden und dankten den Feuerwehren für die unermüdliche Arbeit in der Vergangenheit. Nicht unerwähnt ließen sie die großen Herausforderungen, denen sich die EN-Feuerwehren in den nächsten Monaten und Jahren zu stellen haben.

Stichworte sind Tagesverfügbarkeit, zunehmende Bürokratisierung und die Datenschutzgrundverordnung.
Dennoch hätten auch die letzten zwölf Monate wieder gezeigt: „Die in der Feuerwehr Aktiven stehen immer wieder dann zur Verfügung und liefern, wenn es gefordert wird. Sie fragen nicht, sie diskutieren nicht, sie liefern einfach pragmatische Ergebnisse"

Verständnis für Rücktrittsentscheidung

Rehm nutzte seine Rede, um die Verwerfungen im Deutschen Feuerwehrverband zu kritisieren. Die letzten Wochen des Jahres 2019 hätten allen Feuerwehren einen erheblichen Imageschaden zugefügt. „Die Art und Weise wie dort miteinander umgegangen wurde, hat mich erschüttert. Die fünf Vize-Präsidenten haben den Präsidenten Hartmut Ziebs regelrecht abgeschossen. Dies hat nichts mit Kameradschaft und gegenseitigem Respekt zu tun. Auch deshalb zeigt der gesamte Kreisfeuerwehrverband Verständnis für die Rücktrittsentscheidung.“

Für den Schwelmer Ziebs, immer noch stellvertretender Präsident des Weltfeuerwehrverbandes und als Mitglied des Kreisfeuerwehrverbandes Teilnehmer der Veranstaltung, fand Rehm nur lobende Worte. „Er hat auf Bundesebene Türen geöffnet, die seinen Vorgängern überhaupt nicht bekannt waren.“

Zahl der Kinderfeuerwehren ausbaubar

Ziebs nahm den Zuspruch, der auch von anderen Redner wiederholt wurde, an und warb gleichzeitig dafür „nicht zurück sondern nach vorne zu blicken.“

Weitere Themen waren die laufenden Arbeiten für das Gefahrenabwehrzentrum, das die Kreisverwaltung in Ennepetal errichten will, sowie die Kinderfeuerwehren, deren Zahl im Kreis als ausbaufähig bewertet wird. In Hattingen entsteht gerade die vierte.

Der Empfang endete mit einem gemütlichen Beisammensein und vielen vernetzenden Fachgesprächen zwischen Politik, Feuerwehr und Verwaltung

Quelle: Presseinformation des Kreisfeuerwehrverbandes Ennepe-Ruhr