Ennepetal: Beauftragter informiert über seine Aufgaben

Paul Ihmels/Foto: Stadt Ennepetal

Paul Ihmels/Foto: Stadt Ennepetal

Anlässlich des Internationalen Tages für Menschen mit Behinderung (3. Dezember) stellte die Stadt Ennepetal „ihren“ Behindertenbeauftragten Paul Ihmels und seine Aufgaben im Interview vor.

Ihmels hat nach Abitur und Abschluss eines duales Studiums an der SRH Hochschule Hamm im August eine Arbeit als soziale Fachkraft in der städtischen Flüchtlingsbetreuung und als Behindertenbeauftragter aufgenommen.

Redaktion: Welche Aufgaben haben Sie als Behindertenbeauftragter der Stadt?

Paul Ihmels: Nach der Satzung der Stadt Ennepetal über die Wahrung der Belange von Menschen mit Behinderung ist es meine Aufgabe, Ansprechpartner für die Bürgerinnen und Bürger in Sachen Behinderung und Barrierefreiheit zu sein.

Außerdem werde ich bei Vorhaben und Maßnahmen unserer Gemeinde beteiligt, sofern sie Belange von Menschen mit Behinderung berühren. Ein Beispiel ist die Öffnung unserer Fußgängerzone. Darüber hinaus habe ich die Möglichkeit, an Ausschüssen und Sitzungen des Rates teilzunehmen und Stellung zu Punkten zu nehmen, die sich auf die Themen „Behinderung und Barrierefreiheit“ beziehen. Natürlich arbeite ich sehr eng mit dem Beirat für Menschen mit Behinderung zusammen.

Grundlage ist UN Konvention

Redaktion: Seit wann und wieso gibt es einen Beirat für Menschen mit Behinderung? Wie kann man sich die Arbeit des Beirates für Menschen mit Behinderung vorstellen?

Ihmels: Die UN-Behindertenrechtskonvention stellt die Rechte von Menschen mit Behinderung dar. Diese wurden 2009 in  Deutschland im Behindertengleichstellungsgesetz.. Ein Beirat für Menschen mit Behinderung wurde in Ennepetal 2014 gegründet  Die Mitglieder des Beirats sind wie ich Ansprechpartner und Sprachrohr der Ennepetalerinnen und Ennepetaler. Sie sind darüber hinaus Experten in eigener Sache.

Zusammen geben wir Menschen mit Behinderung in unserer Stadt eine Stimme. So sorgen wir Schritt für Schritt dafür, dass für die Betroffenen Teilhabe am öffentlichen Leben gelingen kann.

Der Beirat für Menschen mit Behinderung hat eine beratende Funktion. Die Anregungen und Anträge des Beirats werden von den zuständigen politischen Gremien beraten und beschlossen. Wenn es sich um kleinere Angelegenheiten handelt, kümmert sich die Verwaltung direkt darum.

Außerdem finden regelmäßig Informations- und Erörterungsgespräche mit den Stadtbetrieben statt. Dort werden bauliche Vorhaben besprochen und erklärt. Desweiteren finden Begehungen von öffentlichen Plätzen, Gebäuden und Straßen statt.

Einbringen ist leicht möglich

Redaktion: Mit welchen Themen beschäftigt sich der Beirat aktuell?

Ihmels: Themen sind derzeit die Öffnung der Fußgängerzone, der Bürgersteig bei der Firma CDP Bahrat Forge sowie ein damit gekoppelter eingeschränkter Zugang zum Hülsenbeckertal. Die Neueröffnung des Bürgerbüros und der Bücherei sind ebenfalls brandaktuell. Weiter geht es auch oft um barrierefreie Bushaltestellen und Ampelanlagen.

Erst in der letzten Woche wurde ein Antrag des Beirats auf Herstellung eines Gehwegs entlang der Breckerfelder Straße zur Beratung und Entscheidung in den städtischen Betriebsausschuss verwiesen.

Redaktion: Wie können Interessierte oder Betroffene sich im Beirat für Menschen mit Behinderung einbringen?

Ihmels: Eine Einbringung in die Arbeit für Menschen mit Behinderung ist hier sehr niedrigschwellig möglich. Themen, Anregungen, Beschwerden und vieles mehr werden im Beirat vorgetragen, beraten, niedergeschrieben und beschlossen und danach von den zuständigen Stellen bearbeitet.

Im Frühjahr 2020 endet die Wahlzeit unseres aktuellen Beirates. Dann muss neu gewählt werden. Im Januar findet deshalb eine Gründungsversammlung statt, in der sich Kandidatinnen und Kandidaten aufstellen lassen können. Nähere Informationen werden rechtzeitig veröffentlicht werden.

Wer Interesse an einer Mitwirkung hat, kann sich aber schon jetzt bei mir melden. Es sind alle Bürgerinnen und Bürger eingeladen, die sich für die Belange von Menschen mit Behinderung einsetzen möchten.

Quelle: Presseinformation der Stadt Ennepetal