Feuerwehrverband: Landrat fehlt Verständnis für Rücktrittsforderung

Rolf-Erich Rehm stärkt Hartmut Ziebs gemeinsam mit Landrat Olaf Schade den Rücken./Foto: Kreisfeuerwehrverband EN

Rolf-Erich Rehm stärkt Hartmut Ziebs gemeinsam mit Landrat Olaf Schade den Rücken./Foto: Kreisfeuerwehrverband EN

Im Rahmen einer Präsidiumssitzung des Deutschen Feuerwehrverbandes hatten die Präsidiumsmitglieder dem Präsidenten des Deutschen Feuerwehrverbandes, Hartmut Ziebs, mehrheitlich das Vertrauen für eine weitere Zusammenarbeit entzogen. Konkret legen sie dem Schwelmer der Rücktritt nahe.

Mit dieser Forderung haben fünf Vize-Präsidenten eine NRW-weite Debatte ausgelöst. Insbesondere in Schwelm und im Ennepe-Ruhr-Kreis aber auch weit darüber hinaus reagieren Politiker und Verwaltungsspitzen, haupt- und ehrenamtliche Weggefährten mit Unverständnis.

Zu ihnen zählt auch Landrat Olaf Schade. Er schließt sich einer Erklärung an, die Rolf-Erich Rehm als Präsident des Kreisfeuerwehrverbandes Ennepe-Ruhr veröffentlicht hat. Sie lautet:

„Meine Feuerwehrkameradinnen und Kameraden,

die Vorgänge im Deutschen Feuerwehrverband, die unser Ehrenmitglied im Kreisfeuerwehrverband Hartmut Ziebs in Misskredit bringen, machen mich sehr betroffen. Die persönlichen, öffentlich ausgetragenen Angriffe gegen Hartmut sind weder von ihrer Art, noch vom Inhalt her zu tolerieren. Ich kenne Hartmut Ziebs seit über 20 Jahren aus verschiedenster Zusammenarbeit: Als stellvertretender Leiter der Feuerwehr Schwelm, als Bezirksbrandmeister der Bezirksregierung Arnsberg, als Vizepräsident und letztlich als Präsident des Deutschen Feuerwehrverbandes.

Respekt, Anstand und Kameradschaft fehlen

Stets habe ich ihn als Kameraden kennen gelernt, der immer das Ziel hatte, die Feuerwehren fortschrittlich weiter zu entwickeln. Nie war der Deutsche Feuerwehrverband so modern, zukunftsweisend und innovativ aufgestellt wie seit der Präsidentschaft von Hartmut Ziebs. Schon dafür gebührt ihm Anerkennung und Respekt. Die Reputation, die die deutschen Feuerwehren durch ihn im Ausland erworben haben, sind unbezahlbar.

Die Art und Weise wie nun einige Mitglieder des DFV-Präsidiums mit unserem Präsidenten umgehen, lässt jeden Respekt, aber auch Anstand und Kameradschaft vermissen. Die bereits in zahlreichen Veröffentlichungen genannten Vorwürfe will ich gar nicht weiter kommentieren.

„Wir werden Dich dabei weiter unterstützen"

Der Vorsitzende des Verbandes der Feuerwehren in NRW hat sich bereits umfassend dazu geäußert. Ich bin vielmehr entsetzt darüber, dass Kameradschaft, Vertrauen und Respekt für Teile der höchsten Feuerwehrvertretung in Deutschland scheinbar nur Worthülsen sind, die leichtfertig auf dem Altar eigener Machtgelüste geopfert werden.

Hartmut, bleibe bitte der, der Du bist und trete weiter für unsere Werte ein. Wir werden Dich dabei weiter unterstützen. Ich bin sicher, alle Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehren des Ennepe-Ruhr Kreises, der gesamte Kreisfeuerwehrverband Ennepe-Ruhr stehen vollumfänglich hinter Dir. Wir stehen zu Deinem Leitbild von Ehre, Respekt, Kameradschaft und Demokratieverständnis.

Für das Präsidium Rolf-Erich Rehm, Präsident des Kreisfeuerwehrverbandes Ennepe-Ruhr e. V.“